
Der Markt für Web-Browser ist durch Firefox, Internet Explorer, Safari, Opera u.a. mit bereits etablierten Produkten hochgradig besetzt. Daneben existieren viele weitere kleine Projekte, die auch die letzten Nischen ausfüllen. Da verwunderte AT&T die gesamte IT-Branche vor ein paar Monaten mit der Ankündigung in den "Krieg der Browser" einsteigen zu wollen. Zusammen mit Vizible und deren 3D-Rendering Engine entwickelt AT&T auf Basis der Mozilla Engine einen 3D-Browser mit dem Namen "Pogo".
Mittlerweile ist eine limitierte Betaversion für Windows erschienen, für die man allerdings eine Einladung benötigt. Die Demo auf der Entwicklerseite macht aber schnell deutlich, womit sich Pogo von seinen Mitstreitern abheben möchte: Visualisierung.
Visuelle Effekte im 3D-Look ziehen sich wie ein roter Faden durch die Funktionen des Browsers. Die aus modernen Browsern gewöhnten Tabs werden beispielsweise in einem "Dock" am unteren Bereich des Fensters in Form von Thumbnails angezeigt. Die Durchsicht aller geöffneten Seiten wird ebenso visuell animiert wie auch die Durchsicht der History, die optisch ein wenig an die Time Machine von Mac OS X 10.5 erinnert.
Auch vor den Bookmarks macht die Visualisierung nicht halt. So werden Lesezeichen nicht etwa in Listenform angezeigt, sondern als so genannte "Collections", in denen Abbilder der Webseiten abgelegt werden können.
Über den Sinn und Nutzen eines auf visuelle Effekte ausgelegten Browsers kann und wird man sich noch viel streiten. So lange keine offene Betaversion verfügbar ist, lassen sich aber über Performance oder Effizienz keine Aussagen treffen. Man wird sehen, ob der Visualisierungsansatz von AT&T eine Zukunft hat oder nur ein interessantes Experiment bleibt.
Screenshots via: http://arstechnica.com





