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Bezahlschranke: Facebook testet kostenpflichtige Nachrichten

    Bezahlschranke: Facebook testet kostenpflichtige Nachrichten
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Wer bestimmten Personen bei Facebook eine Nachricht schreiben möchte, könnte dafür künftig eine Kreditkarte benötigen. Seit Dezember 2012 testet Facebook eine solche Bezahlschranke bereits in den USA, jetzt kommt sie testweise auch zu uns herüber.

Bezahlschranke soll Spam bei Facebook vermindern

Mit einem weiteren Test sorgt Facebook für neuen Wirbel: Nachrichten an bestimmte Personen könnten zukünftig kostenpflichtig sein. Noch ist das nur ein weiterer Test, doch wie Süddeutsche.de meldet, wurde dieses Bezahlschranken-Experiment gerade auf weitere 36 Länder ausgedehnt, nachdem es im Dezember 2012 zunächst nur in den USA an den Start ging. Es scheint sich also um eine ernsthafte Absicht zu handeln, die allerdings nur einen kleinen Teil der bei Facebook verschickten Nachrichten betrifft. Wer seinen Kontakten eine direkte Nachricht schicken möchte, kann dies auch zukünftig kostenlos tun. Kostenpflichtig werden dagegen Nachrichten an Personen aus dem öffentlichen Leben, wenn diese nicht zu den eigenen Kontakten gehören.

Wichtig zu erwähnen ist hier auch die Tatsache, dass man nach wie vor kostenlos Nachrichten an Personen schicken kann, mit denen man nicht befreundet ist – der Haken: Diese Nachrichten landen dann nicht in der priorisierten Inbox, sondern werden ohne Benachrichtigung unter „Sonstiges“ gelistet. Diesen Bereich der Nachrichten-Inbox dürften viele Facebook-Nutzer gar nicht kennen, da nichts auf ihn aufmerksam macht. Zu finden ist er unter Nachrichten – oben links steht dort Sonstiges direkt neben dem normalen Postfach.

Mit der Bezahlschranke für Facebook-Nachrichten könnte Spam für wenige Cents aus dem Bereich „Sonstiges“ in die priorisierte Inbox wandern.

Preise für kostenpflichtige Nachrichten variieren

Wie umfangreich der Test ist – wie viele Nutzer also die Bezahlschranke für Nachrichten an Promis gezeigt bekommen –, ist nicht bekannt. Auch die Höhe der zu leistenden Zahlung ist dynamisch. So soll sich der Preis für Nachrichten an Promis an der Zahl der Abonnenten orientieren. Zusätzlich gibt es die Option, auch für Nachrichten an Nicht-Promis zu bezahlen. Das kommt immer dann in Frage, wenn man einer Person eine Nachricht schicken möchte, mit der man nicht befreundet ist und die trotzdem in die priorisierte Inbox wandern soll.

Das kann unter Umständen sinnvoll sein, denn den Inbox-Bereich Sonstiges kennt nicht jeder und selbst die, die ihn kennen, werden hier nicht jeden Tag reinschauen. Solche bezahlte Nachrichten sollen dann aber deutlich weniger kosten als Nachrichten an Promis. Süddeutsche.de nennt hier zwei Beispiele, den Schriftsteller Salman Rushdie und den Schwimmer Tom Daley, für die Nachrichten zwischen zwölf und 13 Euro kosten sollen.

Kommentar: Bezahlschranke bei Facebook unter dem Deckmantel der Spam-Vermeidung

So wichtig und richtig auch Maßnahmen zur Vermeidung von Spam sind, so erkennt man an den variablen Beträgen für Nachrichten an Promis doch, dass es Facebook auch um eine weitere Einnahmequelle geht. Kritischer als bezahlte Nachrichten an Personen aus dem öffentlichen Leben finde ich persönlich aber noch die bezahlten Nachrichten an „normale“ Nicht-Freunde, die dann in der priorisierten Inbox landen. Noch sind mir da keine Preise bekannt, aber es dürften lediglich einige Cents sein. Das wäre dann aber kein Hindernis für werbetreibende Spammer, die uns schon jeden Tag mit Postwurfsendungen und Flyern den Briefkasten verstopfen. Auch die kosten nur einige Cents …

Weiterführende Links

 

Bildnachweis für die Newsübersicht: 401(K) 2013 / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA

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3 Reaktionen
chillma
chillma

Also wer für sowas zahlt muss echt dumm sein. Facebook probiert anscheinend wirklich krampfhaft irgendwie an Geld zu kommen. Scheint wohl net gut zu laufen. Ich hoffe facebook geht bald unter.

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Proentry
Proentry

Definitiv. Denke auch, dass Facebook in den nächsten Jahren immer mehr an Attraktivität verlieren wird. Die erste Anzeichen gibt es ja jetzt schon mit dem Mitglieder-Schwund gerade bei der jüngeren Zielgruppe und genau diese waren doch stundenlang bei FB online.

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Webling
Webling

Lasst sie doch machen. FB wird in den nächsten 2-5 Jahren genauso uninteressant sein wie heute MySpace. Solche Aktionen beschleunigen das Ganze nur :-)

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