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Arschtritt für mobile Werbung: Nächste Safari Version blockt Ads

Arschtritt für mobile Werbung: Nächste Safari Version blockt Ads

Mit bekommt für das iPhone und das erstmals eine zur Blockierung von Website-Inhalten. Damit ließen sich auch Werbeblocker umsetzen.

Arschtritt für mobile Werbung: Nächste Safari Version blockt Ads

Safari 9 bekommt Ad-Blocker. (Grafik: Apple)

iOS 9: Safari bekommt Ad-Blocker

Werbeblocker sind in der Desktop-Version von Safari längst verfügbar. So wie für alle anderen großen Desktop-Browser auch. Jetzt will Apple aber auch seinem mobilen Browser mit der notenwendigen Infrastruktur ausstatten, um auf Webseiten zu blockieren. Möglich wird das durch „Content Blocking Safari Extensions“, die Safari 9 für iOS erstmals unterstützen soll.

Entwickler haben damit die Möglichkeit, über eine JSON-Datei festzulegen, welche Seiteninhalte blockiert werden sollen. Blockiert werden kann darüber alles von Cookies, über JavaScript bis hin zu Bildern und andere Ressourcen. Safari-Nutzer wiederum können verschiedene Inhaltsblocker installieren und bei bedarf de- oder aktivieren.

Ad-Blocker: Ein Beispiel für einen Inhaltsblocker für Safari unter iOS 9. (Screenshot: developer.apple.com)
Ad-Blocker: Ein Beispiel für einen Inhaltsblocker für Safari unter iOS 9. (Screenshot: developer.apple.com)

Ad-Blocker für Safari 9: Schlag ins Gesicht der Werbebranche

Für die Werbebranche sowie natürlich auch für alle Anbieter von werbefinanzierten Inhalte im Netz ist es natürlich keine gute Nachricht, dass der meistverbreitetste Mobile-Browser von Haus aus Unterstützung zur Blockierung für Werbung mitbringt. Immerhin lag Safaris Marktanteil in diesem Bereich im Mai 2015 bei über 39 Prozent.

Es dürfte kein Zufall sein, dass Apple mit iOS 9 auch eine News-App vorgestellt hat, mit der Publisher ihre Inhalte unabhängig vom Browser an interessierte Leser ausliefern können. Wenn die Werbeeinnahmen über die Mobile-Website sinken, könnten Inhaltsanbieter motiviert werden, ihre Texte und Videos über die neue Apple-App anzubieten.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch unser Artikel „Apple: 8 Features in iOS 9 und OS X El Capitan auf die ich mich tierisch freue [Kommentar]“.

via www.niemanlab.org

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12 Antworten
  1. von Mike am 11.06.2015 (10:51 Uhr)

    Sehr gut, hoffentlich zieht Google bald nach. ABP funktioniert auf meinem nicht gerootetem Handy leider nicht richtig.

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  2. von Bernd Pörner am 11.06.2015 (11:18 Uhr)

    Halte ich für eine gute Sache. Nutzer sollten selbst darüber entscheiden können, durch welche Inhalte ihr (nicht gerade billiges) mobiles Datenkontingent verbraucht wird.

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  3. von Achim am 11.06.2015 (11:20 Uhr)

    Sehr gut, man sieht ja auch an Maclife das die mobile Website kaum noch zu nutzen/lesen ist, weil die vor Werbung nur so strotzt.

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  4. von Interessant am 11.06.2015 (11:22 Uhr)

    Das Konzept von uMatrix als API. Nett. Aber NoScript usw. ist bequemer zu benutzen. Ghostery hat sich vermutlich in wenigen Monaten in die meisten Browser durchgesetzt weil es so elegant einfach ist das jeder Developer sich das merken sollte.

    Es wird immer gefragt warum Google keinen WerbeBlocker in Chrome einbaut.
    Ich denke, sie würden sofort auf Zilliarden $ Entschädigung verklagt werden.
    Manche Sites klagen ja oder ich glaube auch die EU ermittelt, weil angeblich Google seine eigenen Beteiligungen in Suchergebnissen besser stellen würde als die Konkurrenten.

    itunes.apple.com/de/app/disconnect-kids/id671080655?mt=8
    blockt angeblich auch mobile Tracking usw. auf älteren iOS-Versionen ohne Jailbreak. Das Konzept kann man vielleicht abgucken und erweitern wenn es funktioniert.

    Apple will vielleicht mehr Apps und weniger Web-Anwendungen. Dadurch zwingt man die Programmierer, dezidierte Apps anzubieren weil sonst die Werbung geblockt würde. Das könnte also ein echtes Risiko sein. Siehe auch die Freigabe von Swift2.0 und leichteren Zugang zur Anwendungsprogrammierung als bisher. Evtl spüren oder befürchten sie, das die Apps zu WebApps abwandern (wenn FirefoxOS oder LG-WebOS-TVs usw. ) sich doch mal verbreiten:
    http://t3n.de/news/xcode-7-apps-ohne-615214/
    Leichteren Zugang (kleinere Preise, kleinere Ordermengen, Kürzere Abo-Zeiten, PrePaid, Kostenlose Developer-Möglichkeiten,... nicht gemeint sind Studenten-Lizenzen u.ä.) macht man normalerweise nur, wenn man ein Absatz-Problem bzw. nicht genug Entwickler hat.
    In ein paar Wochen lesen wir hier möglicherweise (jährliche O-Reilly-Computer-Sprachen-Nachfragen-Statistik), das ObjectiveC in der Nachfrage massiv abgefallen ist.

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  5. von Eric am 11.06.2015 (12:31 Uhr)

    Sehr gut, dann gibts bald nur noch Websiten mit Paywall. Endlich ist das kostenlose Internet damit beendet, dass sich nur durch Werbung finanzierte. Da werden sich einige AdBlock-User noch umgucken, da sie nur von 12 bis Mittag denken!

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    • von Thomas am 11.06.2015 (14:00 Uhr)

      Wenn da durch die Qualität besser wird, wieso nicht. Und wenn dadurch das Tracking auch etwas weniger wird, dann noch lieber! Schön wäre sowas wie ein Online Pass oder ähnliches, wo man einmal bezahlt und mehrere Angebote nutzen könnte.

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      • von Kim Rixecker am 11.06.2015 (14:37 Uhr)

        Wieso sollte die Qualität steigen? Würden Paywalls zur einzigen gangbaren Finanzierungsmethode für Nachrichteninhalte im Web werden, gäbe es realistischerweise einen Verdrängungswettbewerb. Die wenigsten würden es sich leisten können, für unzählige Nachrichtenseiten zu bezahlen. Dadurch gäbe es weniger Meinungsvielfalt und die einzigen kostenfreien Angebote würden vermutlich direkt von Unternehmen oder anderen Interessengruppen betrieben werden. Unabhängige Berichterstattung sieht leider anders aus.

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    • von Bernd Pörner am 11.06.2015 (15:47 Uhr)

      Du solltest die Begriffe "Websites" und "Internet" nicht miteinander verwechseln.

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  6. von Christian am 11.06.2015 (13:45 Uhr)

    Ich bin AdBlock User und finde PayWalls bei qualitativ hochwertigem Content okay, WENN kein Abo abgeschlossen werden muss und die Zahlung des Micropayments bequem mit nur einem Klick möglich ist - ohne bei jedem einzelnen Verlag meine Zahlungsinformationen verteilen zu müssen oder pro Transaktion eine utopische Gebühr zahlen zu müssen, nur weil ich kein Abonnent bin.

    Die Lokalzeitung meiner Stadt hat seit Januar eine PayWall. In dem Zeitraum hätte ich gern für 4-5 Artikel gezahlt. Ich möchte mir aber kein Komplett-Abo für 19EUR/Monat an die Backe hängen, da mich halt nur ab und zu der Lokalteil interessiert. Überregionale Nachrichten erhalte ich bereits über den Rundfunkzwangsbeitrag, die brauch ich nicht nochmal extra.

    Toll wäre eine offene Schnittstelle von Zahlungsdienstleistern die etwas anbieten, so das man wählen kann welchem Verein man seine Daten anvertraut - meinetwegen auch mit Postpaid-'Guthaben'.
    Am besten mit Bewertungsfunktion unter jedem Artikel: "War sein Geld wert/nicht wert", damit man nicht versehentlich Geld für qualitativ flachen Inhalt ausgibt.

    Ob eine Lokalradaktion davon leben kann... keine Ahnung. Die bei patreon können es.

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  7. von Deppen Leer Zeichen am 11.06.2015 (19:57 Uhr)

    "Safari Version"? Jetzt ernsthaft, liebe T3N-Redaktion?

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  8. von Jo am 11.06.2015 (20:37 Uhr)

    Die Zahlungsbereitschaft für "gute" Inhalte sieht in der Realität leider anders aus, als die Lippenbekenntnisse vieler Kommentatoren vermuten lassen. Letztlich sind weitgehend alle Formen von Paywalls für Contents unzureichend oder gescheitert.
    Trend ist eher: Standard-Ads werden geblockt, entsprechend verbreiten sich im Content eingebettete "Natural-Ads" und Ref-Links. Die Konsequenz: Inhalte und Werbung sind nicht mehr auseinander zu halten.
    Ich nutze keinen Adblocker, sondern meide die wenigen Seiten, die es mit Werbung übertreiben.

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  9. von Interessant am 12.06.2015 (14:27 Uhr)

    Nachtrag: Google hat seine ersten Milliarden Umsatz und Gewinn mit (unaufdringlicher - also kein {BLINK}-Tag) Text-Werbung in den Suchergebnissen gemacht. Und das ist vielleicht immer noch so.

    Spam-Mails sind auch nicht in UHD1-Gigapixel-Auflösung, Flash, Javascript usw. sondern überwiegend simple Text-Emails.

    Heute gabs eine Statistik das 80% des Mobile-Traffics über Handies produziert wird oder werden wird. Farbtreu-Kalibrierte Monitore für gigapixel-Werbung in 12 Bit Farbtiefe benutzen die wenigsten. Handies werden unterwegs und bei nicht optimalen Lichtverhältnissen benutzt. Darauf angepasst sollte die Werbung sein. Die "Zielgruppe" (die damals einfach von USA kopiert wurde) musste ja auch von 14-49 auf 14-59 oder "flexibel" angepasst werden. Eitle Leute und ältere Leute tragen ungern Brille und noch ungerner in der Öffentlichkeit. Sowas sollte man bei der Erhöhung der Rezeptionsquote deutlich einkalkulieren.

    Simple Text-Werbung kann also durchaus Wirksam sein. Produktfotos sind natürlich auch gut. Aber die Gigapixel-Fotos für Desktop-Browser sind in Emails oder Amazon-App oder Ebay-App oder auf Handies oft nicht gut zu erkennen.
    Früher gabs Tageszeitung. Dann kamen Lokalradios. Bald kommen Lokale Fernsehsender die mit Werbung für die kleinen Kunden bespielt werden wollen. Unterschiedliche Werbeformate sind also völlig normal.

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