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Die neuen Banker – Angriff auf das Girokonto

Die neuen Banker – Angriff auf das Girokonto

Die Art und Weise, wie wir unser Girokonto nutzen, hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert. Wenn es nach Anbietern wie Avuba und Number26 geht, soll sich das aber bald ändern.

Die neuen Banker – Angriff auf das Girokonto

Das neue Banking. (Foto: Avuba)

„Let's fix banking!“ so das Ziel von Avuba, einem Berliner Startup. „Banking, aber besser“, meint Number26, ebenfalls mit Sitz in Berlin. Geht es nach den beiden Startups, ist Banking heute vor allem eins: langweilig, kompliziert und nicht anwenderfreundlich. Die Argumente sind nachvollziehbar. Schaut man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Banking an, stellt man fest: Es gibt keine. Die etablierten Banken haben seit dem BTX-Banking der 80er-Jahre im Bereich des Bankings fast nichts getan. Umsatzlisten und Transaktionen funktionieren und sehen oft noch genau so aus wie zu den Anfängen des Online-Bankings. Mittlerweile gibt es in Deutschland 50,3 Millionen online geführte Girokonten.

45 Prozent der Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte mittlerweile online, Tendenz steigend. Umso verwunderlicher ist es, dass man nur wenig unternimmt, um die eigenen Kunden zu begeistern. Wie langsam die etablierten Banken im Web agieren, sieht man beispielsweise an der Integration neuer Funktionen. Während Auswertungen und Kategorisierungsmöglichkeiten bei Drittanbieterprodukten seit vielen Jahren zum Standardrepertoire gehören, haben erst einige wenige Banken im letzten Jahr angefangen, solche Funktionen zu integrieren. Will der Anwender mehr als nur Banking, bleibt meist keine andere Möglichkeit, als zu nehmen, was die Bank anbietet. Zwar gibt es Drittanbieter wie finanzblick, figo oder Numbrs, die bestehende Girokonten verwalten können und ebenfalls Apps oder Webbanking bieten, hier muss der Anwender aber eine Hürde nehmen und: dem jeweiligen Anbieter vertrauen.

Btx Homepage
Banking damals und leider oft noch heute – BTX-Homepage 1992. (Foto: Postbank.de)

Alternatives Bankkonto von Avuba und Number26

Avuba und Number26 wollen das ändern und deshalb gleich ein Girokonto mit anbieten. Damit sind sie nicht die ersten, die Banking neu gestalten wollen. Seit 2010 präsentiert sich die Fidor-Bank als Web-2.0-Bank. Der Fokus liegt auf der Community, in der sich Anwender untereinander zu Finanzthemen austauschen können. Auch Cortal Consors unternahmen mit der „Hello-Bank“-Initiative einen vielversprechenden Anlauf, das Banking neu zu erfinden. Man interviewte Anwender, veranstaltete Workshops, in denen es um das „Banking von morgen“ ging, aber zwischenzeitlich scheint das Thema dort eingeschlafen zu sein und man nutzt vor allem das Logo der „Hello Bank“ in der Kommunikation.

Avuba
Avuba will das Girokonto fixen. (Foto: Avuba.de)

Avuba und Number26 haben sich derweil hohe Ziele gesetzt. Banking soll persönlicher und kundenzentrierter werden. Beide wollen dem Anwender eine vollumfängliche Übersicht über die Transaktionen geben. So sollen Anwender der Avuba-App die Möglichkeit bekommen, innerhalb weniger Sekunden Geld zu versenden, ohne die Kontodaten des Empfängers zu kennen. Per SMS wird der Empfänger informiert und kann dann über eine sicheren Website die eigenen Kontodaten eingeben und so die Überweisung auslösen.

Number26 legt den Fokus auf intuitive Bedienung, Finanz-Management und Budgeting sowie Transaktionen will Number26 einfacher gestallten. Beide Anbieter sehen sich als eine mobile Bank. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt bei beiden auf Apps. Das Geschäftsmodell variert. Während Avuba sich noch nicht final entschieden hat, möchte Number26 unter anderem an den durch Kreditkarten generierten Gebühren verdienen. Avuba und Number26 wollen eine Betaphase noch innerhalb der nächsten Monate starten, einen finalen Starttermin für den Markteintritt gibt es noch nicht.

Number26
Das „bessere“ Girokonto von Number26 (Foto: Number26.de)

Avuba und Number26 setzen wichtige Signale

Übersicht, Einfachheit und mobile Apps sind erst mal nichts wirklich Neues. Schon heute können Anwender auf Lösungen zugreifen, die genau das versprechen – sei es nun finanzblick, figo oder Numbrs. Der wesentliche Unterschied von Avuba und Number26 liegt in der Gesamtheit – und darin vielleicht auch der Schlüssel zum Erfolg. Beide bieten nicht nur neue Oberflächen für bestehende Konten, sondern neben Apps und Webseite auch die EC- und Kreditkarte. Ein vollwertiges Girokonto.

Ob sich der Anwender nun für ein Gesamtpaket, wie er es in Zukunft von Avuba und Number26 bekommen soll, entscheidet oder einen Drittanbieter nutzt wie finanzblick, figo oder numbrs, bleibt offen. Für Ersteres spricht, dass alles aus einer Hand kommt. Dagegen, dass beide zwar als Bank wahrgenommen werden wollen, der Anwender sein Geld aber doch lieber den alteingesessen Banken anvertraut. Der Markt ist jedenfalls groß genug für Alternativen und die Banken, so scheint es, sind fast teilnahmslos, träge oder betriebsblind für eigene innovative Lösungen. So oder so: Onlinebanking braucht Bewegung und frischen Wind. Im Ausland hat man das erkannt. Sei es die Bank „Simple“, „Moven“ aus den USA oder Barclays in England: Es gibt Bewegung im angestaubten Markt. Zeit, dass auch in Deutschland mehr passiert und mehr Anbieter wie Avuba oder Number26 sich dem Thema annehmen.

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29 Antworten
  1. von Vomitorium am 17.04.2014 (09:54 Uhr)

    Von einem wahren Experten geschrieben, oder?
    Finde den Fehler
    >>>
    ...möchte Number26 an Kreditkartengebühren oder Zinsen bei Einlagen verdienen....
    <<<
    Bei Einlange(!) verdient die Bank also Zinsen!? Nicht schlecht - mal sehen, wie lange die Jungs mit dieser Methode überleben werden ;-)

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  2. von Maik Klotz am 17.04.2014 (10:02 Uhr)

    Jep, war Blödsinn. Hab es korrigiert.

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  3. von erdna am 17.04.2014 (10:14 Uhr)

    Vergleich fehlt mir.
    Wenn du schon von so tollen und so miesen Apps berichtest / behauptest, dann bite auch auf einen Test / Vergleich oder ähnliches verweisen. Sehe in dem Artikel noch keinen Grund mir eine andere Banken-App zuzulegen.

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  4. von Endlich mal am 17.04.2014 (10:23 Uhr)

    Hoffentlich passiert da endlich mal was.

    - Investieren
    - Cash-Flow
    - Cash-Transfer (Auslands-Verwandte, Online-Bestellungen,...)
    - Kredite
    - Steuererklärung, Freiberufler, Vermieter,...
    - ...
    sind halt alles Dinge die nicht jeden betreffen.
    Interessant wären also Dienstleister welche Kredite vermitteln aber auch Dinge wie WikiFolio für Investments aber halt auch Geld-Transfers an den Taxifahrer oder im Ausland auf dem Basar. Das muss nicht jeder 360 vollständig anbieten.
    APIs haben Facebook so groß gemacht. Im Prinzip würden den Banken APIs reichen wo man dann ins Onlinebanking geht und irgendwie (Pin/TAn zu Hause oder mTan unterwegs) bestätigt das man die Kohle überweisen oder holen will. Die Apps drumherum benutzen dann nur das API und beide Seiten (Bank und App-Entwickler) können frei ihre Produkte gestalten. Leider interessiert das Thema immer noch keinen. Rot-Grün 1999 hätte das etablieren können.

    Das wichtigste wären aber immer noch Überweisungs-URLs in PDF-Rechnungen und Emails und natürlich QR-Codes auf Papier-Rechnungen.

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  5. von Maik Klotz am 17.04.2014 (10:27 Uhr)

    @erdna: wo schreibe oder empfehle ich denn die App?

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  6. von klaus kasirske am 17.04.2014 (12:20 Uhr)

    So richtig gut recherchiert wurde hier nicht. Mittlerweile bieten auch "klassische" Kreditinstitute wie die Postbank Kunden- und Service orientierte Banking Angebote zum Girokonto.

    https://itunes.apple.com/de/app/postbank-finanzassistent/id549157809?mt=8

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  7. von Maik Klotz am 17.04.2014 (12:39 Uhr)

    Eine App macht noch keinen Sommer.

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  8. von JMK am 17.04.2014 (13:09 Uhr)

    "ist Banking heute vor allem eins: langweilig, kompliziert und nicht anwenderfreundlich."
    Langweilig, ja. Kompliziert, nein. anwenderunfreundlich-naja.
    Muss Banking aufregend sein, oder will der Kunde schlicht Geld von A nach B überweisen? Ist online banking kompliziert? Bestimmt nicht.
    Die neuen anbieter bringen halt leider keinen Mehrwert, peppen das bestehende nur hübscher auf. Als Kunde habe ich davon herzlich wenig

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  9. von Sebastian Wagner am 17.04.2014 (13:13 Uhr)

    Die Fidor Bank ist ja das letzte. Ich hab wirklich geglaubt die Jungs packens.
    Aber der Service ist von Vorgestern und es wird nicht mal HBCI unterstützt.
    Auch Auslandsüberweisungen nach HongKong gehen noch nicht.

    Es heißt bei jedem dieser Bugs immer nur es wird dran gearbeitet. Anstatt das sie mal geringe Gebühren verlangen um sowas zu entwickeln wird alles kostenlos angeboten. Die Supporten das Harz IV Klientel und wundern sich dann das se nix verdienen.

    Da ist die Postbank mittlerweile wesentlich besser aufgestellt.
    Ich kann nur jedem der n Business hat raten: lasst die Finger von diesen Banking Startups. Die labern viel und es kommt nix dabei rum.

    Für Privat alles sicher ganz nett, aber leider gibt es noch keine Bank die sich auf Ecommerce spezialisiert hat. Wobei wie schon gesagt die Postbank mit langen Telefonbanking Zeiten (bis 22 Uhr) und gutem Service bei mir absolut punktet.

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  10. von Lukas Koch am 17.04.2014 (15:55 Uhr)

    Kaum Vorteile, dafür aber viele neue Risiken. Wozu brauche ich eine App von einem Dritthersteller? Warum muss Banking aufregend sein? Was ein Unsinn. Ich wünsche mir ausschließlich sicheres Banking.

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  11. von Tyler Durden am 17.04.2014 (16:46 Uhr)

    "Dagegen, dass beide zwar als Bank wahrgenommen werden wollen, der Anwender sein Geld aber doch lieber den alteingesessen Banken anvertraut." Zurecht! App-Anbietern statt BaFin-überwachten "echten" Deutschen Banken - nein Danke! Da soll mir mal noch einer über die Facebook-Übernahme von Whats App jammern. Stattdessen sollen wir alle unsere intimsten Finanzinformationen einer high-end desigten und von VC gefütterten App-Bude anvertrauen - Bitte. Je ausgefallener die Idee - umso eher findet es hier Beachtung. Ob praktikabel, vernünftig oder sicher interessiert scheinbar nicht.

    Dann schaue er sich mal genauer in Deutschland und in der "echten" Bankenwelt um. Außer heiße Luft von ConSors oder irgendwelchen App-Hot Shops, tut sich auch noch etwas anderes. Bank mal anders.

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  12. von Maik am 17.04.2014 (16:52 Uhr)

    @Tyler: Ja? Was denn? Über PayPal hat man seinerzeit genau so gesprochen. Im übrigen braucht es eine Bank mit entsprechender Lizenz im Backend um als solche zu gelten. Man vertraut sein Geld also nicht irgendeinem Startup an, sondern im Hintergrund liegt immer eine echte Bank. Bei Avuba übrigens die seit 1999 agierende net-m privatbank 1891 AG

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  13. von jmk am 17.04.2014 (17:00 Uhr)

    Paypal als Beispiel für was? Seriöses Banking?

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  14. von Maik am 17.04.2014 (17:02 Uhr)

    Nein, als Beispiel dafür dass niemand PayPal nutzen wollte und es nun alleine in DE nun 12 Mio tun. Aber was heißt das schon.

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  15. von Jason am 18.04.2014 (06:46 Uhr)

    Paypal ist ein Zahlungsdienst, keine Bank.

    Zum 1. Post: oh Mann, natürlich verdient Deine Bank an der Einlage. Du bekommst < 1% Zinsen, sie vergibt mit Deinem Geld Kredite mit über 2,5%. Das Delta ist deren Gewinn. Und das ist schon sehr konservativ...

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  16. von Maik Klotz am 18.04.2014 (08:24 Uhr)

    PayPal hat eine Banklizenz. Es sollte auch nur als Beispiel gelten, dass man PayPal damals auch nicht nutzen wollte aber die Möglichkeit „einfach“ zu bezahlen und Verkäuferschutz, etc. haben dazu geführt, dass PayPal heute nun mal zum Standard gehört.

    Der Artikel soll doch folgendes zum Ausdruck bringen: Schön, dass sich was bei den angestaubten Girokonten tut. Es gibt auch bei den etablierten Banken Ausnahmen, aber überwiegend sind Banken unpersönlich. Geld holt man mittlerweile nicht mehr am GA sondern bei REWE an der Kasse beim Einkaufen. Bankprodukte sucht man sich selbstständig alleine im Netz. Bleibt noch das Banking bzw. Online-Banking. Das ist Mittel zum Zweck. Helfen, die Zahlungsströme zu überwachen, macht keine Bank. Hier und da gibt es bunte Grafiken, aber das kann doch nicht alles sein.

    Davon abgesehen zwingt ja niemand die Bank zu wechseln.

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  17. von Vomitorium am 18.04.2014 (10:57 Uhr)

    Jason,
    da spricht der Kenner, oder?
    Deine Aussage ist leider falsch. Ende.
    Eine Bank verdient an den AKTIV-Posten, das ist die LINKE Seite der Bilanz. Ende. Daran gibt es nichts zu rütteln.
    Einlagen sind PASSIV-Posten, also die rechte Seite der Bilanz. Das weißt du natürlich als Banken-Spezialist!
    Einlagen KOSTEN DICH GELD, weil du darauf Zinsen zahlen musst. Du verdienst NICHT an den Einlagen, sondern du verdienst an der entsprechenden AKTIV-Gegenbuchung zu deinen Passiv-Volumina.
    (Denkst du im Ernst, wenn du 100 EUR einzahlst, werden genau diese 100 EUR an den Kreditnehmer ausgegeben?)

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  18. von Vomitorium am 18.04.2014 (11:03 Uhr)

    @Klotz:
    Paypal hat KEINE Banklizenz, sondern Paypal hat eine ZAG Lizenz, das ist was gänzlich anderes (von unwissenden Parteien gerne auch landläufig fälschlicherweise als "Banklizenz" bezeichnet)

    Ihr solltet mal auf die BaFin Website schauen und selbst prüfen, was die einzelnen Unternehmen tun und dürfen und können - und was dazu auf Blogs wie diesem hier geschrieben steht.

    (Wie ihr natürlich alle wisst, könnt ihr nämlich auf der BaFin Website prüfen, welches Unternehmen was darf und mit welchen Lizenzen diese ausgestattet sind - daher erzähle ich den Bank-Profis hier ja nichts neues!)

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  19. von Maik Klotz am 18.04.2014 (11:18 Uhr)

    @Vomitorium: Von unwissenden Parteien wie PayPal selbst oder Wikipedia. Ich sehe mich gerne als „Unwissender“. Aussage bleibt aber die gleiche: PayPal ist reguliert.

    Die Diskussion ist in so fern müssig, da es um Alternativen zu den bestehenden Girokonten geht. Aber da freue ich mich schon auf die „wissenden“ Kommentare. Vermutlich ist im Bankenwesen alles in Deutschland a) gut und b) alternativlos. Und die Erde eine Scheibe.

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  20. von Onlinemakler am 18.04.2014 (11:18 Uhr)

    Ich finde es spitze das jemand das Thema mal aufgreift und auch gut das sich hier ein Wettbewerb entwickelt um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern! Eine erstklassige App wird langfristig für solche Unternehmen ein muss sein.....

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  21. von Vomitorium am 18.04.2014 (14:07 Uhr)

    Lieber Martin,

    ein echter Klotz Kommentar eben:

    Wenn du schon bei Wikipedia liest und dies dann anderen Leuten vorhältst, nämlich offensichtlich den PayPal Artikel, dann solltest du auch den Querverweis lesen, nämlich den zur Banklizenz:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Banklizenz#Erteilung
    Quote:
    ------
    Banklizenz ist in Deutschland der umgangssprachliche Ausdruck für die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften. Es wird bankaufsichtsrechtlich unterschieden zwischen Vollbanklizenz (Einlagenkreditinstitut) und einer Teilbanklizenz (Wertpapierhandelsbank, Zahlungsinstitut, e-Geld-Institut oder sonstiges Institut). Die Vollbanklizenz gestattet die Vornahme aller Bankgeschäfte...
    ------
    Q.E.D.: denn PayPal hat keine Banklizenz im Sinne von "die dürfen Kredite ausgeben, also das tun was Ottonormalo unter Bankgeschäft versteht", sondern eine TEILBanklizenz. (Dass PayPal nicht reguliert sei, habe ich nirgendwo behauptet)

    Dass auf dem Deutschen Bankenmarkt nicht alles in Butter ist (sowie auch international nicht), bzw. dass dort bspw. mehr Bewegung (~Wettbewerb) sinnvoll ist, ist klar, wenn man sich die teilweise Jahrzehnte verkrusteten Strukturen ansieht... (war aber nicht Teil meiner Kommentare)

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  22. von Meckerfritze am 18.04.2014 (16:26 Uhr)

    Unscharfe Analyse und darauf aufbauend völlig fehlerhafte Schlussfolgerung. Wenn die Redaktion schon solche albernen Überschriften verwendet, sollte halbwegs Sachverstand vorhanden sein, oder zumindest eine gute Recherche.

    In welchem Land lebt der Verfasser, wenn behauptet wird, im Online-Banking hätte sich seit den BTX Zeiten nichts getan. Einfach mal deauf losgeschrieben würde ich sagen.

    1. Wie zwei Startup Unternehmen ein "Angriff auf das Banking" sein sollen ist wohl das Geheimnis des Verfassers.

    2. Änderungen an (Software-) Sytemen einer Bank erfordern enorme Vorlaufzeiten, da die Anforderungen an Architektur, Umsetzung und Tests enorm hoch sind. Die gilt auch für die Hardware. Wir reden hier von Jahren. Es soll Migrationsprojekte geben, die sich sogar über Jahrzente strecken.

    3. Es hat sich sehr wohl eine Menge getan an den Systemen, seit BTX. Nicht alle Änderungen betreffen aber die Schnittstelle zum Benutzer. Und nebenbei: Solche Startups können auch nur eine etwas aufgepimpte Benutzeroberfläche auf die Syteme der jeweiligen Bank setzen. Die Musik spielt nach wie vor auf den Systemen der Bank. Von "fixen des Bankings" gar zu schweigen.

    4. Selbst wenn man Punkte 1-3 ignoriert: Schon mal überlegt, warum der Markt für Onliebanking so ist wie er ist und trotzdem so viele Meschen dieses Verfahren nutzen? Es ist bei der Mehrzahl der Banken eben nicht kompliziert. Sondern einfach. Und genau das, was der Artikel beschreibt, wollen die meißten Onlinebanking-Anwender nicht: "Begeisterung" oder gar irgend etwas Aufregendes. Sondern "langweilige" Seriösität. Wer seine Bankgeschäfte aufregender mag, dem sei auf die verschiedensten Broker-Anwendungen und Dienste verwiesen. Diese haben eine Menge Funktionen, machen Spaß und sind echt sexy. Übrigens von den gleichen Banken, die das "langweilige" Online-Banking anbieten.

    Es gibt bei Banken und deren Diensten soviel kritisch anzumerken. Warum die Redaktion ausgerechnet das Online-Banking thematisiert (mit einem solch strunzdummen Titel) was halbwegs im Rahmen funktioniert, auch euer Geheimnis.

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  23. von Maik Klotz am 19.04.2014 (10:53 Uhr)

    Guten Morgen,

    @Meckerfritze: Es tut mir leid, dass keine wissenschaftliche Abhandlung geschrieben wurde. Artikel bei t3n sollen informieren und keine Doktorarbeit darstellen.

    Zu 1) Wie viele Startups benötig es denn um die Headline (die natürlich auch zum Lesen anregen soll) um von einen Angriff (so wie es die Anbieter darstellen) zu sprechen? Es reicht genau ein einziges, wenn man denn es gut macht. Wie viele Startups hat es gebraucht um den Buchhandel zu attackieren? Wie viele Startups hat es gebraucht um den Suchmaschinen-Markt gänzlich abzulösen? Wie viele Startups hat es gebraucht um... usw. Die beiden genannten mit Amazon, Google & Co gleichzusetzen ist nicht die Aussage, aber es braucht nicht viel um von einen Angriff zu sprechen.

    Zu 2) Ja, alles nicht trivial, alles kompliziert, alles ganz traurig. Die Banken sind echt zu bemitleiden. Alles nur schwierig lösbar. Bis einer kommt und es dann doch „ganz einfach“ macht. Währe nicht das erste mal in der Geschichte, dass das passiert.

    Zu 3) Ja, es wurde HBCI eingeführt - prima. Und was sonst noch im Backend passiert, schreibst Du absolut richtig, interessiert den Anwender nicht bzw. bekommt er davon nix mit.

    Zu 4) Ja, die ersten Punkte kann man getrost ignorieren. Ja, ich habe überlegt warum es so ist: Weil es keine Alternative gibt? Davon abgesehen ist Dein Totschlagargument kein gutes, denn wenn es danach ginge bliebe alles immer wie es ist. Das Gute ist bekanntermaßen der Feind des Besseren. So auch beim Banking.

    Und die Kernaussage bleibt und ist: „Der Markt ist jedenfalls groß genug für Alternativen und die Banken, so scheint es, sind fast teilnahmslos, träge oder betriebsblind für eigene innovative Lösungen. So oder so: Onlinebanking braucht Bewegung und frischen Wind.“

    Das kann man unterschreiben oder eben nicht.

    Frohe Ostern

    Maik

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  24. von JMK am 19.04.2014 (11:13 Uhr)

    "Währe"?
    "Das Gute ist bekanntermaßen der Feind des Besseren"?

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  25. von Jonas Piela am 21.04.2014 (13:36 Uhr)

    Hi,

    mein Name ist Jonas Piela und bin Teil des Teams von Avuba. Danke für den Artikel, Maik!

    An den Kommentaren sehe ich, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Ich verstehe die Skepsis gegenüber uns absolut und kann sie sogar nachvollziehen. Wir sind völlig unbekannt und haben keine lange Geschichte mit vielen Millionen Kunden, auf die wir uns berufen können. Wir sind der David, der dem Goliath versucht, das Wasser abzugraben.

    Als das Online Banking vor zehn Jahren Einzug gehalten hat, war es eine echte Lebenserleichterung. Ich musste nicht mehr zur Bankfiliale gehen, um Kontoauszüge zu ziehen oder Überweisungen auszulösen. Das hat mir enorm viel Zeit gespart. Diese Zeitersparnis und die massenhafte Verbreitung von Heimcomputern mit Internetanschluss sind die Gründe, warum heute fast jeder Zweite Online Banking nutzt.

    Wir stehen heute im Jahre 2014 vor einer ähnlichen Revolution: Die massenhafte Verbreitung des Smartphones. Alles, was ich vor zehn Jahren noch mit Begeisterung auf dem Computer im Wohnzimmer gemacht habe, mache ich heute mit dem Smartphone unterwegs. Wie früher ist auch heute die Zeitersparnis und Bequemlichkeit entscheidender Erfolgsfaktor. Keiner würde abstreiten, dass die einfache Bedienung des iPhones Teil seines Erfolgs ist.

    Wo die traditionellen Banken früher noch das Online Banking einführen konnten, da haben sie heute Schwierigkeiten, dem Smartphone-Trend zu folgen. Komplexe Technik und interne Strukturen sorgen dafür, dass auch Jahre nach dem offensichtlichen Erfolg der Smartphones Online Banking Apps auf den Smartphones in Sachen Einfachheit nicht mit etablierten Apps der IT-Konzernen mithalten können.

    Mir liegt nicht nur die Einfachheit am Herzen, sondern bin darüber hinaus der Überzeugung, dass Banken ihre Kunden mehr wertschätzen sollten:

    Ich möchte, dass Geld senden so einfach ist, wie eine SMS zu senden. Dass jeder seine eigenen Finanzen versteht. Jeder soll wissen, wie viel Geld er oder sie für Einkäufe, Shopping oder das Auto ausgibt. Niemand soll mehr Mahnungen bekommen, weil er oder sie eine Überweisung vergessen hat, nur weil es in dem entsprechenden Moment umständlich war, extra den Computer anzumachen. Keiner soll sich mehr Fragen, welche Gebühren die Bank gerade wieder vom Konto abgezogen hat. Insbesondere in Deutschland soll sich keiner mehr darum kümmern, ob er oder sie nun den richtigen Geldautomat verwendet, an dem Abhebungen kostenlos sind. Keiner soll sich mit komplizierten Formularen bei der Bank herumärgern müssen.

    All das ist möglich und all das ist bei den heutigen Sicherheitsstandards möglich. Wir haben sogar Wege gefunden, wie wir Online Banking noch sicherer machen können.

    Für mich und uns bei Avuba (und da spreche ich sicherlich auch für andere Unternehmen in unserer Branche) ist es kein kurzfristiger Sprint. Wir sind hier um langfristig einen Unterschied zu machen. Wir wollen, dass Geld zu senden und die eigenen Finanzen zu verstehen so einfach ist, wie eine SMS zu senden.

    Ich hoffe, ich konnte etwas zu den Hintergründen und unserer Motivation erklären und freue mich auf Kommentare.

    Gruß
    Jonas Piela

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  26. von markus.venus am 10.03.2016 (22:37 Uhr)

    Hier Meldet sich der Beta Tester zu Wort AVUBA ist wieder Zurück mit einem Girokonto es kann sich zum Beta Test Angemeldet werden http://www.avuba.de

    das Konto wird Super Schnell Eröffnet und super schnell Verifiziert durch ein Video Call

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  27. von HenryClark am 02.04.2016 (11:36 Uhr)

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