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Deutsche und autonomes Fahren: Skepsis und Ängste überwiegen

    Deutsche und autonomes Fahren: Skepsis und Ängste überwiegen

(Foto: Shutterstock)

Das Thema autonomes Fahren polarisiert die Bundesbürger. In einer Emnid-Umfrage für die Bertelsmann Stiftung gaben zwei Drittel der Befragten an, der Technik misstrauisch gegenüberzustehen.

Autonomes Fahren: Angst vor der Zukunft?

Autonomes Fahren ist die Zukunft, in zehn bis 20 Jahren werden selbstfahrende Autos, Busse oder Bahnen Realität sein – dieser Prognose stimmen die Deutschen laut einer Emnid-Umfrage für die Bertelsmann Stiftung zu. Gleichzeitig überwiegen bei den befragten Bundesbürgern in puncto autonomes Fahren aber Skepsis und Ängste. Zwei Drittel stehen der Technik eigenen Angaben nach grundsätzlich misstrauisch gegenüber, 61 Prozent können sich demnach auch nicht vorstellen, ein selbstfahrendes Auto zu nutzen.

Autonomes Fahren: Deutsche stehen der Technik skeptisch gegenüber. (Bild: Shutterstock)

Am ehesten vorstellbar sind die computergesteuerten Fahrzeuge für die Befragten laut Studie bei längeren Autofahrten (59 Prozent), Nachtfahrten in den Urlaub (51) oder der täglichen Fahrt zur Arbeit (44). Für jene, die sich auf die Einführung der neuen Art Auto zu fahren freuen, steht die Reduktion von Stress im Vordergrund. Sie würden am liebsten „aus dem Fenster schauen“ (73 Prozent), „entspannen“ (59), „lesen“ (47) oder „im Internet surfen“ (39).

„Je stressiger die Situation, um von A nach B zu kommen, desto offener sind die Menschen für digitalen Fortschritt im Straßenverkehr“, sagt Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Branchenbeobachter sehen durch das autonome Fahren vor allem Vorteile für den ländlichen Raum, für Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule oder zum Sport. Diese Hoffnung teilen aber nur 45 Prozent beziehungsweise 34 Prozent der Befragten. Auch das Car-Sharing nimmt in den Prognosen der Forscher eine große Rolle ein. Allerdings wollen 66 Prozent der Deutschen auf keinen Fall auf das eigene Auto verzichten.

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Autonomes Fahren: Sorge vor Unfällen und Hackern

Für die breite Ablehnung gegenüber dem autonomen Fahren machen die Deutschen aber vor allem die Angst vor Unfällen (84 Prozent) oder vor dem Verlust der Kontrolle über das Auto (83) verantwortlich. Mögliche Hackerangriffe werden immerhin von 74 Prozent der Befragten angeführt.

Die Experten der Fraunhofer-Gesellschaft, die Szenarien zum Thema „Mobilität und Digitalisierung“ entwickelt haben, kommen laut der Bertelsmann Stiftung aber zu genau entgegengesetzten Befunden: Den Forschern zufolge verhindert automatisiertes Fahren zu langsame Reaktionszeit, Müdigkeit, Ablenkung und andere menschliche Faktoren, die Unfälle verursachen.

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7 Reaktionen
Jürgen

Ich bin seit 25 Jahren Programmierer. Und daher weiß ich eines ganz genau: Ich werde mich Zeit meines Lebens nicht von einem Computer fahren lassen.
Gestern sind mir mein Handy und meine Xbox One abgestürzt, einfach so. Ich benötige keinen Reboot bei 200 auf der Autobahn.
Wirklich, wie sträflich dumm und wie naiv muss ein Mensch sein, dass er ohne Not sein Leben in die Hände von ein paar Programmzeilen legt!
Leider wird es sich nicht verhindern lassen, dass irgendwann nur noch solche Zeitbomben auf den Straßen unterwegs sind, denn unsere Industrie scharrt mit den Hufen, um uns alle mit tollen Produkten und Dienstleistungen rund ums E-Auto zu versorgen: vom Patch-Day bis zum Nickerchen-Motel an der Tankstelle, wenn das Stromtanken mal eben acht Stunden benötigt.
Und das alles nur, damit wir im länger im Stau auf dem Weg zur Arbeit stehen können. Total verrückt.

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Sebastian
Sebastian

Seit 25 Jahren Programmierer, aber trotzdem kaum Erfahrung. Mittlerweile wird so dermaßen viel automatisch mit "ein paar Programmzeilen" gesteuert, dass ohne Computer fast gar nichts mehr gehen würde. Wasser- und Stromversorgung, Logistik, Infrastruktursteuerungen, ja sogar die Steuerung von Flugzeugen wird zum Teil vom Autopiloten übernommen. Man könnte hier noch etliche andere Fälle aufzählen. Fakt ist nur, dass diese Aufgaben, die zuvor von Menschen übernommen wurden, nun allemal besser und schneller ausgeführt werden (mit wenigen Ausnahmen).

Abgesehen davon: Jährlich sterben auf deutschen Straßen 3000 Menschen und noch viel mehr werden verletzt. Diese Unfälle entstehen zu fast 100%, weil Menschen unachtsam sind, Rasen oder nicht vorausschauend fahren. All das ließe sich durch computergesteuerte Autos verhindern. Im Straßenverkehr ist der Mensch die tickende Zeitbombe.
Viele Staus entstehen übrigens, weil Menschen nicht in der Lage sind, den Abstand zum Vordermann einzuhalten oder weil sie einen anderen zum Abbremsen zwingen oder weil sie das Reißverschlussverfahren nicht kapieren. Würden autonome Fahrzeuge auch nicht machen.

Naiv und dumm sind nur diejenigen, die das noch immer nicht einsehen wollen.

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sunlite
sunlite

Das ist ein sehr gutes Pro-Argument. Ich denke zudem, dass wahrscheinlich zahlreiche Sicherheitsmassnahmen eingerichtet wurden, fuer den Fall, dass tatsaechlich mal ein elektronisches Bauteil defekt ist oder es einen Fehler im Programmcode gibt. Dann greifen die Sicherheitssysteme. Und davon gibts dann wahrscheinlich nicht nur eines, sondern zahlreiche. Und in den naechsten 5-10 Jahren wird sich diese Technik sicherlich noch verbessern. Deshalb glaube ich, dass die German Angst hier die entscheidende Rolle spielt. Der Deutsche neigt generell dazu (siehe Statistiken), Unbekanntem und Neuem erstmal skeptisch gegenueberzustehen. ;) . Das Gute daran ist aber: Man muss ja auch nicht alles mitmachen ;)

ElektroAutoPionier
ElektroAutoPionier

Sie müssten eigentlich als Programierer wissen, dass es ein Unterschied ist, ein Handy oder eine Spielekonsole zu programmieren oder eine Fertigungsstraße oder ein Auto. Ich freue mich auf die Zukunft.

Ach ja, kein vernüftiges e-Auto braucht auf Stecke länger als 30 Minuten, um wieder weiterfahren zu können. Da schaffen Sie es mit Ihren Verbrenner nicht zu tanken, bezahlen, auf Toilette zu gehen und etwas zu trinken.
Aber das haben ja BMW, VW, Audi und Merzedes nicht im Angebot. Ich fahre seit 3 Jahren elektrisch und seit gut 1 Jahr gibt es keinen Verbrenner mehr in unserem Haushalt. Mehr als 80 Tsd Kilometer Erfahrung sprechen für sich.

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Florian
Florian

"Täglische fahrt in den Urlaub"? Ich glaube da ist ein Fehler passiert.

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Jürgen

Fahren Sie etwa nicht täglich in den Urlaub? :-)

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Jörn Brien

Da war der Wunsch Vater des Gedankens :) Danke für den Hinweis, ist geändert

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