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Asus MeMo Pad HD 7: Erster Blick auf die Nexus-7-Konkurrenz

Asus hat auf der Computex im Juni einen siebenzolligen Billigheimer mit Quad-Core-Prozessor vorgestellt. Das nur 149 Euro günstige Asus MeMO Pad HD 7 ist bei uns in der Redaktion eingetroffen – wir haben für euch einen ersten Blick drauf geworfen. Hier unsere Eindrücke.

Asus MeMo Pad HD 7: Erster Blick auf die Nexus-7-Konkurrenz

Asus MeMo Pad HD 7 – 16 Gigabyte Speicher, 1.280 x 720 Pixel-IPS-Display

Das MeMo Pad HD 7, das wie das (zu unserem Test) aus dem Hause stammt, erinnert von der Frontpartie an das Google-Tablet – lediglich der Schriftzug des Herstellers macht den Unterschied deutlich. Wirft man einen Blick auf die Seiten und die Rückpartie, so werden die Designunterschiede deutlich. Das MeMo Pad ist ein wenig dicker als das Nexus 7, die Rückseite ist leider nicht gummiert sondern aus einem matten Kunststoff – wie man sieht, liegt uns die dunkelblaue Version vor, andere Modelle besitzen ein glänzendes Finish. Ferner findet man hinten eine Kamera mit fünf Megapixeln sowie einen Lautsprecherschlitz, der zwar nicht unbedingt einen runden Sound produziert, aber durchaus Krach machen kann. Zu den Kameras: Erwartet keine Wunder. Bei Tageslicht produziert die Hauptkamera recht akzeptable Bilder, sobald die Lichtverhältnisse etwas zu dunkel sind, sind starkes Rauschen und Unschärfe zu erkennen.

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Asus MeMo Pad HD 7: mit seinen Abmessungen von 196,8 x 120,6 x 10,8 Millimetern minimal dicker und breiter als das Nexus 7 (Bild: t3n)

Im Unterschied zum Nexus 7 lässt sich der interne Speicher von 16 Gigabyte problemlos mittels microSD-Karte erweitern. Google hat sich bei seinen Nexus-Modellen aus bekannte Gründen gegen eine Speichererweiterung entschieden, was nur wenige nachvollziehen können, aber leider ist es so. Zu den weiteren Anschlüssen gehören ein microUSB-Port sowie eine Audiobuchse, die beide auf der Oberseite verortet sind. Vermutlich aus Kostengründen hat Asus alle Anschlüsse offen gelassen – selbst der SD-Slot liegt frei, was dem Tablet einen etwas rustikalen Look verleiht. Power-Button und Lautsprecherwippe liegen auf der rechten oberen Seite des MeMo Pad HD 7 und verfügen über einen guten Druckpunkt.

Beim Display des Tablets mit dem ellenlangen Namen setzt Asus auf einen IPS-Screen mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln, wie er auch im Google-Tablet vorzufinden ist. Helligkeit, Farben und Schärfe des Displays sind mehr als ausreichend – wem die ab Werk voreingestellten Werte nicht ausreichen, kann dank der Asus-Splendid-App selbst noch Hand anlegen und Farbwerte und Helligkeit nachkalibrieren. Auch bei spitzem Blickwinkel ist das Bild dank des IPS-Panels stabil – für ein Tablet dieser Preisklasse ein Pluspunkt.

Asus MeMo Pad HD 7 mit GPS, Bluetooth 4.0 und Android 4.2.1

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Dank eines microSD-Kartenslots lässt sich der Speicher des Asus MeMo Pad HD 7 um bis zu 32 Gigabyte erweitern (Bild: t3n)

Um den angepeilten Preis von 149 Euro zu erreichen, musste Asus hier und dort den Rotstift ansetzen. Aus diesem Grund findet man keinen Prozessor namhafter Hersteller wie Qualcomm oder Nvidia, sondern einen 1,2-Gigahertz-Quad-Core-SoC von MediaTek auf Cortex-A7-Basis mit der Bezeichnung MT8125 an Bord. Ferner sind ein Gigabyte RAM sowie eine PowerVR-SGX-544MP-GPU integriert. Das Paket ist, wie nicht anders zu erwarten, kein absoluter Performance-Bomber – bei dem Preis ist das auch nicht zu erwarten, dennoch läuft alles recht „fluffig“ und ruckelfrei. Hier und dort gibt es zwar mal eine kleine Denkpause, doch damit sollte man bei einem 150-Euro-Tablet auch rechnen. Zur Akkulaufzeit kann zu diesem Zeitpunkt keine konkrete Aussage getroffen werden, aber wir können davon ausgehen dass diese dank des sparsamen Cortex-A7-Chips und des Displays, das entgegen dem Trend (mit Sicherheit wegen des niedrigen Preises) ohne Full-HD-Auflösung daherkommt, eine recht gute Ausdauer unter Beweis stellen dürfte.

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Die rückseitige Hauptkamera des Asus MeMo Pad HD 7 funktioniert nur bei ausreichend Tagelslicht zuverlässig (Bild: t3n)

Asus genießt den Ruf seine Hardware recht zeitnah mit Software-Updates zu versorgen und sie stets aktuell zu halten. Selbst beim MeMO Pad scheint das der Fall zu sein. Zumindest wird es mit Android 4.2.1 Jelly Bean ausgeliefert und bereits nach dem Auspacken wollte auch gleich ein Update installiert werden, das mitunter den Landscape-Modus auf das Tablet brachte. Generell ist zur installierten Android-Version zu sagen, das Asus wenig an der Nutzeroberfläche geändert hat. Lediglich ein paar praktische Gimmicks wurden hinzugefügt. Unter ihnen sind zum Beispiel eine erweiterte Benachrichtigungsleiste, sogenannte „Floating Apps“, die sich über den Software-Button ganz rechts in der unteren Navigationsleiste aktivieren lassen. Des weiteren hat Asus eine eigene Akku-Saver-App beigefügt sowie eine To-Do-App, einen Audio-Wizard und diverse andere Anwendungen wie AppBackup, ASUS Artist Super Note Lite, Parental Lock und MyLibrary Lite.

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Zusammenfassend lässt sich bisher sagen, dass Asus mit dem MeMo Pad HD 7 ein Produkt auf den Markt gebracht hat, das trotz oder vielleicht gerade wegen des niedrigen Preises eine gute Wahl für Android-Einsteiger oder Sparfüchse ist. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, sollte aber vielleicht doch noch ein paar Wochen warten, bis Google das neue Nexus 7 vorstellt, das ersten Gerüchte zufolge mit Full-HD-Screen, Snapdragon-S4-Pro- oder Snapdragon-600-CPU ausgestattet sein soll. Preislich dürfte sich dieses dann aber eher zwischen 200 und 300 Euro bewegen.

Weiterführende Links zum Thema „Tablets“

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Eine Antwort
  1. von Nexus-7-Nachfolger: Geleakte Fotos und V… am 18.07.2013 (10:37Uhr)

    [...] Asus MeMo Pad HD 7: Erster Blick auf die Nexus-7-Konkurrenz [...]

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