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Vom Aussterben bedroht: 10 Berufe, die es bald nicht mehr geben könnte

Vom Aussterben bedroht: 10 Berufe, die es bald nicht mehr geben könnte

Das Analyse-Unternehmen CareerCast hat in einer aktuellen zehn Berufe identifiziert, die zukünftig mit Einstellungsrückgängen rechnen. Darunter: Postboten, Druckerei-Mitarbeiter und Holzfäller.

Vom Aussterben bedroht: 10 Berufe, die es bald nicht mehr geben könnte

Aussterbende Berufe. (Bild: Flickr-IMLS DCC / CC-BY-2.0)

Um Platz für Neues zu schaffen, müssen alte Dinge manchmal weichen – das gilt seit der Industrialisierung und der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt vor allem auch für viele Berufe. Das Analyse-Unternehmen CareerCast ist der Frage nachgegangen, welche Berufe in ihrer Existenz bereits heute stark gefährdet sind. Dabei haben sich die Analysten auf Daten von dem „U.S. Bureau of Labor Statistics“, eine Art Statistisches Bundesamt für das US-amerikanische Arbeitsministerium, bezogen und relevante Informationen ausgewertet. Zugrunde gelegt wurden beispielsweise Kriterien wie die Entwicklung des Durchschnittsgehalts oder der Ausblick auf Neueinstellungen in den kommenden Jahren.

Postboten, Druckerei-Mitarbeiter und Holzfäller – Aussterbende Berufe?

Verlierer-Berufe der Digitalisierung: Postboten, Druckerei-Mitarbeiter und Holzfäller. (Bild: Flickr-IMLS DCC / CC-BY-2.0)
Verlierer-Berufe der Digitalisierung: Postboten, Druckerei-Mitarbeiter und Holzfäller. (Bild: Flickr-IMLS DCC / CC-BY-2.0)

„Die Nachfrage nach Papier-Produkten wird in den kommenden Jahren einbrechen.“

Laut den Analysten sind vor allem Arbeitsplätze, die mit Papier zu tun haben gefährdet – wie beispielsweise die der Postboten oder Druckerei-Mitarbeiter. Laut dem leitenden CareerCast-Analysten Tony Lee wird die Nachfrage nach Papier-Produkten in den kommenden Jahren einbrechen, wofür es nachvollziehbare Gründe gibt. Menschen lesen beispielsweise ihre Nachrichten vermehrt auf Smartphones oder Tablets. Der Handel wird weniger Kataloge produzieren, da Kunden über Online-Plattformen einkaufen. Zudem werden Menschen zukünftig kaum noch Briefe schreiben, da sie auf Messenger-Apps und Soziale Netzwerke zurückgreifen. Interessant ist auch die Prognose, dass die Anzahl der Berufe in Zulieferindustrien wie der Forstwirtschaft negativ beeinflusst wird – beflügelt wird der Trend auch dadurch, dass bereits jetzt schon viele Holzfäller durch wesentlich effektiver arbeitende Maschinen ersetzt werden.

Bedingt durch den technischen Fortschritt sind allgemein viele Service-Arbeitsplätze in Gefahr – wie unter anderem der des Reisevermittlers. Kunden können heutzutage problemlos ihre eigene Reiseplanung mit Hilfe von Plattformen wie Airbnb oder Kayak zusammenstellen. Die Disruption des Arbeitsmarktes wird aber keineswegs nur Verlierer generieren, wie zudem in der Studie festgestellt wurde. Berufe wie der des Mathematikers oder des Ingenieurs sind enorm wichtig und verzeichnen seit Jahren einen deutlichen Einstellungs-Anstieg. Außerdem werden mit der Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft viele neue Berufe entstehen, auch und vor allem im Bereich Marketing und Software-Engineering.

1. Briefträger

Dem Briefträger werden keine rosigen Zeiten vorausgesagt. Immer mehr Menschen verschicken Urlaubsgrüße per WhatsApp anstatt auf Postkarten zurückzugreifen. CareerCast rechnet mit einem Einstellungsrückgang von 28 Prozent bis 2022.

2. Landwirt

Landwirte werden mehr und mehr durch Maschinen ersetzt. Das wirkt sich vor allem auf Anzahl künftiger Neueinstellungen aus. CarrerCast geht von einem Rückgang von 19 Prozent aus.

3. Zählerableser

Zählerstände werden in den nächsten Jahren vorwiegend maschinell und vollautomatisch an die Gas-, Wasser- und Stromanbieter übermittelt. Für die Berufsgruppe der Zählerableser wird insofern ebenfalls ein Einstellungsrückgang von 19 Prozent erwartet.

4. Zeitungsreporter

Gedruckte Medien hatten schon bessere Tage. Geringere Werbeeinnahmen und schwindende Auflagen dürften Verlagen und somit nicht zuletzt Zeitungsreportern, die sich ausschließlich auf Print-Produkte konzentrieren Probleme bereiten. 13 Prozent weniger Einstellungen prognostiziert CareerCast bis 2022.

5. Reisebüro-Mitarbeiter

Internetplattformen wie Airbnb, Kayak oder Opodo ermöglichen es Nutzern ihre eigene Reiseplanung aufzustellen und werden somit zu ihrem eigenen Reiseberater. Die Branche muss sich ebenfalls neu erfinden. Die US-amerikanischen Analysten gehen von einem Einstellungsrückgang von zwölf Prozent in den nächsten aus.

6. Holzfäller

Vor allem der stärkere Einsatz von Maschinen und der geringere Bedarf an Papier-Produkten wird in der Forstwirtschaft zu weniger Einstelllungen führen. Für den Beruf des Holzfällers wird ein Einstellungsrückgang von neun Prozent erwartet.

7. Flugbegleiter

Dass weniger Flugbegleiter eingestellt werden hat kaum etwas mit der Digitalisierung der Flugbranche zu tun, als mit der Tatsache, dass weniger geflogen wird und die Preiskämpfe zwischen den Luftfahrtunternehmen härter werden. Zudem werden einige Fusionen bis 2022 erwartet, die in der Regel für Entlassungen sorgen. Ein Einstellungsrückgang von sieben Prozent wird erwartet.

8. Maschinenführer

Die Automatisierung in Fabriken wird weiter voranschreiten. Auch die Maschinenführer müssen mit einem Einstellungsrückgang von fünf Prozent rechnen, da ihre Tätigkeiten hinfällig werden.

9. Druckerei-Mitarbeiter

Online-Medien statt Zeitungen, eBooks statt Bücher, LED-Tafeln statt gedruckte Werbeplakate – traditionelle Druckereien werden einen guten Teil ihres Geschäftsfeldes abgeben. CareerCast prophezeit einen Rückgang der Neueinstellungen von ebenfalls fünf Prozent.

10. Steuerprüfer

Die Arbeit der Steuerprüfer dürfte künftig von Computerprogrammen durchgeführt werden. Aufgrund dessen erwarten die Analysten, dass in etwa vier Prozent weniger Finanzbeamte bis 2022 eingestellt werden.

10 wichtige Fähigkeiten, die uns die Arbeitswelt im Jahr 2020 abverlangen wird

Was wird uns die Arbeitswelt bis 2020 abverlangen? (Bild: Flickr-Jim Pennucci / CC-BY-2.0)
Was wird uns die Arbeitswelt bis 2020 abverlangen? (Bild: Flickr-Jim Pennucci / CC-BY-2.0)

Die Veränderungen in der Arbeitswelt beschäftigen viele Analysten und Forscher auf der Welt. Wir empfehlen weiterführend den t3n-Artikel: „10 wichtige Fähigkeiten, die uns die Arbeitswelt im Jahr 2020 abverlangen wird“.

via www.fastcompany.com

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8 Antworten
  1. von Peter am 18.07.2014 (08:13 Uhr)

    Ah alles klar... Ich dachte ich wäre auf T3N, bin aber wohl aus Versehen bei BuzzFeed gelandet ^^

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  2. von Olli am 18.07.2014 (08:26 Uhr)

    Echt ein schwachsinniger Artikel.
    Als würden "Briefträger" nur Briefe verteilen. Gerade in der heutigen Zeit, werden mehr Dinge über das Internet bestellt als jemals zuvor. Noch nie waren so viele Pakete unterwegs. Und wer bringt uns die? Abgesehen davon bin ich gespannt, wann mir das Finanzamt mal per WhatsApp schreibt.
    Auch geht es Druckerei Mitarbeitern nicht wesentlich schlechter. Der Verpackungsdruck ist in den letzten Jahren sogar gestiegen und wird immer wichtiger. Auch ist es für kleine Unternehemen oder Privatpersonen immer einfacher geworden, Druckprodukte über das Internet zu bestellen, was auch zu einen Anstieg führt. Lediglich der Zeitungsdruck ist gesunken. Aber das liegt sicherlich auch an der Qualität einzelner Artikel diverser Magagzine.

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  3. von Olaf Barheine am 18.07.2014 (09:48 Uhr)

    Die Montagehallen der Automobilhersteller sind ja heute auch menschenleer, wie es in den 80ern prognostiziert wurde, als VW seine Halle 54 voll mit Robotern in Betrieb nahm. Heute hat VW noch drei Mitarbeiter am Band: Karlheinz, Horst und Klaus. ;-) Ergo: Mit Prognosen ist das so eine Sache.

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  4. von Alex am 18.07.2014 (10:13 Uhr)

    Schwacher Artikel.
    Die Begründungen sind sehr oberflächlich und irgendwie versteh ich nicht ganz, was so ein Artikel auf t3n zu suchen hat.

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  5. von ben_ am 18.07.2014 (10:26 Uhr)

    Ich muss auch sagen … der Titel "10 Berufe, die es bald nicht mehr geben könnte" ist schon echt weiiiiit neben dem Inhalt des Artikels. Bitte eeeetwas sachlicher, wenn's geht!

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  6. von Berufsgruppen am 18.07.2014 (17:07 Uhr)

    In vielen Druckereien gibts eh nur noch ein paar Fachkräfte. Die meisten damit verbundenen Jobs sind Zeitungs-Austräger und LKW-Fahrer.
    Evtl. arbeiten in der Redaktion mehr Leute als in der Druckerei.

    D.h. man müsste mal zwischen USA und Deutschland unterscheiden und wie viele Jobs dort überhaupt vorhanden sind.

    Wie viel Papier kriegt Ihr per Post ? Handgeschriebene Briefe von Verwandten oder Bank, Rechnungen, Verwaltung, Steuerberater,... ? Na also.
    Und wenn Ihr Eure Amazon-Pakete auspackt ist Euch die Verpackung aus Pappe noch nicht aufgefallen ?
    Hat nicht irgendeine Firma neulich eine andere Firma gekauft oder fusioniert die mit Verpackungen bzw. Verpackungs-Druck zu tun hat ?
    D.h. das Papier wird vielleicht weniger zum Lesen und mehr zum Verpacken. Eine gute Gesellschaft und auch Gewerkschaften erkennen das und planen es ein.

    In guten Ländern wird Drohnenbelieferung normal. Man kann schliesslich QR-Code-Aufkleber an den Balkon kleben oder aufs Flachdach der Garage legen und die letzten 10 Meter mit spezial-GPS-Empfängern finetunen und mit der Hand von der Zentrale aus fliegen. 99% der Strecke (vom LKW bis zum Haus) macht die Drohne selber wenn sie die Lieferadresse einmal gespeichert hat. Eher nicht in rückständigen Ländern aber das ist ja deren Problem. Gute Drohnen beliefern per WiFi, Bluetooth, Mac-Adressen des Besteller-Handies mitten ins Public Viewing oder Silvester-Feier am Berliner Tor.

    Selbstfahrende Robo-Autos führen dazu, das weniger PKW gebraucht werden. BMW, Rolls-Royce usw. werden weiter verkauft wie bisher. Aber PKW für Normalverdiener werden dann wohl massiv weniger. Auch sowas sollte man einplanen bevor man Industrien und ihre Boni-Manager wieder mal subventionieren muss.

    LEDs brauchen weniger Spannung und kann man folglich selber verlegen (ich glaube bis 35 Volt darf man selber). Daraus ergeben sich auch Änderungen für Elektriker.
    Da tut sich noch viel.

    Und ein einzelner guter Reporter ist besser als viele Agentur-Meldungs-Copy-Paster.

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  7. von foxcomputers am 19.07.2014 (04:06 Uhr)

    Ich verstehe nicht, warum um dieses Thema so viel Wind gemacht wird!? Seit Jahrhunderten sterben Berufsgattungen aus und Neue entstehen. Das ist der Lauf der Dinge. Also keine Panik...

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  8. von steffen am 22.07.2014 (09:12 Uhr)

    Wirklich ganz schwacher Artikel! Das sind Mutmaßungen, die nicht die Erfahrungen und die Trends der letzten 15 Jahre beinhalten. Anfang 2000 hat man schon gesagt, das es bald ein papierloses Büro geben wird. Es ist ganz anders eingetreten. Ganz im Gegenteil. Es wird viel mehr gedruckt als noch zuvor.

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