Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Bay Trail: Intel will mit einem Chip Smartphones, Tablets und Convertibles dominieren [IDF 2013]

Auf dem IDF 2013 hat seine neuste SoC-Generation für , , , Convertibles und vorgestellt. Die „Bay Trail“-Generation soll für die Kalifornier endlich den Durchbruch im Tablet- und Smartphone-Segment bedeuten.

Bay Trail: Intel will mit einem Chip Smartphones, Tablets und Convertibles dominieren [IDF 2013]

Intel: Bei Tablets bisher nicht vom Erfolg gesegnet

Intel tat sich bisher schwer damit, im Tablet- und Smartphone-Segment einen Fuß in die Tür zu bekommen. Die Konkurrenz im Form von Nvidia (Tegra) und Qualcomm (Snapdragon) konnte in diesen Bereichen in den letzten Monaten und Jahren deutlich mehr Erfolge vermelden. Das möchte der kalifornische Chipgigant nun ändern und präsentiert auf der Hausmesse IDF (Intel Developer Forum) in San Francisco die neue Wunderwaffe für mobile Geräte namens „Bay Trail“.

Schlechter Ruf der Atom-Marke

Unter dem Codenamen versteckt sich eine ganze Reihe von Prozessoren, die alle mit der Bezeichnung „Atom“ im Markt erscheinen werden. Die neuen Atom-Prozessoren basieren auf der Silvermont-Mikroarchtitektur die sich durch ein 22-nm-Fertigungsverfahren und sogenannte „Tri-Gate-Transistoren“ auszeichnet. Beide Techniken kommen bei Desktop-Prozessoren bereits seit einigen Monaten zum Einsatz und erlauben es, immer mehr Schaltkreise auf einem Chip unterzubringen, und damit eine Leistungssteigerung zu erreichen.

Bay Trail: Doppelte Leistung bei CPU und Grafik

Ordentlich nachgelegt hat Intel auch bei der Grafik. Auf den SoC-Einheiten befindet sich zukünftig auch eine Intel-HD-Grafikeinheit, wie man sie bereits aus dem Desktop-Bereich von den Core-Prozessoren kennt. Insgesamt sollen sowohl Rechen- als auch Grafikleistung etwa um den Faktor zwei steigen. In eigenen Benchmarks zeigt Intel plakativ, dass man die Konkurrenz von Nvidia und Qualcomm bei der Performance deutlich hinter sich gelassen hat. Natürlich sind solche Ergebnisse aber mit Vorsicht zu genießen.

Die Bay-Trail-SoCs sollen mit bis zu doppelter Leistung bei CPU und Grafik überzeugen.
Die Bay-Trail-SoCs sollen mit bis zu doppelter Leistung bei CPU und Grafik überzeugen.

Intel pusht höhere Display-Auflösungen und 4K-Fähigkeit

Je nach Modell verfügen die Bay-Trail-SoCs, welche konkret den Namen Z3XXX tragen werden über zwei oder vier Kerne mit bis zu 2,4 Gigahertz Taktfrequenz. Auch bei den unterstützten Display-Auflösungen ist Bay-Trail ein Schritt in die richtige Richtung. Die Spitzenmodelle unterstützen Auflösungen von bis zu 2560 x 1600 Pixeln. Die Bay-Trail-SoCs können außerdem mit 4K-Videos umgehen, auch wenn die Ausgabe auf dem internen Display natürlich nicht in voller Auflösung erfolgt. Auf einem externen Display könnte die hohe Auflösung aber zum Tragen kommen.

Bay Trail kann mit Android und Windows arbeiten

Die Bay-Trail-Produkte sind auch die ersten Chips, die sowohl mit Android als auch mit Windows betrieben werden können. Die nötige Hardware muss dazu nicht verändert werden, damit sind zukünftig auch mehr Dual-Boot-Lösungen mit Android und Windows denkbar. Die Akkulaufzeit der neuen Produktgeneration soll über zehn Stunden betragen und damit gleichauf wenn nicht sogar besser sein als die Konkurrenz von Qualcomm und Nvidia. Die Smartphone-Adaption von „Bay Trail“ namens Merrifield soll pünktlich zum Mobile World Congress 2014, also Ende Februar vorgestellt werden.

Die Bay-Trail-SoCs können ohne Änderung an der Hardware mit Windows und Android funktionieren.
Die Bay-Trail-SoCs können ohne Änderung an der Hardware mit Windows und Android funktionieren.

Erste Produkte mit Bay-Trail-Prozessoren gab es bereits letzte Woche auf der IFA in Berlin zu sehen. Dazu gehört zum Beispiel das Toshiba-Encore-Tablet. Aber auch auf dem IDF zeigten einige OEMs bereits mehr oder weniger weit fortgeschrittene Produkte. Dabei zum Beispiel ein 8-Zoll-Tablet mit Windows 8.1 von Dell, welches zur neuen Venue-Produktfamilie gehören wird. Aber auch Asus zeigte ein Transformer-Pad auf Bay-Trail-Basis. Generell betonte Intel an vielen Stellen den günstigen Preis der neuen Produkte. Einstiegsgeräte gibt es bereits ab 350 Dollar bzw. 300 Euro zum Weihnachtsgeschäft 2013.

Newsletter Newsletter

Abonniere unseren Newsletter und erhalte einen exklusiven Artikel aus dem aktuellen t3n Magazin.

Jetzt lesen: t3n Newsletter Nr. 543

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Keine Antwort
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Intel
Vollwertiger Rechner am Handgelenk: Wie Neptune ein neues Computerzeitalter einläuten könnte
Vollwertiger Rechner am Handgelenk: Wie Neptune ein neues Computerzeitalter einläuten könnte

Die Neptune Suite verfolgt ein ungewöhnliches Konzept: Der eigentliche Rechner sitzt in einer Smartwatch. Zusätzliche Displays und eine Tastatur erweitern die Uhr um die Funktionalität eines … » weiterlesen

Akkulaufzeiten, von denen Apple nur träumt: Neues Dell-Ultrabook XPS 13 vorgestellt
Akkulaufzeiten, von denen Apple nur träumt: Neues Dell-Ultrabook XPS 13 vorgestellt

Wird das Dell-Ultrabook XPS 13 zur ernsthaften Macbook-Air-Alternative? Zumindest hat das nun vorgestellte Modell einige sehr gelungene Features an Bord. » weiterlesen

Auch in den neuen MacBooks: Das kann der USB-Type-C-Anschluss
Auch in den neuen MacBooks: Das kann der USB-Type-C-Anschluss

2014 hatte Intel erstmals konkrete Informationen zum neuen USB-Anschluss vom Typ C vorgelegt. Wie bei Apples Lightning-Anschluss soll es egal sein, wie rum entsprechende Stecker in die Buchse kommen. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 40 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen