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Digitale Wirtschaft

Ausmusiziert: Apple begräbt Ping

    Ausmusiziert: Apple begräbt Ping

Apple hat genug von Ping, das erfolglose Musik-Netzwerk wird mit dem 30. September 2012 dichtgemacht. Schon seit dem gestrigen Donnerstag können sich neue User nicht mehr anmelden. Das Social Network für Musikfans hatte es in den zwei Jahren seines Bestehens nicht geschafft, eine kritische Masse an Usern anzuziehen. Ein Grund für das Scheitern könnte die fehlende Facebook-Integration gewesen sein.

Ping: Apples Musik-Netzwerk gescheitert

Dabei war Ping im Herbst 2010 durchaus erfolgreich ins Social-Network-Rennen gestartet. Das Ping-Konzept: Musikfans sollten sich mit ihren Freunden über Musik austauschen und Künstlern „folgen“ können. Nach zwei Tagen verzeichnete Ping bereits eine Million User. Apple konnte aus einem Pool von 150 Millionen iTunes-Usern schöpfen und war eigentlich „zu groß, um zu scheitern“, wie Wired.com im Rückblick analysiert. Der Motor kam allerdings schnell ins Stottern. Im November 2010 hatte Apple noch eine Kooperation mit Twitter verkündet, eine Vereinbarung mit Facebook scheiterte allerdings. Ping dümpelte von da an vor sich hin.

Screenshot: Apple-Ankündigung für Ping-Aus (Quelle: 9to5mac)

Bereits im Mai dieses Jahres auf der All-Things-Digital-Konferenz hatte Apple-Chef Tim Cook mehr als angedeutet, dass das Aus für Ping bevorstehen könnte. Die User hätten entschieden, keine große Energie in das Netzwerk zu investieren, so Cook. Er wolle über das Aus für Ping nachdenken. Bei Apples Medienevent am Mittwoch war neben der Vorstellung von iPhone 5 und neuen iPods auch ein generalüberholtes iTunes vorgestellt worden. Von Ping war da schon nichts mehr zu sehen. Kurze Zeit später hieß es auf der Ping-Seite: „Ping wird ab 30. September nicht mehr erreichbar sein“.

Apple könnte nun seine Energie in den angeblich geplanten Spotify-ähnlichen Musik-Streaming-Service stecken. Beim Apple-Event war von dem möglicherweise bevorstehenden Internet-Radio-Dienst zwar keine Rede. Allerdings soll sich Apple noch in Verhandlungen um Lizenzierungsfragen befinden. Weil der Konzern nicht auf vorgegebene Lizenzierungsmodelle setzen, sondern mit den Labels direkt verhandeln will, werden ohnehin noch einige Monate ins Land gehen, bis der Musik-Streaming-Service von Apple starten könnte.

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1 Reaktionen
Vincent
Vincent

War von Anfang an zum scheitern verurteilt

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