Twitter ist endgültig in Richtung Geld verdienen eingeschwenkt
Als treibende Kraft hinter dem neuen Plan wird logischerweise wiederum Twitter-CEO Dick Costolo vermutet, der sich allerdings mit der als „Dickbar“ veralberten „Quickbar“ in Twitters iPhone-App gerade einiges an Ärger eingefangen hatte. Eigentlich sollten in dieser Leiste die Trending Topics von Twitter dauerhaft aufgelistet werden. Nicht zuletzt wäre die Quickbar ein guter Platz für Werbung gewesen. Wäre gewesen, denn inzwischen ist sie wieder weg. Die Proteste der Nutzer waren einfach zu groß.
Aber auch sonst ist Twitter ganz in Richtung Geld verdienen eingeschwenkt. Firmen können sich inzwischen an mehreren Stellen einkaufen: Tweets, Trending Topics und die Nutzerempfehlungen stehen zur Verfügung.
Wann wird es den Twitter-Nutzern zu viel Kommerz?
Allerdings können Unternehmen davon abgesehen derzeit nicht mehr machen als jeder andere Twitter-Nutzer auch: Einen Account anlegen und Tweets mit maximal 140 Zeichen veröffentlichen. Zu Twitters Charme gehört es, dass es nur sehr minimale Features gibt. Es existiert beispielsweise nach wie vor keine Möglichkeit, Tweets direkt zu kommentieren, Bilder und Videos lassen sich nur indirekt einbinden und auf der Profilseite gibt es nur ein paar Zeichen Text für die Selbstvorstellung sowie gerade einmal einen lausigen Link. Das Maximum an Individualisierung ist da noch das Hintergrundbild.
Spezielle Seiten oder Features für Firmen und andere zahlende Kunden wären da ein logischer Schritt. Endlich könnte man den eigenen Twitter-Account zu einem vollwertigen Profil ausbauen.
Fragt sich nur: Wann treibt Twitter es mit der Kommerzialisierung zu weit? Die sympathische Aura des eher aus Versehen groß gewordenen Kurznachrichtendienstes jedenfalls verblasst zusehends.
Wann ist für euch Schluss mit lustig? Und welche Features müssten solche Firmenseiten wohl haben, damit sie interessant sind für die Unternehmen und für die Twitter-Nutzer?
Weiterführende Quellen zum Thema Twitter
- Twitter to offer brands Facebook-style pages - marketingmagazine.co.uk
- Twitter sagt den Clients den Kampf an - t3n News, 14.03.2011
- Twitter testet „AdWords“ für Tweets - t3n News, 26.01.2011
- Twitter macht Gewinne – Verdreifachung für 2011 erwartet - t3n News, 24.01.2011
- Twitter jetzt mit Online-Buchungsformular für Werbung - t3n News, 17.12.2010
- Twitter integriert Promoted Tweets in die Timeline - t3n News, 02.11.2010
- „Promoted Account“: Mehr Follower bei Twitter gegen Bares - t3n News, 28.09.2010
- „Trending Topic Ad“ – Twitter baut Werbemodell aus - t3n News, 17.06.2010




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5 Answers
von Kiwi 06.04.2011 (13:39Uhr) 1.
Mich werden diese Unternehmensseiten nicht ernsthaft stören. Denn der Großteil der aktiven Twitterer nutzt sowieso eine Software wie TweetDeck, um direkt vom PC zu twittern. Die Oberfläche von Twitter an sich ist somit eher nebensächlich, da man sie kaum zu Gesicht bekommt.
Außerdem bezweifle ich, dass Twitter mit einem "sozialeren" Netzwerk (einschließlich den Unternehmensseiten), beliebter und mehr genutzt werden wird. Aktuell ist nicht der Zeitpunkt für Twitter, um Facebook und Google ernsthaft Konkurrenz machen zu können, im Bezug auf ein soziales Netzwerk, das mehr als nur Tweets beinhaltet.
Gruß Kiwi
von modemat - zeitgeist.kommunikation via facebook 07.04.2011 (10:19Uhr) 2.
Guten Morgen! Und schade um das reine Konzept, dass sich nun verwässert.
von Tanja Handl 07.04.2011 (11:45Uhr) 3.
Ich sehe einstweilen den speziellen Sinn von Twitter-Unternehmensseiten noch nicht. Der Charme von Twitter besteht doch gerade in der Reduktion auf das Wesentliche. Aber vielleicht wird uns Twitter ja noch überraschen.
Dass es den Usern zu viel Kommerz wird, glaube ich allerdings nicht - schließlich entscheidet jeder selbst, wem er folgen möchte. Was ich nicht lesen will bei Twitter, mit dem komme ich auch nicht in Berührung.
Liebe Grüße,
Tanja
von TimeTac @timetac_de
von allfacebook.de :: News :: Bank of Facebo… 08.04.2011 (12:31Uhr) 4.
[...] Bericht: Twitter plant Unternehmensseiten à la Facebook » t3n News – Wie das britische Marketing Magazine berichtet, sollen Unternehmen künftig ähnlich wie auf Facebook spezielle Seiten anlegen können. Der Hintergedanke ist klar: Twitter möchte gern Geld verdienen und sich als Werbeplattform attraktiver machen. Da böte es sich an, Firmen mehr Gestaltungsspielraum zu geben als die paar rudimentären Funktionen, die man auf Twitter zur Verfügung hat. Fragt sich nur, was die Twitter-Nutzer zur schleichenden Kommerzialisierung des Dienstes sagen… [...]
von oliverg 08.04.2011 (12:41Uhr) 5.
Also Unternehmensseiten sind mir dann lieber als die ganzen Porno&E-Book&Kreditkartenspammer dort.
Und in der Tat: wer wem folgt bestimmt jeder selbst.