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Baboom: Kim Schmitz‘ dreiste Antwort auf Spotify und iTunes

Baboom: Kim Schmitz‘ dreiste Antwort auf Spotify und iTunes

Kim „Dotcom“ Schmitz hat am heutigen Montag den lange angekündigten Streamingservice Baboom veröffentlicht. Er startet dem Namen entsprechend mit einem lauten Knall: dem ersten eigenen Album von .

Baboom: Kim Schmitz‘ dreiste Antwort auf Spotify und iTunes

Baboom startet mit einem lauten Knall. (Screenshot: baboom.com)

Kim „Dotcom“ Schmitz hat am heutigen Montag sein neuestes Projekt aus der Taufe gehoben: den Streamingservice Baboom. Laut Schmitz handelt es sich dabei um einen „Spotify-iTunes-Hybriden“ mit einem äußerst ungewöhnlichen Vertriebsmodell. Baboom will in naher Zukunft ein Browserplugin veröffentlichen, das auf Websites eingebundene Anzeigen austauscht, Nutzern einen Anteil am daraus generierten Werbeumsatz verspricht und damit den „kostenlosen“ Download von ansonsten kostenpflichtigen Musikalben ermöglicht.

Startet mit einem lauten Knall: Baboom

(Quelle: baboom.com)
Das erste Album von Kim Schmitz „Good Times“ exklusiv auf Baboom. (Quelle: baboom.com)

Aktuell besteht Baboom nur aus wenigen Unterseiten, Schmitz spricht auf Twitter von einer „Sneak Peek Demo“. Im Mittelpunkt steht dabei sein selbst produziertes Musikalbum „Good Times“, dessen 17 Lieder über die Plattform kostenlos heruntergeladen werden können.

Positives Feedback erntete Schmitz auf Twitter für das Design der Plattform. Sie wirkt entsprechend aktueller Designtrends flach, aufgeräumt und kontrastreich. Kritik erntete Schmitz hingegen für seine Musik, so twittert beispielsweise SPIEGEL Netzwelt:

Baboom: Am interessantesten ist das Vertriebsmodell

Was viele Beobachter übersehen, ist der eigentliche Aufreger der neuen Musikplattform. Nicht nur Schmitz' Musik, auch sein Vertriebsmodell provoziert Diskussionen. Kostenpflichtige Angebote von Künstlern können Nutzer laut einem Interview mit Wired.co.uk über ein innovatives Werbekonzept bezahlen. Der Streamingdienst will demnach ein Browserplugin entwickeln, mithilfe dem Nutzer die auf Websites eingebundenen Anzeigen gegen Anzeigen des Baboom-Werbenetzwerks austauschen können. Sie erhalten im Gegenzug einen Anteil der dadurch generierten Einnahmen und können damit Musikstücke oder -alben bezahlen. Baboom würde sich demnach zumindest teilweise von den Kosten anderer Seitenbetreiber finanzieren.

Update vom 21. Januar 2014: Glaubt man den Tweets von Kim „Dotcom“ Schmitz, wurde sein Album „Good Times“ auf Baboom innerhalb eines halben Tages mehr als 500.000 mal angespielt. Obwohl es dort kostenlos angeboten wird, knackte das Musikalbum darüber hinaus die Top-20 von .
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16 Antworten
  1. von J-D am 20.01.2014 (14:50 Uhr)

    Ist es nicht ein bisschen falsch eigene Werbung auf fremden Websites einzuhacken? Ich mein Baboom verdient dadurch im Prinzip an der Arbeit der Websitebetrieber. Und die sind letztendlich die gearschten, weil die Werbung auf Ihrer Seite, aus der sich die Betreiber und Schaffer von Inhalten finanzieren, nicht mehr angezeigt wird.
    Im Prinzip schröpft Baboom somit das Geld bei den Kreativen hinter der Website ab, gibt einen Anteil an den Nutzer (muss ja ruhig gestellt werden), und behält den Rest.
    Bei allem Respekt vor diesem tollen neuen Programm, wenn Facebook so ein Tool veröffentlicht hätte wäre die mediale Landschaft schon längst in Aufruhr.

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  2. von t.t am 20.01.2014 (15:12 Uhr)

    @J-D: Nach dem ersten Satz von dir war klar, dass du gerne schlau daherschreibst, das Internet aber noch das oft zitierte Neuland für dich ist.

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  3. von Jakob Carstens am 20.01.2014 (15:38 Uhr)

    @J-D: Google mal "Affiliate-Marketing". Hat nichts mit Affen zu tun.

    Interessantes Modell. Hatte mich schon gefragt, wann Spotify damit beginnen würde, diejenigen User, die exzessiv Playlists moderieren und so den Wert von Spotify steigern, an den Umsätzen beteiligt werden.

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  4. von me am 20.01.2014 (15:38 Uhr)

    @t.t: Nach dem ersten Satz von dir kann man sagen, dass du erst recht keinen Plan hast und dir wünschst andere Nutzer wären auch so inkompetent wie du selbst...

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  5. von Frank am 20.01.2014 (17:01 Uhr)

    @Jakob: Was hat das austauschen von Bannern (auf fremden Internetseiten) via Browser-Plugin mit Affiliate-Marketing zu tun?

    Ich selbst finde das Vertriebsmodell auch eher sehr fraglich... Geld durch Werbeeinnahmen verdienen die Betreiber der Websites die guten Content liefern und nicht Kim Dotcom, der via Plugin seine eigenen Banner drüberbügelt....

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  6. von R.Newman am 20.01.2014 (17:01 Uhr)

    Ich frage mich ob Herr Schmitz diesmal die Gewinne aus den von Contentprovidern zum Verfügung gestellten und von den Nutzern gleich wie bezahlten Inhalte auch an die Rechteinhaber abführt?
    Hab da so meine Zweifel.

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  7. von Kim-Dotcom-Un am 20.01.2014 (18:22 Uhr)

    Ich verstehe zwar die grundsätzliche Aufregung über das "abgreifen" von Werbeeinnahmen, allerdings bitte beachten: ein Ad-blocker ist schließlich auch legal.
    Und Schmitz verkauft auf den durch den Ad-blocker freigewordenen Flächen einfach Werbeanzeigen.
    Jetzt kann man über Fairness gegenüber den so geschädigten Seiten diskutieren, muss dann die Verantwortung/Schuld für diesen Schaden nicht bei dem Plugin/Schmitz suchen, sondern bei den Nutzern von ad-blockern oder eben BaBoom.
    Da das Angenot für den Nutzer jedoch sehr attraktiv sein wird, kann das durchaus sehr erfolgreich sein und würde damit den Werbe-Markt erheblich beeinflussen können.
    Zumindest, bis es das erste anti-BaBoom-plugin für die Seiten-Betreiber gibt, welches die Nutzung der werbe-finanzierten Seite mit Baboom verhindert...
    also liebe Software-Entwickler: nutzt die Chance dieses Plugin zu entwickeln/zu verkaufen - da steckt mindestens genausoviel Potenziel wie in BaBoom selbst, womit der Impakt von Schmitz nochmal größer wird...
    Es wird ja auch Nachahmer geben!

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  8. von Gustave am 20.01.2014 (20:58 Uhr)

    Ist es denn sooo schwer mal einen Link zur Seite anzugeben? Kann ja nicht angehen, dass ich die URL selbst eintippen/suchen muss!

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  9. von Jason am 20.01.2014 (21:07 Uhr)

    Dämliches Modell, denn:
    - Große Werbekunden werden niemals auf so nem Schmarotzer Ad Network buchen, was Redakteure ihrer Lieblingsmedien arbeitslos macht.
    - falls er sich über Drittnetzwerke und AdExchanges Ads zusammenklaubt bekommt er vielleicht 20 Cent TKP, kann sich also überlegen, wieviel von den 0,02 Cent pro Ad er seinen User gutschreiben will. Reicht dann pro Quartal für einen Song.

    Hätte dem ehrlich gesagt mehr zugetraut.

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  10. von Lars Budde am 20.01.2014 (22:22 Uhr)

    @Gustave Vielen Dank für dein Feedback, da hast du natürlich recht. Das ist weder üblich, noch war es Absicht. Auch wenn du sicher selbst fündig geworden bist, ergänze ich den Link auf Baboom.com sofort im Artikel.

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  11. von Tom am 21.01.2014 (00:12 Uhr)

    Also alle, die sich über das geplante Plugin aufregen, sollten mal ganz schnell schauen, ob auch wirklich kein AdBlocker eingeschalten ist.

    Und dann glaube ich, dass der dicke DotKom da genau weiß, was er macht, wo und wie viel Geld hier zu holen ist. Außerdem geht's ihm ja auch viel mehr darum den ach so glatten Markt etwas aufzuwühlen. Ich zumindest find, dass es für den Konsument sinnvoller ist, mal ein Modell zu haben, das anders/neu ist, als doch nur wieder ein weiterer langweiliger Anbieter, der irgendwie nur anders aussieht, sonst aber den gleichen Müll anbietet.

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  12. von tantetrudeausbuxtehude am 21.01.2014 (09:43 Uhr)

    Es wäre schön, wenn "Journalisten" gutes deutsch benutzen würden. Ansonsten: Danke für den Bericht. Sehr interessant. Ich bin gespannt....

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  13. von OnkelEckert am 21.01.2014 (09:58 Uhr)

    @tantetrudeausbuxtehude Bitte nicht nur meckern, sondern auch Beispiele liefern!

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  14. von Lars Budde am 21.01.2014 (10:14 Uhr)

    @Tante Dafür wäre ich dir ebenfalls sehr dankbar. Fehler passieren, ich korrigiere diese aber gerne rückwirkend.

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  15. von BWelzel am 21.01.2014 (12:16 Uhr)

    Wie bislang bei allen Angeboten von Herrn Schmitz sollte jeder für sich persönlich prüfen, inwiefern dieses "Geschäftsmodell" mit dein eigenen Wertvorstellungen kompatibel ist.
    Also: Herr Schmitz verdient wieder einmal Geld mit den Inhalten Dritter. Statt wie bislang Inhalte nur aus den Fesseln des Urheberrechtes zu "befreien" und bereitzustellen, geht er einen Schritt weiter und verändert jetzt direkt fremde Webseiten indem er Inhalte verändert bzw. hinzufügt.
    Im Gegensatz zu einem Werbeblocker der den Verdienst des Webseitenbetreibers reduziert, bereichert sich Herr Schmitz DIREKT damit an der Arbeit des Webseitenbetreibers. Durch die Nutzung dieses Dienstes wird der Nutzer zum Komplizen - ungeachtet der rechtlichen Bewertung, sollte dies spätestens aus moralischer Sicht benannt werden: als Nutzer bestehle ich den Betreiber der Webseite zugunsten von Schmitz - nicht um theoretische Einnahmen, sondern um denn Gewinn den Schmitz mit einer fremden Webseite macht (!).

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  16. von tpk am 21.01.2014 (12:37 Uhr)

    Für Werbetreibende OK, der Webseitenbetreiber schaut in die Röhre. Der Schmidt kommt nicht aus seiner Haut raus, scheint nur halbseiden zu können. Schade, dass der trotzdem mit jedem Pubs, den er lässt, zuverlässig PR auch durch die großen Medien gratis (?!) erhält.

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