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Marketing

Werberiese installiert 500 Beacons in New Yorks Telefonzellen

    Werberiese installiert 500 Beacons in New Yorks Telefonzellen

500 Beacon-Sender sind in New Yorks Telefonzellen versteckt.  (Screenshot: Paypal)

An 500 „phone kiosks“ in New York hat der Werberiese Titan mit Genehmigung der Stadt kleine Funksender, sogenannte Beacons, installiert. Geniale Werbestrategie oder dreiste Überwachung?

Beacon heißt so viel wie Leuchtturm. Und das beschreibt auch in etwa die Funktion der kleinen Bluetooth-Sender. Sie sollen einen leiten. Zudem können die kleinen Geräte genutzt werden, um Wege von Menschen nachzuvollziehen. Dass 500 dieser Beacons in New York, vermutlich hauptsächlich im beliebten Stadteil Manhattan, in Telefonzellen eingebaut wurden, berichtete Buzzfeed News heute mit Bezug auf eine anonyme Quelle. Laut der Nachrichtenseite stimmte die Stadtverwaltung der Aktion zu, ohne die Öffentlichkeit zu informieren, Beratungen oder Genehmigungen einzuholen. Auf Nachfrage bestätigte ein New Yorker Sprecher die Angelegenheit.

new york
Wo die 500 Beacon-Sender angebracht sind, bleibt das Geheimnis von Titan. (Foto: © Bastos - Fotolia.com)

Beacons-Netz in Manhattan: Fluch oder Segen?

Beacons sind wohl am bekanntesten durch die zunehmende Verwendung im kommerziellen Umfeld. In Geschäften können Sie genutzt werden, um Angebote oder Hinweise mit den Kunden – oder eben auch Passanten – zu teilen. Durchaus nützlich also, nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Kunden, sofern diese selbst entscheiden können, ob sie das auch möchten. Nach Einschätzung von Buzzfeed bergen die Beacons neben der zusätzlichen Kommerzialisierung zudem die Gefahr eines Überwachungsnetzwerkes, dass sich unsichtbar durch die Stadt zieht.

Passanten, die sicher gehen wollen, dass sie nicht getracked werden, sollten ihr Bluetooth ausschalten. Das Problem: Dann wird auch die Verbindung zu anderen Geräten gekappt, wie zum Beispiel kabellose Kopfhörer, die per Bluetooth genutzt werden. Den New Yorkern bleibt also nur die Möglichkeit, alle Apps zu löschen oder zu deaktivieren, die mit Beacons interagieren. Damit der Verbraucher darüber die freie Wahl hat, muss er jedoch wissen, dass er sich in einem Netz aus Beacons befindet. Datenschützer äußerten sich entsetzt über die mangelnde Transparenz bei der Titan-Aktion, die von der Stadt New York offensichtlich unterstützt wird. Genaue Standorte werden nicht öffentlich gemacht. Buzzfeed vermutet nach einem Test die meisten Beacons seien in Manhattan.

Update vom 07. Oktober 2014: Nachdem der Artikel gestern auf Buzzfeed News erschienen ist, hat die Stadtverwaltung Titan aufgefordert, die Beacons wieder zu entfernen.

Ein Klick auf unten stehende Vorschau öffnet die gesamte Infografik.

infografik-beacon-ausschnitt
(Grafik: beaconstac.com

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7 Reaktionen
Melanie Petersen

Das ist richtig, KaiTh. Deswegen haben wir am nächsten Tag das entsprechende Update hinzugefügt – am Ende des Artikels zu finden. Update vom 07. Oktober 2014: Nachdem der Artikel gestern auf Buzzfeed News erschienen ist, hat die Stadtverwaltung Titan aufgefordert, die Beacons wieder zu entfernen.

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KaiTh
KaiTh

Nachricht ist veraltet. Lt abc news vom 6. okt mussten beacons aufgrund öffentlichen drucks wieder entfernt werden.
http://abcnews.go.com/Technology/wireStory/york-cancels-phone-booth-transmitter-program-26007160

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Bastian Schmidtke

soweit ich weiß, nützt es auch nichts, Bluetooth abzuschalten. Zumindest in iPhone läuft Beacon, bzw. BLE unter Ortungsdienste. Die kann man pro App deaktivieren.

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Megges
Megges

kleine Spione?? Im Artikel steht ja sogar, dass es sich um Bluetooth-SENDER handelt. Wie sollen die denn spionieren? Wifi und GSM eignen sich viel besser zur Fremdortung...

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BigBlue
BigBlue

Öffentliches Wifi und GPS sind allgemein akzeptiert und nun die Angst vor Beacons?? Dann sollten die New Yorker neben Bluetooth auch gleich ihr mobile komplett ausschalten... Der Stadtteil heißt übrigens Manhattan ;-)

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Gurke
Gurke

Bluetooth? hab ich am Smartphon glaub ich noch nie angehabt.

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Grummel
Grummel

Hübsch. Nun erkundigt euch noch Mal über die Funktionsweise von iBeacons und vergleicht die mit GPS und Wifi-Lokalisierung. Und dann überarbeitet euren Artikel. Diese Panikmache ist traurig.

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