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Software & Infrastruktur

Warum Bier die Lösung für das Internet of Things sein könnte

    Warum Bier die Lösung für das Internet of Things sein könnte

Bier und das Internet der Dinge. (Foto: Shutterstock)

Doug Davis kümmert sich bei Intel um das Internet of Things. In einem Gespräch erklärt er jetzt, warum IoT nur durch Offen- und Einfachheit beim Nutzer ankommen wird – und warum ein Bierfass-Sensor ein gutes Beispiel dafür ist.

Doug Davis: Das Internet of Things muss einfach und offen werden

Doug Davis kümmert sich beim Chip-Giganten Intel um den Themenkomplex Internet of Things (IoT). Ein einem Gespräch mit der US-Website Cnet erklärt er jetzt, worauf Unternehmen achten müssen, damit ihr IoT-Lösungen auch vom Endkunden angenommen werden. Für ihn liegt das Problem derzeit vor allem an der Bedienbarkeit der verfügbaren Endnutzer-Lösungen – und an der mangelnden Offenheit der Systeme.

Im Bereich der Heimautomation hofft Davis daher beispielsweise, bald an einen Punkt zu gelangen, an dem jeder Nutzer die entsprechenden Systeme mit nur einen Knopfdruck in Betrieb nehmen und nutzen kann. Auch müsse die Industrie die jetzige Phase überwinden, in der jeder sein eigenes Süppchen kocht und Systeme unterschiedlicher Hersteller – wenn überhaupt – nur mit viel Mühe zusammenarbeiten.

Doug Davis: Das Internet der Dinge ist noch längst nicht offen genug. (Foto: Intel)
Doug Davis: Das Internet of Things ist noch längst nicht offen genug. (Foto: Intel)

Bier: Ein gutes Beispiel dafür, wie das Internet of Things Unternehmen und Konsumenten gleichzeitig begeistern kann

Davis nennt in dem Cnet-Artikel ausgerechnet ein Sensorsystem für Bierfässer als „großartiges Beispiel“ für eine IoT-Anwendung, bei der auch Konsumenten direkt verstehen, welchen Wert sie liefert. Die Rede ist von SteadyServ, einem System, das Barbesitzern per Smartphone-App mitteilt, wie viel Bier noch in einem Fass ist. Auf diese Art soll deutlich weniger Bier verschwendet werden, da Fässer sonst oft nicht vollständig gelehrt werden. Der Konsument wiederum hat natürlich den Vorteil, dass der Betreiber seiner Lieblingskneipe im Grunde nie Gefahr laufen dürfte, dass der Biervorrat überraschend zur Neige geht.

Letztlich müsse das Internet of Things von einer Ansammlung von Sensoren und Computerchips im Bewusstsein der Nutzer zu etwas werden, das wirklich Bedeutung für ihr Leben hat. Dann würden IoT-Lösungen auch außerhalb von Industrieanwendungen erfolg haben. Wir dürfen gespannt sein, wie sich dieser Markt in den nächsten Jahren entwickelt und vor allem auch, ob wir die von Doug Davis geforderte Offen- und Einfachheit bekommen werden.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Internet of Things: Tech-Riesen entwickeln gemeinsame Standards“.

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6 Reaktionen
Gustave
Gustave

Bier ist IMMER die Lösung!

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Papierloses Büro
Papierloses Büro

"und an der mangelnden Offenheit der Systeme."
Wer hat denn Transmeta verboten ? oder Nvidias überlegene Chipsätze für x86-Mainboards ?
Wer hat bis heute keine neuen Standards für USB-Geräte durchgesetzt ? RS232, ParallelPorts, Festplatten, SCHREIBGESCHÜTZTE Festplatten (SD-Karten-Adapter), Tastaturen, Mäuse, Touchpads (alles 'HID') gibt es definiert. Aber z.b. keine Scanner oder Foto-Apparate. Drucker fahren bzgl der Daten-Formate immer ihre eigene Extrawurst, aber Scanner und Foto-Geräte oder Videokameras nicht. Auflösung, Blende, Schärfe, DPI horizontal/vertikal auswählen und einlesen kann jedes optische Gerät ansteuern.

Der Artikel-Ende gibt einen tiefen Einblick in die Struktur der Firma:
http://www.golem.de/news/silicon-photonics-intel-macht-das-licht-an-1405-106679.html
Wenn man älter wird, glaubt man Hype nicht mehr und hat schon viele gescheiterte Hypes erlebt wie z.b. die 3D-Drucker oder Pocket-Beamer...

Im Supermarkt gibts immer wieder Elektronik-Steuerungen für z.B. Heizkörper.
Bluetooth kommt ja leider nur 10 Meter weit. Im mehrstöckigen Haus muss die Bluetooth-Tür-Klingel aber weitere Strecken überwinden und wissen wo die Hausfrau ist (Supermarkt, Keller, Nachbarin, Garten, Balkon,...) was die Fritzbox erledigen dürfte. Tja. Bluetooth-Repeater will ausser mir bisher keiner. Oder das man mit der iWatch klinglet und mitteilt wer man ist oder auf Job-Börsen die Skills bzw. Job-Angebote automatisch am handy bzw. Watch matched und Einladungen und geographisch korrekte Richtungs-Pfeile am Handy/Watch sieht. Manche überflüssige Leute finden es vielleicht gut auf B2B-Messen ihre Zeit zu verschwenden. Zu sehen welche Parkplätze frei sind und den kürzesten Weg dort hin ist auch IoThings.

Thermometer usw. mit Bluetooth o.ä. wären wohl auch beliebt. Wenn die kurze Reichweite nicht wäre. Schaut mal z.b. in den Pearl Katalog. In Form von wetter-Stationen oder Grill-Thermometern (Sensor im Fleisch, Ablesegerät in sicherer Entfernung) gibts sowas schon. Wenn das Bauteile billiger werden kommen hoffentlich weitere nützliche Geräte. Ohne Sender/Empfänger sind dieselben Geräte inclusive digitaler Messung und Anzeige auf LCD-Display oft sehr viel billiger. Und die Sender sind oft nicht mal Bluetooth.

ZigBee könnte langsam patentfrei werden. Das war schon damals so definiert das der Schalter beim Drücken die Energie erzeugt und man die verhassten (weil immer leeren) Batterien nicht brauchte. Aber vermutlich auch für ZigBee gibts keine Repeater...
Und Fritzboxen haben doch bis heute kein Bluetooth oder ?

Die Bepreisung von Dingen ist oft seltsam. Wenn keine Massen-Anwendung kommt, bleibt es bei 20 Euro pro Sensor oder proprietären Kombinationen von Sensor+Empfänger obwohl man es lieber am Handy oder der Watch empfangen würde.

Im Studentenwohnheim sind die Waschmaschinen zu 100% 7x24 ausgelastet. Wenn dort der Stromanschluss (diese Zwischenstecker die es für 3 Euro im Supermarkt gibt womit man z.B. ausschalten kann) mitteilt das der Watt-Bedarf dem Standby entspricht weiss man wann die Waschmaschine leer ist. Das wäre ein dicker Nutzen. Die USB-Mess-Stecker (2 Euro bei Ebay) mit Ampere/Volt-Anzeige nutze ich um "schlechte Kombinationen" von Ladern und Geäten auszufiltern aber wenn die Ampere klein sind, ist das Handy, Tablett, Digital-Kamera, ... fertig geladen. Dafür hatte ich nicht gekauft ist aber ein sehr guter Zusatz-Nutzen. Tischlade-Stationen mit Ampere-Anzeige im Restaurant, Parkbank (die Sparkassen spenden die oft), Wall City-Mobiliar, Warte-Stellen usw. wären also ganz nett.

Melden Eure Drucker euch im Office über den Router an die iWatch wann nachgefüllt werden muss ? Na also. Da sieht man die Überlegenheit von HP und Intel. Gezieltes Data-Flow-Control ist bisher auch nicht gefragt. Denn es muss derjenige den Toner oder Kaffee nachkaufen dessen Handy oder iWatch am nächsten am Lieferanten ist. Oder der Lieferant sieht es selber und bringt es vorbei. Jedem die Message zu schicken/twittern/... ist unnötig.
Das spart viele Praktikanten-Jobs ein die ständig nur herum-telefonieren. Gut so.

Es gibt viele Trivialitäten die man mal eben zur Verbesserung realisieren könnte. Abmahnungen und Patente, TTIP und seit dieser Woche TISA machen es uninteressant so das Google NEST bald Eure Heiz-Informationen kennt obwohl meine Raum-Klima-Besser-Apps Eure Daten überhaupt nicht haben wollen und auch nicht bräuchten. Aber Google ist ja sicher besser...

Vor Bahnhöfen und Bahn-Haltestellen sind üblicherweise Stadpläne. Das man Termine, Infos usw. per Bluetooth an das Besucher-Handy beamed ist eine uralte Idee und die meisten dieser Daten sind immer noch nicht aktuell im Internet verfügbar. Dank Abmahnungen und Trivialpatenten bisher wohl nicht realisiert. Jede Stadtverwaltung würde sowas in der Ferienzeit für die Touristen wollen. Damals wollte man alte Handies dafür nehmen und die SD-Karte austauschen wenn neue Infos anliegen. Die können ja alle Bluetooth. Simkarte wäre unnötig und das Klauen solch ur-alter Handies recht irrelevant. Was kostet ein Eisenbahn-Ticket-Automat ? Wieso kann ich dort nicht per Bluetooth die Fahrpläne downloaden oder am Supermarkt beim vorbeigehen die aktuellen Prospekte ? Reisende haben unterwegs in wifi-feindlichen Diktaturen kein Internet und der kleine Einzelhändler der hier immer verteidigt wird, will doch seine Angebote dem Kunden ins Handy beamen können.
Wieso gibts also kein Magento-Plugin dafür ?

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Jochen
Jochen

Ich sage: sobald das Bier anfängt schal zu schmecken ist das Fass leer. Egal wie leer es ist!

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regalsprecher

"Letztlich müsse das Internet of Things von einer Ansammlung von Sensoren und Computerchips im Bewusstsein der Nutzer zu etwas werden, das wirklich Bedeutung für ihr Leben hat."

Da geht sicher noch etwas Zeit ins Land, bevor Hersteller, Handel und Provider komfortable Angebote stricken, die mehr als nur einzelne Leistungen promoten oder einzelne Zielgruppen addressieren. http://www.regalsprecher.de/internet-der-dinge-chance-oder-risiko-fuer-den-onlinehandel/

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Sr
Sr

Was lernt das Bier denn? :)

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uwekeim
uwekeim

Ein Freund hat einen "Smoker", also einen Räuchergrill. Der meldet per Funk, ob der Inhalt zu heiß/zu kalt/usw. ist.

Ggf. auch ein gutes Beispiel für das "Internet der Dinge".

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