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Karriere

So gewinnt man Aufmerksamkeit: 14 kreative Bewerbungen, die aus der Masse herausstechen

    So gewinnt man Aufmerksamkeit: 14 kreative Bewerbungen, die aus der Masse herausstechen

(Screenshot: rleonardi.com)

Es gibt so einige Bewerbungen im Netz, die in Sachen Kreativität und Einfallsreichtum kaum zu übertreffen sind. Wir haben für euch 14 Beispiele kreativer Stellengesuche kuratiert.

Schon immer war es so, dass man sich bei Bewerbungen von seinen Mitbewerbern abheben musste – durch Qualifikationen, durch Erfahrungen oder einfach nur durch ein gewisses Auftreten. In der Vergangenheit kam nicht selten auch der Kreativitätsfaktor dazu, wenn es darum ging, aus der Masse herauszustechen – auch und gerade in der Medienbranche. Zum einen natürlich, weil dort ein gewisses Maß an Ideenreichtum ganz einfach Grundvoraussetzung ist. Zum anderen aber auch, weil dieser Berufszweig enormen Zulauf hat. Heute bietet sich dafür natürlich das Web an.

Egal, ob durch Webseiten, Bewerbervideos, Social-Media-Profile, Scrollytelling-Formate oder Blogs – die Wege im Internet über die Bewerber ihre Inhalte kommunizieren können, sind vielfältig. Doch es muss nicht immer digital sein – wie auch das letzte Beispiel beeindruckend beweist.

Interactive Resume of Robby Leonardi

Ein besonders herausragendes Beispiel, das in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt hat, ist die Bewerbungs-Webseite von Robby Leonardi. Der New Yorker ist ein multidisziplinärer Designer, der sich sowohl auf Illustrationen und Animationen als auch auf Grafik-Design und Front-End-Entwicklung spezialisiert hat. Personaler können Leonardi wie in einem Videospiel durch verschiedene Level steuern. Das Game ist wie ein Lebenslauf aufgezogen, in dem er immer wieder auf Stationen, Arbeiten und gewonnene Awards hinweist. So erfahren sie, dass er unter anderem den „Net Award 2013“ für das beste Online-Portfolio gewonnen hat. Wie passend!

Eine inspirierende Portfolio-Webseite hat der multidisziplinäre Designer Robby Leonardi veröffentlicht. (Screenshot: rleonardi.com)
Eine inspirierende Portfolio-Webseite hat der multidisziplinäre Designer Robby Leonardi veröffentlicht. (Screenshot: rleonardi.com)

The Applicant

Der Spiele-Designer Marius Fietzek hat sich beim Entwicklerstudio Double Fine beworben – und zwar im Rahmen eines selbst programmierten Computerspiels namens „The Applicant“. Die Handlung sieht vor, dass der Spieler ein Bewerbungsgespräch mit Fietzek führen muss. Sympathisch ist das auch, weil das Spiel in traditioneller Pixelgrafik daherkommt. Den Verantwortlichen schien es gefallen zu haben, denn die kreative Idee brachte dem Entwickler seine heiß ersehnte Stelle ein. Ganz neu war der Ansatz jedoch nicht: Einen ähnliches Spiel hatte auch Tim Schafer entwickelt, als der sich bei LucasArts erfolgreich beworben hat. Zum Dank für die Vorlage hat Fietzek dem Vorbild in einer Fortsetzung eine Rolle gewidmet. Während Marius Fietzek darin die freudige Nachricht verkündet dass er eingestellt wurde, kommt Schafer in den Raum und scheucht ihn an seinen Schreibtisch zurück.

„The Applicant“ ist ein kreatives Browser-Spiel, das ein Bewerbungsgespräch simuliert. (Screenshot: rickrocket.de)
„The Applicant“ ist ein kreatives Browser-Spiel, das ein Bewerbungsgespräch simuliert. (Screenshot: rickrocket.de)

Employ Adam

„Jung, verzweifelt, arbeitslos, sucht ...“ – so kann man sich den Küchenzuruf vorstellen, den der Brite Adam Pacitti für seine Bewerbung gewählt hat. Nicht unbedingt der beste Einstieg, um sich einem Arbeitgeber zu präsentieren, könnte man meinen. Pacitti hat seinen fast schon mitleiderregenden Aufruf jedoch sehr kreativ und strategisch aufgezogen: Er entwickelte eine Webseite, platzierte darin ein Bewerbervideo und investierte seine letzten 500 Pfund in eine Plakatwand in der Londoner Innenstadt, um für die Seite zu werben – ein rundum gelungenes Konzept. Dieser Erfinderreichtum hat beeindruckt: Der ausgebildete „Media Producer“ bekam rund 60 solide Jobangebote, wie sich nachlesen lässt, und entschied sich am Ende für eine Karriere als „Viral Producer“ bei KEO Digital.

Employ Adam macht auf Mitleid. Das jedoch mit vollem Erfolg. Am Ende wurde Adam Pacitti der neue „Viral Producer“ bei KEO Digital. (Screenshot: adampacitti.com)
Employ Adam macht auf Mitleid. Das jedoch mit vollem Erfolg. Am Ende wurde Adam Pacitti der neue „Viral Producer“ bei KEO Digital – eine von vielen Bewerbungen, die uns ins Auge gefallen ist. (Screenshot: adampacitti.com)

Fotogalerie auf Facebook

Brandon Kleinman verschickt seine Bewerbungen in der Regel ganz konventionell und wie gefordert, allerdings ist sich der US-Amerikaner einer Sache bewusst, die er für sich arbeiten lässt und die ihn Aufmerksamkeit verschafft. Wie er nämlich richtigerweise annimmt, suchen Personaler im Social Web nach Informationen fernab der Bewerbungsunterlagen. In diesem Sinne hat er ein öffentliches Fotoalbum auf Facebook hochgeladen, dass den Suchenden mindestens ein Lächeln abverlangt, hoffentlich aber ein Jobangebot aus den Rippen leiert. Auf Tafelbildern beschreibt er seine Qualifikationen und warum er der richtige für den Job ist. Nette Idee!

Brandon Kleinman weiß, dass Personaler auf Facebook nach Informationen suchen. (Foto:  Brandon Kleinman-Facebook)
Brandon Kleinman weiß, dass Personaler auf Facebook nach Informationen suchen. (Foto: Brandon Kleinman-Facebook)

Phildub

Die Arbeitskraft als Ware – klingt irgendwie gruselig, oder? Der Franzose Philippe Dubost hat dieses Credo allerdings auf eine neue Ebene gehoben. In seinem Stellengesuch hat der Produktmanager sich und sein Können auf einer nachgestellten Amazon-Page angeboten. Dort, wo du eigentlich die neue „Homeland“-Staffel vermuten würdest, strahlte das Antlitz des Arbeitssuchenden. Bis ins Detail kopierte er das Amazon-Design. Von den Sharing-Buttons bis zur Breadcrumb-Struktur. Wo sonst Kundenrezensionen stehen, hat Philippe seine bisherigen Arbeitsstationen aufgeführt und auch Bewertungen alter Vorgesetzter sind wunderbar originell eingebettet. So viel Einsatz hat sich gelohnt. Der Ansatz brachte ihm 1,5 Millionen Besucher auf die Page und einen Job bei Birchbox in Paris.

Philippe Dubost hat weiß als „Produktmanager“ wie man richtig vermarktet. Sein Stellengesuch im Amazon-Stil ging um die ganze Welt. (Screenshot: phildub.com)
Philippe Dubost hat weiß als „Produktmanager“, wie man richtig vermarktet. Sein Stellengesuch im Amazon-Stil ging um die ganze Welt. (Screenshot: phildub.com)

Google Please Hire Me

Im vergangenen Jahr suchte auch Matthew Epstein etwas unkonventionell nach seinem Traumjob. Der Unterschied zu den vorher genannten Bewerbern: Matthew wusste schon genau, wo er hinwollte. Unter googlepleasehire.me hat der New Yorker mithilfe eines Bewerbervideos um einen Marketing-Job bei dem wohl aufregendsten Arbeitgeber im Web gebeten – und dabei viel Humor bewiesen. In dem Video hat er all seine Marketing-Kompetenz genutzt, um sich selbst ins richtige Licht zu rücken: „Ich bin ein Mann mit einem Schnurrbart, der selbst Engel zum Weinen bringt“, prahlt er unter anderem. Matthew hatte zuvor bereits 20 Bewerbungen verschickt und nicht einmal eine Absage bekommen. Mit aufgeklebtem Schnurrbart, runtergelassener Hose und Prahlerei auf schon fast peinlichem Niveau hat es dann aber teilweise geklappt: Zumindest ein Bewerbungsgespräch hat Google ihm angeboten. Leider hat es aber nicht für einen Job bei dem Suchmaschinenriesen gereicht.

Matthew Epstein hat mit seinem Google-Bewerbungsvideo ziemlich dick aufgetragen und dadurch die Chance auf Bewerbungsgespräch erhalten. Am Ende wurde es leider nichts mit dem Traumjob. (Screenshot: YouTube)
Matthew Epstein hat mit seinem Google-Bewerbungsvideo ziemlich dick aufgetragen und dadurch die Chance auf ein Bewerbungsgespräch erhalten. Am Ende wurde es leider nichts mit dem Traumjob. (Screenshot: YouTube)

The Google Job Experiment

Alec Brownsteins Jobsuche kann man schon fast als genial betiteln. Mit der Sicherheit, dass sich jeder hin und wieder selbst googelt hat der US-Amerikaner für läppische sechs US-Dollar Google Ads auf die Namen der Kreativ-Direktoren seiner fünf bevorzugten Werbeagenturen geschaltet: David Droga, Tony Granger, Gerry Graf, Ian Reichenthal und Scott Vitrone. Die Idee also: Sobald einer von ihnen den eigenen Namen googelt, spuckte Google eine Anzeige aus. Zum Beispiel: „Hey, Ian Reichenthal – Sich selbst zu googlen macht Spaß. Mich einzustellen aber auch!“ Die Kreativen waren begeistert und Alec hatte vier Vorstellungsgespräche und schlussendlich zwei Jobangebote in der Tasche. Zugeschlagen hat er dann bei der international bekannten Werbeagentur Young & Rubicam in New York. Ein Traumjob.

„The Google Job Experiment“ von  Alec Brownstein hat kaum Geld gekostet, aber genau die Menschen angesprochen auf die es ankam – mittels Google AdWords! (Screenshot: YouTube)
„The Google Job Experiment“ von Alec Brownstein hat kaum Geld gekostet, aber genau die Menschen angesprochen, auf die es ankam – mittels Google AdWords! (Screenshot: YouTube)

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