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Software & Infrastruktur

Ist bald Schluss mit Gmail? Google bereitet User auf Inbox vor

    Ist bald Schluss mit Gmail? Google bereitet User auf Inbox vor

Google Inbox. (Bild: Google)

Google ist bekanntlich gut darin, immer wieder Dienste einzustellen, die eigentlich gut laufen – der Google Reader kann als eines der besten Beispiele herangezogen werden. Als nächstes könnte sogar Gmail dran glauben, um dem relativ neuen Mail-Service Inbox die Bühne zu ebnen. Es gibt mehrere Hinweise, die darauf hindeuten.

Gmail vor dem Aus? Vielleicht, aber ganz behutsam

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Gmail besitzt eine große Nutzerbasis. (Bild: Google)

Gmail ist mit über 900 Millionen Usern (Stand: Mai 2015) zweifelsohne einer der beliebtesten Dienste von Google. Seit Oktober 2014 hat Google aber ein zweites „Postpferd“ im Stall, das nach etlichen Updates allmählich erwachsen wird: Inbox.

Inbox wird bei Google als nächste Evolutionsstufe der Kommunikation betrachtet – unter anderem, weil in der Anwendung auch eine Aufgabenverwaltung integriert ist, die laut Google „mitdenkt“. Dass Google über kurz oder lang keine zwei Mail-Dienste betreiben will, liegt auf der Hand, denn das kostet zum einen doppelten Entwicklungs-Aufwand und zum anderen auch Geld. Dass Gmail bei den nächsten „Aufräumarbeiten“ den Kürzeren ziehen könnte, würde also nicht verwundern. Google selbst sagt, dass man viele Jahre in die Entwicklung von Inbox gesteckt habe, sodass davon auszugehen ist, dass der neue Mail-Service irgendwann den alten ablösen dürfte.

Wird Inbox das neue Gmail?

Erste Anzeichen für den anstehenden Wachwechsel sind schon zu finden, wobei unklar ist, wann genau mit einem Aus von Gmail zu rechnen ist. Seit einigen Tagen poppt bei Inbox-Nutzern ein Hinweisfenster auf, in dem angeboten wird, Inbox zum Standard-Mail-Service zu machen und beim Aufrufen von Gmail.com auf den Inbox-Eingang weiterzuleiten. Das Ganze ist ein erster sanfter Versuch, Nutzer, die schon Inbox nutzen, komplett von Gmail wegzuführen. Klassische Gmail-User, die noch nie mit Inbox in Berührung gekommen sind, werden noch nicht mit einem Wechsel „belästigt“.

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Gmail.com führt bei manchen optional direkt zu Inbox. (Screenshot: Chris Messina)

Ein weiteres Indiz, dass sich bei Google das Mail-Service-Karussell dreht, ist das Angebot für Inbox-User, den Protokoll-Handler für Mails im Chrome-Browser von mail.google.com auf inbox.google.com zu wechseln, sodass sich beim Klick auf eine Mail-Adresse auf einer Webseite nicht Gmail, sondern Inbox öffnet. Auch manuell lässt sich das unter den Chrome-Einstellungen chrome://settings/handlers anpassen.

(Screenshot: t3n)
Beim Klicken einer Email-Adresse öffnet sich bei manchen Inbox statt Gmail. (Screenshot: t3n)

Inbox ersetzt Gmail womöglich in kleinen Schritten

Die Hinweise auf einen Wachwechsel sind vorhanden, aber Google geht offenbar ungewöhnlich behutsam vor. Zuerst werden Nutzer, die ohnehin schon Inbox in Benutzung haben, vollständig auf den neuen Service gepolt, wann die klassischen Gmail-User zum Umsatteln bewegt werden, ist noch unklar.

Wir können aber davon ausgehen, dass man die vielen hundert Millionen Nutzer nicht einfach ins kalte Wasser werfen will, da zwischen Gmail und Inbox in puncto Design, aber auch in der Benutzung Welten liegen. Aber Google ist bekanntlich immer für eine Überraschung gut.

via 9to5google.com

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12 Reaktionen
Sam
Sam

Das wird so revolutionär wie Wave :-) Das hat ja auch wie eine Bombe eingeschlagen und ersetzte … hmmm

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Michael

Die ganzen Vorkehrungen sind dazu da, die Nutzer von Gmail nach inbox zu migrieren. Ob und wann Gmail eingestellt werden wird hängt allein von gmails erwarteter nutzerzahl in den nächsten 3 jahren ab. Gmail ist ein Produkt das die Herde im Google-Ökostall eingesperrt hält.

Daher würde ich sagen, dass Gmail discontinuation für 2020-2022 geplant ist.

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Holger

Mannmannmann @t3n... da spekuliert Ihr aber mal wieder arg ins Blaue und betreibt durchsichtig Clickbaiting. Für Google Apps for Work gibt es eine SLA, die Inbox noch nicht einschließt - dafür aber Gmail. Heißt: das klassische Mail-Tool bleibt definitiv erhalten.

Bei all den konservativen Usern/Unternehmen könnte man auch bei einem Umstieg von Notes/Outlook nicht auf das gewohnte lineare Handling von Mails verzichten. Wäre zu innovativ.

Bevor Ihr also mal wieder ein Tool von Google wie Google+ als "tot" erklärt schaut noch mal was die Jungs da im Business-Umfeld anbieten und was von mehr und mehr Unternehmen eingesetzt wird. Dann beantworten sich manche Fragen im nu und Ihr braucht keine Glaskugel-Artikel schreiben. Oder meldet Euch kurz bei uns. :-*

Grüße

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Sarah
Sarah

+1 ... Dein Kommentar hat mehr Substanz als der Artikel.

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Julian Dehn

Inbox ist echt nicht schlecht, aber es fehlen einfach noch grundlegende Funktionen aus Gmail. Beispielsweise die Verwaltung externer E-Mailkonten und eine funktionierende Signatur, pro E-Mailadresse..

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Maik Gratzke
Maik Gratzke

Ich finde Inbox seit dem ersten Tag überragend. Das ist das wie ich mir immer E-Mail vorgestellt habe.

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Ausbrecher
Ausbrecher

Eigentlich ist Inbox ein klasse Service. Aber: Das Problem bei Inbox ist, dass elementare Dinge fehlen, z.B. werden benutzte Mail-Adressen beim AutoFill verwendet, Kontakte können nur über Gmail erstellt werden (sic) und Inbox zwingt mich, grunsätzlich zu entscheiden, ob ich schnell Mails wegschmeißen oder archivieren möchte. Beides ist aber gleich wichtig.

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Herbie
Herbie

Man sollte ohnehin stets mehrere Emailkonten bei mehreren Anbietern haben. Eine derart breit gestreute Kommunikationsbasis hat Vorteile.

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Thomas D.

Ist auf jeden Fall ein sehr unangenehmer Wesenszug von Google. Ich musste jetzt schon mehrfach Schließungen von Diensten über mich ergehen lassen und das nervt. Ist natürlich Googles gutes Recht, aber es führt einem doch vor Augen, dass diese ganzen "kostenlosen" Cloud-Dienste halt doch einen gewissen Kontrollverlust bedeuten. Da lobe ich mir doch meinen eigenen kleinen Webspace für ein paar Euro, wo ich mir alles selbst installieren kann, auch wenn es manchmal nicht ganz so bequem ist wie ein Google Dienst. Hat mich bisher zumindest nie im Stich gelassen. :)

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Hugo Alt
Hugo Alt

Inbox ist Playmobil-Style. Furchtbar.

GMail ist bei mir wunderbar konfiguriert. Filter, Label und Multiple-Inboxes erlauben es, dass nur die wichtigen Mails aufpoppen. Alles andere verschwindet irgendwo :-) Sehr angenehm auf dem Smartphone, wenn nicht wegen jedem Newsletter, jeder Versandbenachrichtigung eine Info aufpoppt.

Von Inbox fühle ich mich bevormundet...

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monika.ts
monika.ts

unterschreibe ich. Ich habe Inbox ausprobiert. Es ist nervend, schreibt mir vor, was für mich wichtig zu sein hat. Ich mag bei GMail bleiben, bevor ich zu Inbox wechsel, wechsel ich das System komplett.

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Peter Gaberts
Peter Gaberts

Google äußert sich wie folgt in einer E-Mail an mich:

Wird Inbox Gmail ersetzen?
Keine Sorge, Gmail bleibt Ihnen erhalten. Inbox ist ein neues Produkt, das parallel zu Gmail entwickelt wird.

Ob sie dazu stehen bleibt abzuwarten. Ich hoffe Gmail bleibt erhalten. Da ich von der Automatik der Inbox nicht überzeugt bin.

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