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Berlin auf dem Weg zur digitalen Hauptstadt? Diese 10 Punkte sollen es ermöglichen

Berlin auf dem Weg zur digitalen Hauptstadt? Diese 10 Punkte sollen es ermöglichen

Vorreiter oder Spätzünder? Berlin will neue IT-Professuren schaffen, Frauen in der IT-Forschung fördern und ein Zentrum „Digitale Zukunft“ aufbauen. Ein 10-Punkte-Plan soll die Metropole zur digitalen Hauptstadt machen.

Berlin will mal wieder Vorreiter sein und plant in dem Sinne eine große Digitalisierungs-Offensive, die sich jedoch nicht nur darauf konzentriert eine bessere Infrastruktur aufzubauen, sondern auch das Know-how in der Stadt zu vergrößern. Dafür sollen beispielsweise 30 neue IT-Professuren geschaffen werden. Zudem wurde bei der Einstein-Stiftung ein Zentrum „Digitale Zukunft“ beantragt.

Diese 10 Punkte sollen Berlin zur digitalen Hauptstadt Europas machen

Berlin will auf Zukunftstechnologie 5G setzen und größere Förderbeträge aufbringen. (Foto: Shutterstock-Sean Pavone)
Berlin will auf Zukunftstechnologie 5G setzen und größere Förderbeträge aufbringen. (Foto: Shutterstock-Sean Pavone)

Um die Pläne zu realisieren haben der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller und der Präsident der Technischen Universität Berlin Prof. Dr. Christian Thomsen die „Berlin auf dem Weg zur Digitalen Hauptstadt“-Agenda veröffentlicht. Insgesamt umfasst sie ein 10-Punkte-Programm, das wie folgt aussieht:

  • Berlin setzt auf Zukunftstechnologie 5G
  • Berlin schafft 30 neue IT-Professuren
  • Berlin holt die besten digitalen Köpfe in die Hauptstadt
  • Berlin beantragt bei der Einstein Stiftung ein Zentrum „Digitale Zukunft“
  • Der Wissenschaftsstandort Berlin stärkt seine E-Health-Kompetenz
  • Berlin verbessert Perspektiven für Frauen in der IT-Forschung
  • Berlin bewirbt sich um Exzellenz-Projekte
  • Berlin stärkt digitale Inhalte in der Aus- und Weiterbildung
  • Berlin stellt Weichen für ein digitales CityLAB
  • Berlin richtet seine Förderangebote auf Digitalisierung aus

Den meisten Berlinern wird vor allem der erste Punkt „Berlin setzt auf Zukunftstechnologie 5G“ große Freude bereiten. Denn möglicherweise wird damit in vielen Gegenden und im ÖPNV das derzeit häufig vermisste 4G direkt übersprungen. International befindet sich Berlin bezüglich der neuen Mobilfunktechnologie in einem harten Konkurrenzkampf. Tokio wolle beispielsweise bis zu den Olympischen Sommerspielen 2020 den schnellen Mobilfunkstandard flächendeckend installieren.

Der Finanzierungsrahmen für die Projekte, die noch im kommenden Jahr realisiert werden solle, beträgt zusammengefasst in etwa 5 Millionen Euro pro Jahr. Für mehr als 20 Professuren liegen zudem bereits Förderzusagen aus der Wirtschaft und außeruniversitären Einrichtungen vor, hieß es. Für jeden gespendeten Euro gebe das Land Berlin 50 Cent dazu, sagte Prof. Dr. Christian Thomsen.

Kritik gab es jedoch auch – und zwar von den Berliner Grünen. Sie bemängeln unter anderem, dass Müllers 10-Punkte-Plan das digitale Versagen des Senats manifestieren, da es noch immer keine konkreten Maßnahmen zur Digitalisierung der Verwaltung gäbe.

via netzpolitik.org

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Eine Antwort
  1. von Rot-Grün hatte die Option am 09.12.2015 (14:12 Uhr)

    Nicht zu vergessen:
    - Abmahnungen
    - Hohe Streitwerte
    - Software-Patente
    - ACTA, IPRED-2, TTIP, TISA,...
    - Steuersubventionen
    - Schneller Ausbau nur in Kerngebieten
    - Überbau (Heraus-Reissen ?) von Glasfasern durch Kupfer
    - freies WiFi überall so wie in USA wo viele Apps munter Daten runterladen weil WiFi dort überall kostenlos verfügbar ist und man am Times-Square Fernsehen am iPad gucken kann
    - ...

    http://www.indiskretionehrensache.de/2012/06/new-york-social-web-als-alltag/
    Und das war schon 2012.

    Wegen der Grünen: Die waren an rot-grün beteiligt denen der Zustand des heutigen Internets und natürlich die verfügbaren UMTS-Tarife teilweise mitzuverdanken ist. Wieso haben sie kein Partizipations-Projekt programmieren lassen (ich hätte es kostenlos gemacht ohne Subventionen) welches seit der rot-grünen Regierung 1999 von allen Fußball_Vereinen, Mitarbeitern (Verkappter Betriebsrat), Mietern im Miethaus und Mietern im Büro-Immobilien-Haus und im Einkaufs-Zentrum, Politikern, Talkshows, Kleinaktionärs-Versammlungen und Presse-Konferenzen (also auch von Euch) usw. genutzt werden müsste weil es der partizipative Standard ist und jeden - konstruktiv und legal - kostenlos und ohne 48 Cent pro SMS zzgl. Netzprovider-Kosten - überall mitreden (oder die Presse konstruktive Fragen stellen) lassen würde.

    Software liefert die Versprechen bis heute meist nicht...
    Wäre Software Autos bekämen viele Apps keine Zulassung:
    site:t3n.de malware app store
    http://t3n.de/news/it-sicherheit-deutschland-bsi-658277/

    Hat nicht jeder fast Eurer Bekannten auf den dicksten verfügbaren Internet-Tarif gewechselt damit sein Netflix oder Prime-Video nicht mehr ruckeln ? Und ruckelt es trotzdem ? Na dann fragt Euch mal ob nicht Botnetze und Spam Schuld sind. Bald auch übernommen IoT(Internet-Of-Things)-Geräte die ständig nach Hause telephonieren. Netflix braucht evtl wegen der ACK-Pakete einen dicken Rück-Kanal:
    http://www.golem.de/news/netflix-70-prozent-der-daten-im-festnetz-durch-streaming-1512-117882.html

    Google Fiber baut seit einem Jahr stetig eine US-Kleinstadt nach der anderen aus. Die Presse erkennt nicht das das die vorhandenen Strukturen unauffällig durch was viel besseres ersetzt. Auch hier wird relativ unauffällig Glasfaser ausgebaut und der Telekom die Kunden abgegraben.
    Das sind vielleicht Abschreibungen über 30-50 Jahre so das jeder Investor sich freut und evtl Zilliarden dort investieren wollen wie damals bei den Film-Fonds wo man auch heute viel investiert und über viele viele viele Jahre in kleinen Mengen zurückbekommt. Fragt Euren Steuer-Berater.
    Viele Dörfer wurden vermutlich schon erfasst und können Verträge abschliessen. Viel berichtet wird davon vielleicht bestenfalls im Lokal-Zeitungs-Teil.
    http://www.golem.de/news/ftth-glasfaserversorgung-steigt-in-deutschland-nur-leicht-1512-117887.html
    http://www.golem.de/news/deutsche-glasfaser-ftth-ausbau-praktisch-ueberall-guenstig-moeglich-1506-114845.html

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