Nutzerzahl von Social-Reader-Apps halbiert sich
Der Analysedienst AppData illustriert das ganze Ausmaß des Desasters, insbesondere bei der Vorzeige-App der Washington Post. Innerhalb der letzten 30 Tage ging die Zahl der Facebook-Nutzer, die die Anwendung mindestens einmal innerhalb eines Monats genutzt hat (MAU), von 17,4 Millionen auf 8,2 Millionen zurück. Allein in den letzten 48 Stunden verlor die App eine Million Nutzer.
Auch die Guardian-App büßte fast die Hälfte seiner Nutzerschaft ein: Waren es Mitte April noch 5,9 Millionen MAU, weist AppData für den heutigen 08. Mai nur noch 3,2 Millionen durchschnittliche monatliche Nutzer aus. Noch dramatischer war der Rückgang der durchschnittlichen täglichen Nutzer (DAU), diese Zahl verringerte sich innerhalb von nur drei Wochen von 580.000 auf 80.000.
Automatisches Teilen wird offenbar nicht angenommen
Bei Social-Reader-Apps werden Artikel der Nachrichtenseiten direkt bei Facebook angezeigt und automatisch über die Aktivitätenanzeige (kleiner Newsticker oben rechts) mit den Freunden geteilt, auch ohne „händische" Weiterempfehlung wie einen Klick auf den Like-Button – Facebook nennt das „Frictionless Sharing". Klicken Freunde die Aktivität an und wollen auf den Artikel zugreifen, werden sie zunächst zur Installation der App aufgefordert. Durch dieses Schneeballprinzip haben Social-Reader-Apps innerhalb kurzer Zeit Millionen Nutzer gewinnen können, die allerdings zu einem großen Teil offenbar nicht gebunden werden konnten. Hierzulande veröffentlichte der Stern im März die erste Social-Reading-App eines deutschen Medienhauses
Techblogger Robert Scoble kommentierte den Niedergang der Social-Reader-Apps aus seiner Nutzersicht: Es gebe bei Washington Post & Co. einfach nicht viele Meldungen, die er mit seiner 241.000 Facebook-Abonnenten starken Leserschaft teilen wolle. Er wünscht sich die Option, auch in Social-Reader-Apps einzelne Artikel statt pauschal alles sharen zu können. Einen anderen Grund für den Einbruch der Nutzerzahlen von Social-Reader-Apps vermutet Buzzfeed darin, dass Facebook zumindest in den USA gerade mit einer anderen Darstellung von Nachrichten im Newsfeed experimentiert. Gleichartige Meldungen verschiedener Apps werden dabei nicht mehr einzeln, sondern aggregiert angezeigt.










von Social Reader Facebook wird zum Flaschen… 08.05.2012 (21:59Uhr) 1.
[...] vor.Netzwelt-Ticker Das große PatchenSpiegel OnlineEnde des Hypes: Social Reader im SinkflugMeediaAusgelesen: Social-Reader-Apps bei Facebook stürzen abt3n MagaziniBusiness (Abonnement)Alle 5 [...]
von Fer To via facebook 08.05.2012 (22:17Uhr) 2.
Fand diese "Social-Reader" von Anfang an überflüssig und nicht nutzbar....
von Erik 08.05.2012 (22:55Uhr) 3.
Fratzbuch ist halt eher zum anbaggern als zum Lesen von Nachrichten. Außerdem ist das Schneeballprinzip irgendwie ungemütlich.
von Karsten Wusthoff via facebook 09.05.2012 (12:35Uhr) 4.
Da hatte The Oatmeal doch letztens noch was Passendes:
http://theoatmeal.com/pl/state_web_spring/yahoo
von Social Media Wochenrückblick #55 | Soci… 12.05.2012 (22:56Uhr) 5.
[...] Social-Reader-Apps, wie die der Washington Post, verlieren Leser. [...]
von We are the future… of marketing an… 23.05.2012 (16:30Uhr) 6.
[...] da. Individueller Content auf Basis von social networks wäre zumindest schon möglich, wie einige wenige Beispiele (Social Reader für Facebook et. al. [...]
von Facebook will Nutzerdaten länger behalt… 24.05.2012 (18:53Uhr) 7.
[...] Ausgelesen: Social-Reader-Apps bei Facebook stürzen ab Social-Reader-Apps galten in den letzten Monaten als nächstes großes Ding im Nachrichtengeschäft, die Facebook-Anwendungen gewannen in kürzester Zeit Millionen Nutzer – vor allem dank „Frictionless Sharing". Doch seit einigen Wochen gehen die … Read more on t3n Magazin [...]
von Facebook-Marketing: Warum es ohne Engage… 16.10.2012 (09:07Uhr) 8.
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