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Bing rippt Bilder auf eigene Seite, verärgert Webmaster

hat die Bildersuche von überarbeitet und zeigt die Bildergebnisse nun im Vollbild auf der eigenen Seite – damit Nutzer nicht mehr „Zeit damit verschwenden, aufs Laden neuer Pages zu warten". Neue Freunde unter Webmastern macht sich Bing damit nicht.

Bing rippt Bilder auf eigene Seite, verärgert Webmaster

Schon in den letzten Monaten hat Bing die Preview-Bilder deutlich größer bei sich angezeigt als etwa Rivale Google Images. Mit der nun gelaunchten „Modern Image Search", die Bing am Montag in einem Blogbeitrag vorstellte, geht der Dienst aber noch einen großen Schritt weiter. Die Bilder lassen sich jetzt in einem Galeriemodus im Vollbildmodus anzeigen – ein Besuch der Bildquelle, auf die nur klein hingewiesen wird, ist zur Betrachtung des Bildes ist praktisch nicht mehr erforderlich.

Anzeige eines Bildes von t3n.de auf bing.com. Über „Show Larger" lässt sich das Bild weiter maximieren.

Die neuartige Bing-Suche ist bislang nur für die USA freigeschaltet. Um das neue Layout zu sehen, müsst ihr oben rechts aufs Zahnrad klicken, im Dropdown-Menü „english" als Sprache auswählen und dann ganz unten die Location auf United States/English verändern.

„Dreister Bilderklau"

In sozialen Netzwerken und in Blogs machen Webmaster ihrem Unmut über die neue Darstellung Luft: Der Künstler und SEO Martin Mißfeldt spricht von einem „dreisten Klauen der Bilder" und mokiert, die Bing-Bildersuche sei keine Suchmaschine mehr, der das Anzeigen von Thumbnails in Deutschland rechtlich erlaubt sei. Die komplette Syndikation urheberrechtlich geschützter Bilder sei rechtlich und wirtschaftlich nicht akzeptabel. Mißfeldt hat in der Konsequenz den Bing-Crawler via robots.txt ausgesperrt.

Kommentar: Eigentor für Bing

Mit der neuartigen Bildersuche vergrault Microsoft eine Bezugsgruppe, auf die das Unternehmen dringend angewiesen ist – Webmaster. Neben der eigentlichen Funktionalität, deren Missbilligung durch Webmaster absolut erwartbar war, erstaunt vor allem das Wording im Blogbeitrag: Websites werden da „ein Haufen Gerümpel" genannt, die den Nutzer nur bremsten und über die Bing-Bildersuche (vermeintlich: endlich) umgangen werden könnten. Mit dieser Einstellung wird es Microsoft sehr schwer haben, Boden auf den übermächtigen Search-Rivalen Google gutzumachen.

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8 Antworten
  1. von Oneck am 20.12.2012 (14:14 Uhr)

    Für Webmaster ärgerlich, für die Suchenden aber ein Komfortgewinn, Siehe http://www.seo-suedwest.de/blog/38-allgemein/372-bing-bildersuche-aerger.html

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  2. von Chris am 20.12.2012 (14:16 Uhr)

    Typisch Microsoft...

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  3. von Fred am 20.12.2012 (23:42 Uhr)

    Ist doch beim mobilen Google genauso, oder nicht?

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  4. von begs am 21.12.2012 (09:34 Uhr)

    Wo findet man den Artikel von Microsoft in dem Websites „ein Haufen Gerümpel" genannt werden?

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  5. von begs am 21.12.2012 (15:17 Uhr)

    Also ich habe noch ein Weilchen nach dem offiziellen Artikel gesucht, in dem stehen soll, dass Websites "ein Haufen Gerümpel" sein sollen und auch, dass Bing die Bilder von den Webseiten "rippt", also physikalisch klaut und als eigene ausgibt/verteilt, kann diesen Artikel nicht finden.

    Ich habe aber einen anderen offiziellen Artikel gefunden und auch den Kommentar, bzw. den Artikel zum Thema von Martin Mißfeld gelesen und kann nur tippen, dass Ihr, also t3n nicht richtig übersetzt habt.

    Ich finde Euren Artikel hier sehr reißerisch aufgemacht und nicht gut recherchiert.

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  6. von Johannes Haupt am 21.12.2012 (15:21 Uhr)

    Hi begs,

    im Blogeintrag von Microsoft (wie es da steht), gleich der erste Link oben.

    Now when you click an image, we don't waste your time loading a new page or force you to dig through a bunch of clutter.

    Ciao
    Johannes

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  7. von begs am 21.12.2012 (15:26 Uhr)

    Hi Johannes,
    aber da hat Microsoft doch recht. Man muss sich durch die neue Art der Anzeige (einfach nur ein großes Bild) nicht über einen Link auf eine neue Seite begeben, diese neu laden, und dort durch Störfaktoren (= clutter), wie z.B. Texte, Werbung und Scrollen bewegen.

    Der Artikel behauptet doch nicht, dass die Webseiten an sich "ein Haufen Gerümpel" (= Eure(?) Interpretation von "clutter") sind, sondern dass es eben Störfaktoren gibt (s.o).

    Da wäre Microsoft doch nicht besonders taktvoll, ja sogar dumm, das eigene Kapital (nämlich alle Webseiten mit Ihren Bildern und Texten, die zu den Suchergebnissen beitragen) als "Gerümpel" zu bezeichnen...

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  8. von Oneck am 22.12.2012 (18:11 Uhr)

    Aber genau diese Diskussion gäbe es nicht, wenn sauber kommuniziert worden wäre. So fühlen manche zu Recht ihre Arbeit herabgewürdigt.

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