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Studenten-Service: MacBooks aus dem Automaten

Wer schon neidisch auf US-Universitäten ist, weil die Bibliotheken dort üblicherweise 24 Stunden durchgehend geöffnet haben, der wird sich angesichts dieses Studenten-Services nur verwundert die Augen reiben. Eine Bibliothek der Drexel University in Philadelphia bietet nämlich einen 24/7-Zugang zu für Studenten – aus einem eigens aufgestellten Automaten.

Studenten-Service: MacBooks aus dem Automaten

MacBooks: Leihe für Studenten kostenlos

Insgesamt zwölf MacBooks können Studenten mit einem gültigen Uni-Ausweis seit ein paar Tagen aus dem im ebenfalls rund um die Uhr geöffneten Bookmark Café der Hagerty Library an der Drexel University aufgestellten Automaten entleihen, wie es in einem entsprechenden Blogpost der Bibliothek heißt. Den Anstoß zur Aufstellung des MacBook-Automaten hatten Studenten gegeben, die gerade in den Nachtstunden nicht unbedingt ihre eigenen Laptops von ihren außerhalb des Campus gelegenen Wohnungen mit in die Uni-Bibliothek nehmen wollten.

Automat verteilt MacBooks an Studenten (c) Drexel University

Sollte sich das Automatenmodell bewähren, könnten weitere MacBook-Verleih-Stationen auf dem Gelände der Drexel University aufgestellt werden. Überlegt wird auch ein iPad-Automat. Die Leihe ist übrigens kostenlos, allerdings auf einen Zeitraum von fünf Stunden beschränkt, berichtet die Drexel University. Spätere Gebühren sind aber nicht ausgeschlossen.

Der MacBook-Automat für Studenten, Professoren und Uni-Personal ist übrigens nicht der erste seiner Art an US-Bibliotheken. Allein an der Ostküste soll es bereits zwei weitere dieser innovativen Studentenhilfen geben. Die Technologie hinter dem MacBook-Automaten stammt vom texanischen Unternehmen LaptopsAnytime. In Deutschland können Studenten MacBooks sowie weitere Hard- und Software aus dem Hause Apple über das Programm Apple on Campus zumindest günstiger erwerben. Mit dem vor rund einem Jahr vorgestellten interaktiven und multitouchfähigen iBooks 2 hat Apple bereits den Angriff auf den Schulbuchmarkt gewagt.

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3 Antworten
  1. von J0nas am 10.01.2013 (11:08 Uhr)

    Womit ist das abgesichert? Was passiert im Schadensfall? Was wenn jemand nicht versichert ist? Was wenn jemand Studentenausweise klaut und sich bedient?

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  2. von roaming Desktops am 11.01.2013 (03:31 Uhr)

    @Matthias: Müssten Chromebooks nicht sowas liefern weil die ja auch online nutzbar sein sollen ? Davon abgesehen ist ziemlich viel trivialpatentiert und in Diktaturen ohne Trivialpatente wird man für freie Software auch nicht gerade belohnt.

    Im Prinzip ist die Idee aber ganz gut. Vorstufen wie Bookmark-Synchronisierung u.ä. sind ja sehr beliebt. Auch Email-Programme usw. sollten automatisch syncen, welche Emails gelesen und wie beantwortet wurden sobald man zu Hause reinkommt oder an den Arbeitsplatz kommt. Überleg dann mal, welche Firmen Dich dafür nicht mögen könnten und ob Du die Rechtsrisiken eingehen möchtest.
    google.com/ig gabs früher mal. Das war eine weitere Vorstufe davon einen Desktop in der Cloud zu haben.
    Wie man an Wayland vs. X11, Unity vs. Gnome vs. KDE usw. ist von Linuxer-Seite diesbezüglich wohl eher wenig zu erwarten.

    Ein technisches Problem ist die Identifizierung und das man immer mit Keyloggern rechnen muss. M$ hat das seit Win95 mit Chipkarten für jeden Mitarbeiter gelöst. Die Reiter dafür (IEEE80x.yy-Smartzertifikate o.ä.) kennt jeder aus den Windows-Netzwerk-Einstellungen. Da reichen geloggte Daten dann auch nicht mehr weil man immer auch die Smartcard braucht.
    Google hätte das längst liefern können. Die haben doch ein Online-Office. Prinzipiell müsste es sowas also längt bei Google für Firmenkunden geben.

    Das man Settings mitnimmt, ist wichtig. Allerdings müssen die Settings flexibler sein als bisher. Beim "Bring ya own Device" kann man das Smartphone ja auch in docking-Stations oder an den 55"-QuadHD-TV stecken und mit Maus/Tastatur steuern wollen, während es unterwegs "nur" ein Smartphone ist. USB3 ist schnell genug für viele Grafikkarten ergaben Messungen. Grafik-Power für Full-HD in 3D (also doppelter Frequenz) haben die besseren Smartphones ja schon. Die Settings müssen also für unterschiedliche Grafik-Auflösungen, Aufgaben (Brief an Versicherung vs. englischer Praktikumsbericht), Eingabemethoden usw. persönlich einstellbar sein. Früher gabs .ini-Files dafür. Heute sind es portable Anwendungen auf USB-Stick oder SD-Karte. Als Notlösung bietet es sich an, ist aber natürlich nicht optimal. Der eine hat Word, der nächste hat Pages usw. Die kann man nicht alle im Voraus auf dem Macbook installieren und hat die Lizenzen ja auch nicht unbedingt.

    Für Fotografen bei Olympia, Fußball-WM usw. wäre nett, wenn die ihre Chipkarte reinschieben und Adobe, M$ usw. dann auf dem Rechnern im Pressezentrum die entsprechenden (vorinstallierten) Tools per Servern freischaltet und wenn man die Karte rauszieht sind die Programme wieder gesperrt und man kann nur Open-Office und Gimp nutzen. Oder Wegwerf-Passworte die man sich vorher hat geben lassen um per Cloud an sein Adobe oder Word zugreifen zu können. Denn die Keylogger lauern überall. Da sollte man seine M$/Adobe/Apple-ID und Passwort also eher nicht eingeben falls möglich.
    Evtl kommt sowas wie "roaming user-accounts" über SmarTVs wenn die Hersteller schlau genug dafür sind. Man will ja nicht überall Senderlisten und Ausstrahlungs-Termine verwalten und umsortieren sondern sie (wie Emails und Termine) über alle Geräte hinweg synchronisieren.

    Interessant wäre also, welche Notlösungen die Studenten aktuell nutzen. Vermutlich Cloud-Dienste. Evtl stellen die auch keine großen Ansprüche und wollen dort gar kein Pages, Word, PowerPoint, Mathematica, MathCad, Simulink u.ä. nutzen sondern nur Cloud-Dienste im Browser und sich Zitate und Referenzen zusammensammeln.
    Ob man dafür teure Apple-Books (Retina-MacBooks sind ja ziemlich teuer) oder besser günstigere Chromebooks einsetzt kann man sich auch fragen. Wenn Bildschirm und Eingabe-Haptik für diese Sorte Tätigkeiten nicht so schlecht wären, könnte man ja auch dasselbe oft vielleicht mit dem Smartphone oder MiniPad und Chrome machen. Bluetooth-Tastaturen, Monitore und USB-Lade-Buchsen am mitgebrachten Smartphone wären also vielleicht genau so gefragte Alternativen zu kompletten Laptops bzw. Netbooks (Chromebooks).

    Korrekt ist natürlich auch der Hinweis, das alles gescannt sein sollte. Zumindest jedes Buch welches häufiger an verschiedene Studenten ausgeliehen wurde, könnte man bei Rückgabe scannen und irgendwie lizensieren. 95% der US-Schulbücher gibts wohl schon digital (dank Schwarzenegger !) ohne Milliarden-Subventionen wie woanders immer gefordert werden. Auch normale USA-Stadtbibliotheken bieten wohl E-Ausleihe von Büchern an wenn man sich in derselben Postleitzahlen-Region befindet (oder so ähnlich).

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  3. von ion am 13.01.2013 (18:58 Uhr)

    Die jährlichen Studiengebühren in dieser Uni kosten mindestens 54.000 $ pro Jahr. Ich denke, ich studiere doch lieber hier, kauf mir ein paar Macbooks und gehe jeden Abend zu einer Prostituierten von dem Geld....

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