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Wer gegen Google und Facebook ist, ist gegen das Internet [Kolumne]

Wer gegen Google und Facebook ist, ist gegen das Internet [Kolumne]

Datenschutz- und Privatsphäre-Aktivisten wird oft vorgeworfen, „von gestern“ zu sein. Doch das Gegenteil ist der Fall. Warum mehr Kritik gegenüber und für eine bessere Zukunft sorgen könnte. Die von Andreas Weck.

Wer gegen Google und Facebook ist, ist gegen das Internet [Kolumne]

Kritik ist gut! (Bild: Viktor Hanacek)

Wer die IT-Konzerne kritisiert, ist ein Innovationsfeind!

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Einer der Helden der digitalen Revolution. #FLICKR#
Facebook-Chef Mark Zuckerberg: einer der Helden der digitalen Revolution. (Foto: deneyterrio / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Entweder du bist für Google und Facebook oder du bist gegen das Internet! So oder so ähnlich scheint das Mantra in Tech-Kreisen zu lauten. Google und Facebook haben die Welt verändert. Durch Larry Page und Sergej Brin haben wir eine Suchmaschine bekommen, die uns binnen Sekunden Antworten auf so gut wie jede Frage liefert. Mark Zuckerberg hat die Welt vernetzt – mit der Revolution am anderen Ende der Welt mitzufiebern, ging nie einfacher, fand nie anschaulicher statt als heute. Es grenzt also fast an Blasphemie, diese drei großartigen Visionäre und ihre für die Menschheit unglaublich wichtigen Dienste in Frage zu stellen, schlimmer noch, zu kritisieren. Wer es dennoch wagt, bekommt recht schnell zwei Antworten zu hören: „Du bist ein Innovationsfeind!“ oder „Dann hör doch auf die Dienste zu nutzen!“

„Dann hör doch auf die Dienste zu nutzen!“ – ein typisches Totschlag-Argument.

Beide Antworten bedienen sich des Totschlag-Argumentes – also eines leeren Arguments, von dem der Diskussionsteilnehmer annimmt, dass die Mehrheit entweder mit seiner Meinung übereinstimmt oder den Widerspruch verweigert, da das im Rahmen der Diskussion beim Großteil auf Ablehnung stoßen wird. Manch einer fällt darauf rein. Das ist schade, denn genau genommen wird dadurch jeder Diskurs vereitelt. Die Diskussion hört auf, noch bevor sich jemand mit den Argumenten des Anderen ernsthaft auseinandersetzt. Warum auch, man selbst weiß doch am besten wo der Kern der Wahrheit liegt.

Ich habe mit dieser Diskussionskultur häufig zu tun. Ich bewege mich nämlich in Tech-Kreisen, gehöre als Netzjournalist irgendwie dazu und fühle mich oft wie ein Schaf unter Wölfen. Ich gehöre nämlich zu dem Teil, der die Helden der digitalen Revolution offen kritisiert. Dem der aufgedrückte Optimismus der Internet-Konzerne nervt. Der beispielsweise bei dem Gedanken an eine Zukunft ohne Privatsphäre des Menschen im Internet – und zunehmend auch im analogen Leben – in Sorge verfällt. Und der nicht zuletzt von dem durch Edward Snowden aufgedeckten Überwachungsskandal wortwörtlich erfasst, durchgekaut und völlig fassungslos wieder ausgespuckt worden ist. Ich glaube, dass die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft stärkere gesetzliche Rahmenbedingungen braucht – auch wenn der technische Fortschritt dadurch an einigen Stelle gebremst wird. Wild Wild Web war gestern!

Es lebe der Fortschritt!

Google, Facebook und Co. – Auch die Segnungen des Computerzeitalters haben ihre Schattenseiten. (Bild: Viktor Hanacek)
Google, Facebook und Co. – Auch die Segnungen des Computerzeitalters haben ihre Schattenseiten. (Bild: Viktor Hanacek)

„Wenn ‚Es lebe der Fortschritt!’ geschrien wird, frage stets für wen.“ So hat es der polnische Schriftsteller Stanislaw Jerzy Lec einmal geschrieben. Dieses Zitat hat sich mir eingebrannt, denn klar ist: Nicht alles, was einem als Fortschritt verkauft wird, ist auch ein Fortschritt. Respektive werden an anderen Stellen auch Rückschritte geschaffen. Wer verantwortungsvoll darüber spricht und sich dafür einsetzt, dass die Schäden gering gehalten und Lösungen erarbeitet werden, fährt einen verträglicheren Kurs.

„Wenn ‚Es lebe der Fortschritt!’ geschrien wird, frage stets für wen.“ – Stanislaw Jerzy Lec.

Nehmen wir das Beispiel Auto: Die neugewonnene Mobilität hat den Menschen einen großen Dienst erwiesen. Das Auto brachte uns dazu, die Welt auf neue andere Art und Weise zu entdecken. Vor allem aber profitierte der Handel von der Erfindung des Automobils. Waren konnten schneller und günstiger von A nach B transportiert werden. Der Wohlstand nahm neue Formen an – schöne neue Welt! Dennoch hat auch dieser Fortschritt Probleme mit sich gebracht. Umso mehr Autos auf der Straße waren, desto stärker wuchs die Umweltbelastung. Das wurde noch bis vor wenigen Jahrzehnten oft unter den Teppich gekehrt – CO2 war immerhin nicht sichtbar und was nicht sichtbar ist, ist keine Gefahr. Heute weiß die Menschheit es besser – Politik und Kunden wollen Autos, drängen die Hersteller aber auch immer mehr dazu, umweltverträgliche Fahrzeuge zu produzieren. Denn langfristig hat unsichtbares CO2 doch sichtbare Schäden hinterlassen. Und das bestreitet auch niemand mehr ernsthaft.

Auch die Segnungen des Computerzeitalters haben ihre Schattenseiten. Vor allem Big Data trägt viel Potential zum Missbrauch in sich. Big Data sind schlussendlich wir alle: Denn es sind unsere besuchten Orte, privaten Gespräche, geleisteten Zahlungen und geführten Beziehungen, die von Algorithmen zusammengesetzt ein konkretes Profil über jeden von uns und somit auch ein konkretes Profil der Masse ergeben. Und wer weiß, wie die Masse denkt und fühlt, kann sie steuern – das hat schon Gustave Le Bon in seinem Klassiker „Psychologie der Massen“ festgestellt.

Das alles passiert auch unsichtbar. Keiner merkt, dass Google oder Facebook ein Profil über jeden von uns anlegt. Keiner weiß so genau, was drin steht. Und kaum einer ahnte bisher, dass diese Profile große Begehrlichkeiten bei Geheimdiensten im Auftrag ihrer Regierungen weckten. Klar ist, dass diese Daten keinesfalls mehr einzig und allein dafür genutzt werden, uns nur ein tolles Nutzererlebnis mit maßgeschneiderten Werbebotschaften anzubieten.

Google und Facebook sind nicht das Internet – das gab es schon vorher

Das alles ist ganz normal. Die digitale Revolution unterscheidet sich in dem Sinne auch nicht mehr und nicht weniger von der industriellen Revolution, die ebenfalls einen immensen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft hatte und gute sowie schlechte Entwicklungen mit sich brachte. Aber gerade weil die Herausforderungen neuer Technologien so facettenreich sind, sollten wir uns von Anfang an mehr Mühe geben, Probleme zu erkennen und entsprechende Lösungen einzufordern – und nicht die Augen verschließen, um in einen grenzenlosen Optimismus zu verfallen.

Beispielsweise sollten Daten nicht über Jahrzehnte zentral gespeichert werden – und schon gar nicht dürfen Daten, die wir manchmal mehr und manchmal weniger freiwillig einem der IT-Konzerne überlassen, zum Machtinstrument von Staaten werden. Es muss auch einen ethischen Konsens darüber geben, wie und welche Daten überhaupt eingefordert werden dürfen – da wünsche ich mir vor allem einen kritischen Blick auf das Thema Metadaten, die wir nicht aktiv und mit vollem Bewusstsein herausgeben, wie beispielsweise ein Posting auf unserer Facebook-Timeline.

Und zu guter letzt: Google und Facebook sind nicht das Internet, das gab es schon vor den IT-Konzernen. Gerade, weil wir es lieben, kritisieren wir Aktionen, die es kaputt machen.

Weitere Kolumnen-Artikel aus „Aufgeweckt“ findet ihr hier.

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19 Antworten
  1. von Erdal am 28.04.2014 (11:11 Uhr)

    Dein Beitrag ist lobenswert, Andreas. Und das im t3n-Team? Hier herrscht doch eher die Meinung, alles was "neu" ist, ist per se gut, weil es "neu" ist.

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  2. von Andreas Weck am 28.04.2014 (11:20 Uhr)

    Danke Erdal, ich hoffe er regt zum Nachdenken an. Es gibt immer mehrere Facetten die es zu betrachten gilt.

    Herzlichst, Andreas Weck

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  3. von Neu eintragen am 28.04.2014 (11:47 Uhr)

    Es gab ja mal die Forderung, das man seine Daten problemlos einsehen darf und natürlich auch exportieren (XML, CSV) um z.b. aus Job-Börsen die Daten woanders einzutragen. Am besten automatisiert.
    Gleiches für Konfigurations-Dateien. Wenn man Apps nicht ständig nutzt und aus Platzmangel löscht muss man alles neu eintragen (iOS). Ob Android besser ist, weiss ich nicht.

    Wer verdient an deutschen Startups das meiste ? Juristen ? BWLer ? Programmierer ? Ideen-Inhaber ? Kunden die Ideen melden ?

    Trivialpatente und schlecht abschätzbare Rechtskosten sind vielleicht eher ein Innovations-Feind. Das von Netflix heute berichtete P2P ist beispielsweise eine viel ältere Idee die schon ewig für Distro-Distribution oder Apple- oder Microsoft-Updates oder Appstores oder in der Eisenbahn von E-Magazines zwischen Handies usw. genutzt werden könnte um den Traffic und die Kosten klein zu halten.
    Gute Ideen machen Mitverdiener und Zwischenhändler überflüssiger. Damit macht man sich oft wenig Freunde.

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  4. von karstenhe am 28.04.2014 (12:27 Uhr)

    Volle Zustimmung meinerseits. Es gibt viele Totschlagargumente, die darauf setzen, dass es einen Mainstream-Kompromiss und eine Meinung für alle geben muss, die auch in Zukunft Bestand haben werden. Dass diese Kompromisse und Meinungen auch radikal falsch liegen können, beweist gerade die IT Branche ca. alle 15 Jahre. Die Masse der Nutzer ist lange Zeit sehr tolerant und leidensfähig, wechselt aber beim Auftauchen von brauchbaren Alternativen entschlossen und mehrheitlich zum Besseren (Altavista-> Google, XML -> JSON, SOAP -> REST, IE -> FF, Chrome). Gerade deshalb schockiert mich der fast religiöse Eifer, mit dem manchmal an etablierten Tech-Mantren festhalten wird. Als ob die ganze Existenz mancher davon abhinge.

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  5. von Klaus am 28.04.2014 (13:43 Uhr)

    Wer gegen Google und Facebook ist, hat das Internet der Dinge verstanden und macht sich Gedanken um seine persönliche Daten. Diese Headline kann ja nur
    von einem Gesichtsbuchfreund stammen....
    Bezieht euch nicht auf andere, wann lernt ihr das endlich mal!

    PS: Man kann das Internet auch ohne Google und Gesichtsbuch nutzen, stellt euch das mal vor!

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  6. von JMK am 28.04.2014 (13:57 Uhr)

    Gesichtsbuch. Typen die zu doof zum schreiben sind haben den Artikel nicht verstanden.

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  7. von thomas.hartwig am 28.04.2014 (14:22 Uhr)

    Für mich ist Facebook & Co. persönliche PR, d.h. hier veröffentliche ich Inhalte und Meinungen, welche ich auch sonst öffentlich kund tun würde. Kein Unternehmen würde auf die Idee kommen auf seine Website sämtliche internen Querelen zu veröffentlichen. Also schreibe ich auf meine Facebook-Seite auch nur Informationen, welche ich meinen Freunden mitteilen möchte und welche sie wissen sollen.

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  8. von linnemeister am 28.04.2014 (14:25 Uhr)

    Warum muss man jemanden gleich als "zu doof zum schreiben" bezeichnen, nur weil er das Wort Facebook als "Gesichtsbuch" übersetzt? Ich würd eher sagen, der liebe Klaus hat vorbildlich im Englischunterricht aufgepasst ;)

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  9. von JMK am 28.04.2014 (18:34 Uhr)

    Weil ich recht habe. Selbiges gilt für M$ odr ähnliche Verunstaltungen. Jeder blamiert sich so gut er kann.

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  10. von Aktive Arbeitslose am 29.04.2014 (09:20 Uhr)

    Apropos "Fortschritt": Das zur Hebung der Gewinne der Konzerne die Lebensdauer von Produkten zum Teil künstlich gesenkt wird ("geplante Obsoleszenz") bzw. die Qualität schlechter wird, die Sachen nicht mehr repariert werden können und oft auch nicht miteinander kompatibel sind kann nur ein unverbesserlicher Optimist als "Fortschritt" bezeichnen. Küsntlich geschaffene Abhängigkeiten und Stress sind eindeutig kein Fortschritt ...

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  11. von Oliver am 29.04.2014 (09:35 Uhr)

    "Fortschritt" und "Wachstum" sind die vielleicht größten Fehlinterpretationen des 21. Jahrhunderts. M. E. sogar ganz bestimmt.

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  12. von rainwebs am 29.04.2014 (09:49 Uhr)

    Wir sollten bei all der Diskussion nicht vergessen, dass das Internet rechtlich als öffentlicher Raum eingestuft wird. Wenn ich in diesem Raum private Dinge kundtue und jemand anderes das mitbekommt, kann ich nicht erwarten, dass ein Staatsbediensteter danebensteht, um die Auswertung der Information zu verhindern. Ich habe sie nämlich freiwillig gegeben. Erst wenn der andere versucht, in meine Privatsphäre einzudringen, kann ich ihn belangen. Insofern sollten wir bei der Diskussion zwischen dem Missbrauch von Daten durch Geheimdienste unterscheiden und dem, was wir bei der kostenlosen Nutzung von Google, etc freiwillig in den öffentlichen Raum "hinausrufen".

    Auch im Internet sollte das Prinzip "Freiheit vor Sicherheit" gelten, wenn wir unsere Demokratie behalten wollen. Wir können gerne darum kämpfen, dass bestehende Gesetze zum Schutz der Privatsphäre endlich eingehalten werden (wo genau passiert das gerade nicht?). Aber der Ruf nach mehr Kontrolle durch mehr Gesetze wirkt absurd, angesichts der Tatsache, dass Google, etc einen wesentlichen Beitrag zur Demokratisierung in Diktaturen geleistet haben.

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  13. von Dietmar Klotz am 29.04.2014 (10:06 Uhr)

    Das ganze kommt wohl sehr stark darauf an, welche Medien man verfolgt. In den Medien die ich sonst lese, abseits von "Fachmedien" wird vor allem Facebook und alles was es tut als Grundsätzlich schlecht eingestuft. Aus diesem Grund finde ich diesen Artikel nicht sehr differenziert, weil er eine Welt malt die maximal ein kleines Biotop in Fachkreisen ist.

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  14. von Sina am 29.04.2014 (11:26 Uhr)

    Internet ging lange gut, aber jetzt ist halt ein Punkt erreicht, an dem gewissen Dingen ein Riegel vorgeschoben werden sollte. Natürlich gibt es so etwas wie aktive Daten, die man ins Internet 'hinausruft' wie du so schön gesagt hast. Wenn ich mich für Twitter, Facebook oder einen Blog entscheide, dann stelle ich aktiv und (hoffentlich) nach Überlegung Informationen über mich oder Dinge die ich tue ins Internet. Diese können gesehen werden.
    Wenn es aber darum geht, welche Sachen ich im Netz einkaufe, wonach ich suche, auf welchen Seiten ich surfe oder wie zum Beispiel die Profildaten aussehen, die man gemeinhin nicht als jedermann sehen kann? Da möchte ich persönlich dass die Finger davon gelassen werden. Und dass es ein Regularium gibt, wann Behörden, Staaten und Co. dies einsehen dürfen. Im Falle von Ermittlungen vermisster Personen, beispielsweise. Oder wenn begründeter Verdacht in Delikten besteht.
    Aber diese ganze Datensammlerei? Höher, schneller, weiter, mehr? Stößt mir ein wenig säuerlich auf. Auswertungen bei Google z.b. um die Suche zielgerichteter zu machen sind das eine. Diese Auswertungen herzugeben das andere.

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  15. von kritiker am 29.04.2014 (12:23 Uhr)

    Google und Facebook haben das Internet nicht erfunden, sie haben es nur gut verstanden darin Geschäfte zu machen. Google und Facebook waren auch nicht die ersten die derartige Dienste angeboten haben. Viele gute Suchmaschienen gab es bereits vor Google. Natürlich sind die Dienste von Google inzwischen sehr vielfältig geworden.
    Der Beste Weg aus der beschriebenen Miesere ist die Benutzer auf sinnvolle alternativen Aufmerksam zu machen, wie z.B. DuckDuckGo.com, die anonyme Suchmaschine. Es gibt genügend sinnvolle Alternativen, es geht darum diese in der breiten Masse zu etablieren. Wobei es auch darum geht dass diese Lösungen Benutzerfreundlich und Intuitiv zu bedienen sind.
    Viele Benutzer sind bereit umzusteigen, es bedarf nur der notwendigen und vertrauenswürdigen Geschäftsmodelle, von denen es auch genügend gibt.
    Viele Unternehmen setzen sich wegen Ihrem Marketing und Ihrer Finanzkraft durch und nicht weil sie das Beste für den Kunden bringen.
    So wie viele andere Konzerne gerade in der IT-Branche, werden auch Google und Facebook wieder an Einfluss verlieren und an deren Stelle hoffentlich Unternehmen treten, die Nachhaltig umgehen. Es liegt an jedem einzelnen welche Dienste er nutzt und wie er sie einsetzt.
    Der Breiten Masse wird bewußt das diese Gratis Dienste nicht wirklich Gratis sind und dass sie einen sehr hohen Preis für deren Benutzung bezahlt, das gibt Hoffnung für einen Nachhaltigen Wandel!

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  16. von Sapap am 29.04.2014 (14:12 Uhr)

    "Der beispielsweise bei dem Gedanken an eine Zukunft ohne Privatsphäre des Menschen im Internet – und zunehmend auch im analogen Leben – in Sorge verfällt. " Zunehmend im analogen Leben? Informieren Sie sich mal, seit wann unsere Behörden und Versicherungen schon fleißig Daten über uns speichern und sammeln. Und diese Daten geben wir nicht freiwillig heraus.
    Und über 3000 Verkehrstote in Deutschland jedes Jahr sprechen eine deutlichere Sprache als die relativ geringe CO2 Belastung durch den Straßenverkehr.

    Die Diskussion über die Penetration bestimmter Internetdienste hat auf der einen Seite den Datenhunger der Firmen aber auch den der Geheimdienste als Auslöser, in Verbindung mit unzureichender Verschlüsselung. Auf der anderen Seite entspringt die radikale Ablehnung gegenüber solchen Diensten vielleicht auch dem Umstand, dass die erste Generation der Digital Natives schon längst selber Kinder hat, und Kinder fressen bekanntlich ihre Eltern. Soll heißen, viele Menschen, auch IT-affine, sind mittlerweile einfach überfordert. Früher war eben auch im Internet alles besser.

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  17. von Neu eintragen am 29.04.2014 (14:57 Uhr)

    "Viele Unternehmen setzen sich wegen Ihrem Marketing und Ihrer Finanzkraft durch und nicht weil sie das Beste für den Kunden bringen."
    Wenn man nicht "betuppt" kann man Aufpreise verlangen. Das rechnet sich nicht immer aber oft doch. Die Leute sind bereit bei Apple oder Amazon zu kaufen weil man dort am wenigsten mit bösen Überraschungen rechnen muss.
    Mein nächstes Android wird vielleicht Oppo weil Version-Locking nur Ärger macht. Wenn Du ein Motorrad oder Fahrrad (ab 999 Euro) hast, merkst Du vielleicht was gut und schlecht ist und das Werbung und Billig nicht alles ist. Aber auch Discounter-Aktionswaren sind oft ihren Preis gut wert und man braucht nicht mehr. Die Ersparnisse refinanzieren die Verluste für Fehlkäufe. Leider gibts keine Märkte die gut flutschen. In Ländern ohne Trivialpatente und hohe Rechtskosten wäre sowas längst von zu Hause aus programmiert.

    ...Hoffnung für Wandel...: Als rot-grün unter Kanzler Schröder an die Macht kam, dachten viele auch, es würde besser werden: Hartz4, Neuer Markt, Preisbindung für EBooks/E-Zeitschriften/E-Zeitungen, keine freien WiFi-Netze, Gebiete ohne Breitband, ÖR-TV in 720 statt 1080 und ich glaube auch die UMTS-Versteigerung und damit auch die allseits beliebten Daten-Tarif-Konditionen und früher mal Ausbau-Lücken... Wer hat die Roaming-Freiheit beschlossen ? Die Bundesregierung oder die EU-Komission ?
    Als Timoschenko(?) in Ukraine an die Macht kam, dachten viele auch, es würde besser werden.
    Als Mursi(?) in Ägypten an die Macht kam, dachten viele auch, es würde besser werden.
    Als Obama in USA an die Macht kam dachten viele auch es würde ihnen besser gehen.
    ...
    Mir fällt nur eine verbessernde Machtübernahme ein, ohne die das Volk heute vermutlich am verhungern und quasi versklavt bzw. quasi Kolonie wäre. Dazu kommen dann vielleicht noch Ent-Kolonialisierungen aber erfolgreich waren die auch nicht immer.

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  18. von irgendeinem Spinner am 30.04.2014 (09:11 Uhr)

    @JMK

    Danke für die Veranschaulichung von Totschlagargumenten.

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  19. von Jochen G. Fuchs am 30.04.2014 (10:21 Uhr)

    @Klaus
    Deinen Kommentar verstehe ich nicht. Die Headline ist, wie im Vergleich zum Artikel zu erkennen ist, ironisch formuliert.

    Mit verwirrten Grüßen aus der Redaktion,
    Jochen

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