von , 22.08.2008

“Auch Google war vor zehn Jahren unbedeutend”

Holtzbrinck Ventures investiert seit 1998 in Unternehmen aus dem Bereich der neuen Medien. T3N sprach mit dem Geschäftsführer Martin Weber über die Gründungswelle im Web 2.0 und über den Ablauf bei der Vergabe von Venture Capital.
Das Interview erschien zuerst im T3N Magazin Nr. 9, das man hier nachbestellen kann. Das Gespräch mit Martin Weber gibt es auf dieser Seite nun außerdem kostenlos online zu lesen.

Die Gründungswelle im Web 2.0 begrüßt er: "Ich finde es gut, wenn neue Dinge entstehen, wenn Menschen sich aus der Unselbstständigkeit oder aus Universitäten heraus in die Selbstständigkeit bewegen und damit Unternehmertum zeigen. Nur so entstehen Innovationen." Chancen sieht er vor allem bei Marktplätzen, Social Networks, Online-Communitys und auch in den Bereichen Gaming und Commerce.

Den Einfluss der Startup-Szene im Bereich Neue Medien auf die Gesamtwirtschaft würde er zwar als unbedeutend bezeichnen. "Aber auch war vor zehn Jahren unbedeutend. Das sind junge Themen, die sich entwickeln müssen und die Zeit brauchen. Es ist ja nicht so, dass Unternehmen, die heute gegründet werden, morgen die Welt verändern." Es werde viele Irrtümer geben, aber "hoffentlich auch das eine oder andere Projekt, das groß und fruchtbar wird und dementsprechend auch eine gesamtwirtschaftliche Bedeutung erlangt".

Von 100 Anfragen zu Risikokapital sind 95 "relativ schnell entschieden", bei fünf dauert es etwas länger, aber nur bei einem wird vielleicht etwas daraus. Generell sei es besser, über einen Dritten an Kapitalgeber heranzutreten, empfiehlt Martin Weber. Das können Anwälte, Unternehmer oder auch Business Angels sein. "Es ist wirklich gut, wenn man so etwas wie einen Anker hat, weil man dann einfach besser und schneller Gehör findet und weil der Kapitalgeber dann davon ausgeht, dass eine bestimmte Qualifizierung vorhanden ist."

Weitere Themen des Interviews sind unter anderem, wie die Vergabe von Venture Capital abläuft und welche langfristige Strategie Holtzbrinck Ventures bei seinen Investments fährt.

Das komplette Interview ist auf dieser Seite nachzulesen.

Hinweis: In der kommenden Ausgabe Nr. 13 des T3N Magazins gibt es einen ausführlichen Beitrag zur Bewerbung um Venture Capital mit hilfreichen Tipps aus der Praxis.

Weitere Artikel zu Google



Empfohlene Produkte

Empfohlene Artikel

5 Antworten

  1. von Peping 25.08.2008 (16:58Uhr) 1.

    Hey! Interessantes Interview aber auch ziemlich viele unnötige Fachbegriffe.. Due-Diligence-Prüfung und Media-for-Equity-Deals konnte ich ja noch aus dem Zusammenhang auflösen, aber was soll ein Intermediär sein? Evtl. hätte dem Interview etwas mehr Praxisbezug nicht geschadet.

  2. von A. Hiller 25.08.2008 (17:09Uhr) 2.

    "Intermediär" steht grob übersetzt für "Vermittler".

    Aber mal ehrlich: Intermediär klingt doch um einiges "teurer". Schließlich geht es thematisch ja auch um Unternehmensbewertung. Da kann man schon mal den ein oder anderen Spezialbegriff einschmeißen, um sich aus der Masse der Investoren abzuheben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Intermedi%C3%A4r_(Wirtschaft)>siehe Intermediär bei Wikipedia

  3. von maerr 25.08.2008 (17:13Uhr) 3.

    @A. Hiller: Besten Dank für die Erklärung, war mir gerade mit der Begriffserklärung auch nicht sicher.

    Gibts eigentlich aktuelle Zahlen zu StudiVZ?? Schreiben die inzwischen schwarze Zahlen oder großes Desaster?

  4. von Julian Wende 25.08.2008 (22:26Uhr) 4.

    Nach dem Lesen des Interviews, hat mich das aktuelle Portfolio von Holzbrinck Ventures interessiert: http://www.holtzbrinck-ventures.com/index.php?portfolio_de

    Dirk Ströhr ist mit Media Ventures übrigens inzwischen auch extrem breit aufgestellt: http://mediaventures.de/index.php?id=mv-portfolio

    Die Anfang 2007 gegründete MediaLab GmbH, Tochter von Niedersachsens größten Medienunternehmen Madsack, sieht dagegen noch etwas schwach auf der Brust aus: http://www.madsackmedialab.de/portfolio.html

  5. von Thomas Schulze 26.08.2008 (08:38Uhr) 5.

    Mhhhhm - was ich doch ganz komisch finde, ist die Aussage, grundsätzlich über "Intermediäre" an Investoren heran zu gehen!?
    Ein "Richtiger Unternehmer" macht sowas alleine, und spart sich die Kosten für die "unnötigen Berater" - wenn auch nicht alle unnötig sind! - Schönes Bsp. Tech Firma aus München hat alleine 20 % der eingeworbenen Summe an "overheads" gehabt. Macht das dann Sinn? - Und da sprechen wir von ca. 1 Mio. nur für ein paar Berater! - Just my five Cents - Thomas von http://www.spirofrog.de - Ex - Banker & Berater

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)