Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

Aufregung um neue AGB: Spotify erlaubt sich Zugriff auf Fotos und Adressbuch

    Aufregung um neue AGB: Spotify erlaubt sich Zugriff auf Fotos und Adressbuch
Der Musikdienst Spotify zeigt sich ab heute im neuen Look: Neben dem düsteren, aber klareren Design gibt es auch neue Funktionen. (Foto: Spotify)

Die Musik-App hat seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert und will ab sofort mehr Informationen von seinen Usern. Diese könnte Spotify für werbliche Zwecke benutzen.

Spotify sammelt Standortinfos und lokale Daten

Sogar US-Medien bezeichnen die neue Datenschutzerklärung als „unheimlich“, denn der Streaming-Dienst Spotify verschafft sich damit umfangreichen Zugang zu Nutzerinformationen. Die größte Änderung ist dabei die Erlaubnis, auf lokale Daten zuzugreifen, hat Forbes in einer näheren Betrachtung entdeckt. Wer den neuen AGB zustimmt, bestätigt der App den Zugang auf Fotos, Kontakte und Mediendateien.

Weiters holt sich das Musikportal künftig Standorten über GPS und Bluetooth und kann auch Informationen über die Sensoren eines Smartphones sammeln. Damit will Spotify feststellen, ob und wie sich der User gerade fortbewegt. Dies könnte für die „Running“-Funktion der App nützlich sein.

Der Musikdienst Spotify zeigt sich ab heute im neuen Look: Neben dem düsteren, aber klareren Design gibt es auch neue Funktionen. (Foto: Spotify)
Jetzt wird's intim: Spotify verschafft sich Zugriff auf Fotos, Kontakte und GPS-Informationen. (Foto: Spotify)

Weitergabe an Werbepartner

Spotify geht sogar soweit, sich gegebenenfalls Informationen von Providern zu holen, um den Service zu personalisieren und die Qualität von Werbeformaten zu messen. Was bei der neuen Richtlinie vor allem für Aufregung sorgt, ist die vage Erklärung, wofür die Daten verwendet werden können. „Wir könnten Informationen mit Werbepartnern teilen, um verkaufsfördernde Inhalte zu senden“, schreibt Spotify. Die Informationen sollen jedenfalls nicht identifizierbar geteilt werden. Bei der Datenschutzerklärung macht das Unternehmen keinen Unterschied zwischen zahlenden Nutzern und Nutzern des werbefinanzierten, kostenlosen Angebots.

Spotify hat auf die kritische Analyse der neuen AGB reagiert und betont, dass die Privatsphäre und Sicherheit der User höchste Priorität hat. Die Änderungen sollen bessere Personalisierungen für künftige Produkte ermöglichen.

Update von 10:00 Uhr: Eine Spotify-Sprecherin erklärt gegenüber t3n, „dass die Werbepartner nur anonymisierte Nutzungsdaten von Spotify Free Nutzern, nicht von Spotify Premium Nutzern erhalten. Alle Werbepartner, mit denen Spotify zusammenarbeitet, haben einen Vertrag unterschrieben, der die Nutzung der Spotify-Daten reguliert“.

via www.forbes.com

Finde einen Job, den du liebst zum Thema iOS, Android

8 Reaktionen
Peter
Peter

Wenn man einer Playlist ein persönliches Cover verpassen will, braucht die App halt Zugriff auf die Foto-Funktion...

Antworten
Thomas
Thomas

Geht mir ähnlich wie meinem Namensvetter hier *g*

Ich habe Spotify schon vor Start von Apple Music gekündigt, und nutze Apple Music seit Beginn.

Anfangs gabs leider Probleme mit iTunes Match und Apple Music am iPhone (Hinzufügen von Apple Music Songs zu eigener Musik war am iPhone nicht möglich), das ist aber nun gelöst und es läuft gut.

Generell finde ich es ist "natürlicher" wenn wie bei Apple Music die ganze vorhandene Musik mit Streaming verknüpft ist und alles zum Ökosystem passt.

Spotify war für mich immer ein "Fremdkörper", ein besseres Internet Radio, wo man eben Playlists streamt - aber ich wäre nicht auf die Idee gekommen selbst Musik in Spotify zu organisieren, eigene Musik dazu zu laden etc.

Apple Music ist noch nicht perfekt (Start Verzögerung beim Abspielen müsste wirklich durch Caching gelöst werden, Musik sollte nicht einfach stoppen wenn eine der - leider recht kurzen - Playlists zuende ist, sondern es sollte passende Musik weiterlaufen...), aber ich denke das wird noch mit den nächsten Updates.

Antworten
Thomas
Thomas

Damit hat sich für mich zumindest die Wahl zwischen Spotify und Apple Music erledigt.
Apple hat diese Daten von mir ohnehin, bietet mir aber zusätzlich ein ganzes Ökosystem drum herum. Da bin ich eher zu einem Kompromiss bereit als bei Spotify. Ich habe meinen Account bei Spotify nun gekündigt und lasse ihn umgehend löschen. Dann ist in Zukunft Apple Music angesagt.

Meiner Meinung nach ist es auch ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für Spotify. Die hätten lieber warten sollen bis sich das ganze Thema Streaming-Music etwas beruhigt. So treiben die doch selbst Ihre Nutzer zu Apple... siehe mich... Ich war bei Spotify eigentlich immer zufrieden. Aber das? Nein Danke!

Antworten
Lars Rust
Lars Rust

"Abgesehen von den hierin gesondert eingeräumten Rechten behalten Sie alle Rechte, einschließlich der Rechte an geistigem Eigentum, an nutzergenerierten Inhalten. Sie stimmen außerdem zu, jegliche Rechte in Bezug auf (i) Ihr Recht auf Anerkennung der Urheberschaft an jeglichem nutzergenerierten Inhalt, einschließlich Feedback, (ii) das Recht, die gewährten Rechte an solchem nutzergenerierten Inhalt wegen geänderter Überzeugung zu entziehen und (iii) das Recht einer herabwürdigenden Behandlungen des nutzergenerierten Inhalts zu widersprechen, nicht geltend zu machen."

Auf gut deutsch: Ich bleibe Urheber meiner Inhalte, stimme aber zu, im Falle einer missachtung seitens Spotify oder Dritte keine meiner rechte geltend zu machen?

Alter Vadder, das ist mal nen Brett.

Antworten
Lars Rust
Lars Rust

Achso, seh es grad "nutzergenerierte Inhalte"... *wer lesen kann ist klar im Vorteil*

Antworten
Thorsten
Thorsten

Finde ich eine Unverschämtheit. Wieso sollte ich Spotify Zugriff auf meine privaten Fotos und auf meine Kontakte geben? Und dann bezahle ich noch dafür, dass Spotify Zugriff auf meine privaten Kontakte hat? Nein Danke.

Entweder werde ich eine Möglichkeit suchen, der App diese Rechte zu verweigern (per App oder Cyanogenmod) oder ich schaue mich nach einem anderen Anbieter um, der nicht so neugierig ist.

Antworten
Robert
Robert

Technisch völlig falsch, jeder Zugriff - egal ob auf Fotos, Kontakte etc - muss bei iOS einzeln authorisiert werden.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen