Der erste Prototyp von Bespin, den das Developer Tools Lab Team vorgestellt hat, kann noch nicht produktiv verwendet werden. Zu ersten Tests reicht die frühe Entwicklungsversion der Open Source Software aber durchaus schon. Die beiden größten Pluspunkte von Bespin sind wohl die Möglichkeiten zur Echtzeit-Collaboration und zum Zugriff von jedem Rechner und von jedem Ort. Diese Vorteile gegenüber desktopbasierten Editoren soll Bespin schon bald zu einem nützlichen und produktiven Entwicklungs-Tool machen.
Als Vorbild bei der Entwicklung von Bespin dient der erfolgreiche Web-Browser Firefox. Mozilla möchte für Bespin eine ähnlich offene Struktur bieten, so dass auch externe Entwickler möglichst viele Innovationen in Form von Erweiterungen in das Projekt einbringen. So hat man auch schon bei der Entwicklung des ersten Prototypen mit vielen Entwicklern über die Funktionen diskutiert und sie dann vom eigenen Developer-Team umsetzen lassen.
Die Funktionen im Überblick
- Echtzeit-Collaboration: Live-Coding zusammen mit Kollegen soll einfach und unkompliziert möglich sein.
- Integrierte Kommandozeile: Tools wie vi oder Emacs haben es vorgemacht und auch Bespin will diese Stärke nutzen.
- Erweiterbar und Self-Hosted: Sowohl das Interface als auch die Fähigkeiten sollen über einfache Befehle (wie bei Ubiquity) oder über die Plug-In API erweiterbar sein.
- Schnelligkeit: Auch die Bearbeitung von sehr großen Dateien soll sehr schnell werden.
- Zugriff von überall: Die Entwickler sollen von jedem Ort und jedem Gerät über einen modernen Browser Zugriff erhalten.
- Einfache Benutzung: Die Nutzer sollen sich schnell zurechtfinden und mit dem Coden beginnen können.
Einführung in Bespin
Web-Entwicklung im Browser: Ist das die Zukunft?
Noch kann Bespin 0.1 kein Ersatz für eine voll ausgestattete Entwicklungsumgebung sein. Die Veröffentlichung kommt zu einem sehr frühen Zeitpunkt und ist als Teil der Mozilla-Philosophie "Proof of Concept" zu sehen. Man will schon frühzeitig die Akzeptanz der Nutzer prüfen, um mögliche Fallstricke auszuschließen und um die Entwicklung von Erweiterungen möglichst früh auf den Weg zu bringen.
Sieht so also die Zukunft aus? Werden Web-Applikationen künftig ausschließlich im Web-Browser entwickelt? Wer kann sich eine solche Zukunft vorstellen oder gibt es vernünftige Gründe, die dagegen sprechen?








2 Antworten
von Fabian 19.02.2009 (16:27Uhr) 1.
Sicher wird eine webbasierte IDE nicht als vollständiger Ersatz für eine solche sein, die man lokal zu laufen hat. Jedoch kann ich mir gut vorstellen, dass Bespin seine Anhänger finden wird. Im Allgemeinen ist doch zunehmend der Trend zu beobachten, dass Desktopanwendungen mit Webapplikationen verschmelzen. Von daher glaube ich, dass das ein weiteres innovatives Mozilla ist, welches einiges an Potenzial mit sich bringt.
von t3n-Linktipps: Microblogging, Photoshop-… 14.08.2009 (16:05Uhr) 2.
[...] Mozilla-Labs-Entwickler des webbasierten Code-Editors Bespin haben bei ihrer Arbeit mit Bespin festgestellt, dass sie sich häufig auch untereinander über [...]