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5 vs. 54: So krass steigt die Frauen-Quote, wenn Firmen nur Skills beurteilen

    5 vs. 54: So krass steigt die Frauen-Quote, wenn Firmen nur Skills beurteilen

(Bild: Flickr-WOCinTech Chat / CC BY-SA 2.0)

Eine Studie entlarvt Diskriminierung in der Tech-Industrie: Sind weibliche Bewerber nicht als Frauen erkennbar, sondern werden nur nach ihren Skills beurteilt, steigt ihre Erfolgsquote rasant an.

Skills: Studie zeigt Nachteile für Frauen

In den USA ist der anonyme Lebenslauf – anders als in Deutschland – längst keine Seltenheit mehr. Dabei wird auf Angaben wie Name, Alter, Herkunft und auf ein Bewerbungsfoto bewusst verzichtet. Die Personaler sollen so rein fachlich entscheiden können, Diskriminierungen ausgeschlossen sein. Ob das immer so gut funktioniert, darüber lässt sich streiten. Eine Studie hat jetzt aber gezeigt, dass Frauen in der Tech-Industrie von solchen anonymen Bewerbungen stark profitieren würden.

Frauen haben mehr Chancen auf einen Job in der Tech-Branche, wenn es nur um ihre Skills geht. (Bild: Flickr-WOCinTech Chat / CC BY-SA 2.0)
Frauen haben mehr Chancen auf einen Job in der Tech-Branche, wenn es nur um ihre Skills geht. (Bild: Flickr-WOCinTech Chat / CC BY-SA 2.0)

Der US-amerikanische Recruiter Speak with a Geek hat ein Experiment mit insgesamt 5.000 Bewerbern durchgeführt, bei dem Unterschiede zwischen anonymen und nicht-anonymen Bewerbungen unter die Lupe genommen wurden. In der ersten Runde, bei der den Personalern der Tech-Firmen alle Angaben der Bewerber offengelegt wurden, entschieden sie sich nur in fünf Prozent der Fälle für Frauen, die dann zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden sollten. Wussten sie nicht, welches Geschlecht die Bewerber hatten, sondern entschieden nur nach den Skills, stieg diese Quote auf 54 Prozent an.

Frauen und Skills: Diskussion in der Tech-Branche

Besonders bemerkenswert ist dieses Ergebnis vor dem Hintergrund der in der Tech-Industrie schon seit Jahren stattfindenden Diskussionen um eine Steigerung des Frauenanteils. Konzerne wie Apple oder Facebook versuchen auf verschiedenen Wegen, diese Herausforderung zu meistern, die Fortschritte halten sich aber offenbar in Grenzen. In seinem Diversitätsbericht hat etwa Apple zuletzt einen Frauenanteil von 32 Prozent ausgewiesen, was eine Steigerung von nur einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Dabei, so die Schlussfolgerung von Speak with a Geek, wäre es ganz einfach, den Frauenanteil zu steigern: über anonyme Bewerbungen. Entsprechende Versuche gibt es schon seit den 1970ern, etwa in Symphonieorchestern. Die Ergebnisse zeigten jeweils einen sprunghaften Anstieg von Einladungen zu Bewerbungsgesprächen an Frauen oder ethnischen Minderheiten. Für Annie Ryan, Managerin für Diversität und Inklusion bei Speak with a Geek, ist klar: Wer neue Technologien für die gesamte Bevölkerung entwickeln will, sollte auch verschiedene Perspektiven in den Entwicklungsprozess einbringen, eben beispielsweise durch einen höheren Anteil an Frauen und verschiedenen Ethnien.

via www.cnet.com

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