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Mehr Bandbreite: Neues Verfahren erhöht Kapazität von Glasfaser deutlich

Mehr Bandbreite: Neues Verfahren erhöht Kapazität von Glasfaser deutlich

US-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die Kapazität von Glasfaser-Netzen deutlich gesteigert werden soll. Übertragungsrate und Reichweite könnten damit theoretisch verdoppelt werden.

Mehr Bandbreite: Neues Verfahren erhöht Kapazität von Glasfaser deutlich

Mehr Kapazität für Glasfaser-Netze in Reichweite. (Foto: Barta IV / Flickr Lizenz: …

Glasfaser: Deutschland hinkt hinterher

In Sachen Glasfaser-Netz hinkt Deutschland im weltweiten Vergleich noch meilenweit hinterher. Gerade einmal etwas über ein Prozent der Breitband-Haushalte sollen derzeit laut Statista mit einem „echten“ Glasfaseranschluss (Fiber To The Home) versorgt sein. Damit lassen sich Geschwindigkeiten ab ab 50 Megabit pro Sekunde erreichen.

Glasfaser-Kapazität soll deutlich erhöht werden. (Foto: roshan1286 / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Dabei gilt die Glasfaser als das Rückgrat des Internets. Das System hat aber Grenzen bei der Kapazität, die aktuell bei bis zu 100 Gigabit pro Sekunde liegt. US-Forschern ist es nun gelungen, diese Kapazität deutlich zu erhöhen. Sie haben eine Methode entwickelt, mit der sie optische Signale ohne Verzerrung um das 20-Fache verstärken konnten. Dadurch könnte die Übertragungsrate und Reichweite theoretisch verdoppelt werden, heißt es in einem entsprechenden Artikel in der Fachzeitschrift Science.

Glasfaser-Ausbau soll günstiger werden

Um Störungen bei der Datenübertragung per Glasfaser zu verhindern, müssen derzeit in regelmäßigen Abständen sogenannte Repeater in das Netz integriert werden, die die auftretenden Verzerrungen eliminieren. Das Forscherteam des Qualcomm-Instituts an der University of California in San Diego hat dieses Problem nun mit Hilfe eines Frequenzkamms zumindest verkleinert.

Die Signale konnten in den Experimenten über mehrere Tausend Kilometer übertragen werden, ohne dass es zu Verzerrungen kam. Mit Hilfe der Methode könnte der Ausbau des Glasfaser-Netzwerks günstiger werden, da weniger der kostspieligen Repeater zwischengeschaltet werden müssten. Bis das Verfahren aber ausgereift ist, könnte es noch rund fünf Jahre dauern.

via www.deutschlandfunk.de

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2 Antworten
  1. von Evtl nicht so relevant am 29.06.2015 (11:17 Uhr)

    Ein grundsätzliches Konzept bei Glasfaser-Speed-Erhöhungen ist, das man die vorhandenen verbuddelten Glasfasern weiter benutzen kann und im Gegensatz zu normalen Technik-Updates nicht alles neu kaufen muss.

    Ein üblicher Trick bei Glasfaser ist auch, das man Verzerrungen usw. am Ende der Glasfaser irgendwie wieder "rückgängig" macht. Darum scheint es sich beim Artikel zu halten.

    Neulich gabs ja nicht mehr nur horizontal/vertikal polarisiert sondern irgendwas mit etwas ganz neuem (Orthogonale Dimensionen oder sowas) womit man 10-20 Laserstrahlen gleicher Frequenz unterscheiden kann. Weil die Frequenzen vermatschen (das sind ja nicht 3 Meter im Auto sondern tausende Kilometer) kann man die nicht beliebig nebeneinander legen und wie das Fahren neben der Optimalspur (Formel1, Straße,...) ist dort die Dämpfung auch deutlich schlechter was bei langen Strecken schnell spürbar wird. Outdoor vs. Rechenzentrum sind also durchaus differente Zielgruppen.

    Folgendes gibts auch noch, braucht aber neue Kabel:
    http://www.golem.de/news/datenuebertragung-wissenschaftler-stellen-mit-neuer-glasfaser-rekord-auf-1410-110132.html


    Die Frage ist aber, ob und wann Glasfaser und solche Dinge für Bürger bezahlbar werden oder ob es eher eine für uns nichts-sagende Meldung (wie neue SAS-, Firewire1600/3200/4800/6400 oder DLT-Versionen oder die vielen Google-Projekte auf die wir seit 15 Jahren warten) ist weil es B2B und L3-Carrier betrifft und Netflix oder Amazon-S3 oder Akamai davon nicht billiger werden.
    Schon bei Gigabit-Ethernet vor sagen wir mal 15 Jahren als rot-grün regierte und der Neue Markt nicht viel anders machte als viele Startups heute wurde behauptet, es ginge nur mit Glasfaser.
    Oder das ich glaube 59kbit/sek Modems technologisch unmöglich seien obwohl man sie aus USA kaufen konnte...


    Es liegt schon viel Dark Fiber herum welches wohl immer noch nicht genutzt wird, weil die vorhandenen Leitungen bisher reichen. Für die letzte Meile natürlich nicht aber beim Backbone.

    Wenn man von neuen Festplatten-Dichten liest, habe ich den Eindruck, das diese Meldungen wirklich 3 Jahre später in bezahlbaren Festplatten landen.
    Bei den üblichen "Bessere Akkus mit mehr Leistung" "Akkus schneller aufladen" "Bessere Solarzellen" "billigere Solarzellen" warten wir schon 10-30 Jahre auf die Umsetzung.

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  2. von Edmund am 29.06.2015 (17:06 Uhr)

    Das Fraunhofer Institut hat vor mindestens 10 Jahren Polichrome Glasfaser entwickelt. Damit lässt sich die Übertragungsrate mit der Anzahl der Farben multiplizieren. Leider nichts mehr davon gehört.

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