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Analyse

Bitcoin Cash: Was Bitcoin-Besitzer jetzt wissen müssen

(Foto: Shutterstock)

Am 1. August 2017 könnte mit Bitcoin Cash eine neue Kryptowährung entstehen. Wir werfen einen Blick auf die Hintergründe.

Bitcoin Cash: Was steckt dahinter?

Der jahrelange Streit um die Skalierbarkeit von Bitcoin scheint mit dem Segwit2x-Upgrade eigentlich einem Ende zuzusteuern. Damit sind allerdings nicht alle einverstanden. Daher könnte es am 1. August 2017 zu einer Abspaltung kommen. Daraus würden dann zwei Kryptowährungen entstehen: das bisherige Bitcoin und das neue Bitcoin Cash. Um zu verstehen, was dahinter steckt, müssen wir zunächst einen Blick auf das Segwit2x-Upgrade werfen.

Der Segwit2x-Plan sieht zwei Änderungen vor. Zum einen wird das „Segregated-Witness“-Konzept eingeführt. Diese abwärtskompatible Änderung soll das Problem der „transaction malleability“ lösen. Gleichzeitig macht es den Weg frei für Systeme wie das Lightning Network, die Transaktionen ohne Wartezeit ermöglichen sollen. Der zweite Teil des Segwit2x-Plans wiederum sieht die Verdopplung der Blockgröße von einem auf zwei Megabyte vor.

Die Macher hinter Bitcoin Cash fürchten jedoch, dass genau diese Verdopplung der Blockgröße sich nicht durchsetzt. Genau da kommt Bitcoin Cash ins Spiel. Geplant ist eine Abspaltung von Bitcoin, die dann als eigene Kryptowährung existieren würde. Der Unterschied: Bei Bitcoin Cash soll die Blockgröße acht Megabyte betragen und „Segregated Witness“ wird nicht integriert.

Bitcoin Cash soll das Kürzel BCC tragen. (Grafik: bitcoincash.org)

Bitcoin Cash würde, zumindest bis zur Abspaltung, über eine zu Bitcoin identische Transaktionshistorie verfügen. Im Fall einer Abspaltung hätten alle jetzigen Bitcoin-Besitzer zusätzlich auch Bitcoin Cash. Allerdings bleibt die Frage, wie es mit der Akzeptanz von Bitcoin Cash aussieht.

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Bitcoin Cash: Wer unterstützt die Abspaltung?

Obwohl Bitcoin Cash den Interessen einiger Mining-Firmen entgegen käme, gibt es bislang nur wenig Unterstützung für die Idee. Immerhin hat aber das chinesische Mining-Unternehmen ViaBTC angekündigt, einen neuen Mining-Pool nur für Bitcoin Cash einzurichten. ViaBTC vereint etwa vier Prozent der weltweiten Mining-Power auf sich.

Das sind die fünf wertvollsten Krypto-Währungen der Welt
Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 280 Milliarden Dollar. (Stand: Anfang Dezember 2018) (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

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Bitcoin.com hat angekündigt, dass sie es den Teilnehmern ihres Mining-Pools selbst überlassen wollen, ob sie Bitcoin oder Bitcoin Cash minen wollen. Generell wird der Pool aber weiterhin Bitcoin minen. Sollte die geplante Verdoppelung der Blockgröße jedoch nicht stattfinden, will der Pool sämtliche Ressourcen auf Bitcoin Cash verlagern.

Viel mehr Unterstützung hat Bitcoin Cash derzeit nicht. Daher gehen viele Experten davon aus, dass eine mögliche Abspaltung keine größeren Auswirkungen auf Bitcoin haben wird. Im Falle einer Abspaltung könnte es allerdings zeitweise zu Netzwerkinstabilitäten kommen.

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2 Reaktionen
lola
lola

Der Wert diese Zahlungsmittel besteht darin das Sie ein anderer Will. Will keiner das Zahlungsmittel mehr haben ist der Wert verschwunden.

Erinnert an Tulpenmanie

https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie

derKapitalist
derKapitalist

@lola
Und der Wert unseres heutigen Zahlungsmittels, ein Stück Papier, besteht in was? Eine Zentralbank druckt es auf Knopfdruck und inflationiert ohne Ende. Die Einzigen, die was davon haben sind die, die es als erstes bekommen: Staaten und Banken. Die anderen bekommen mehr Geld wenn die Preise schon längst wieder gestiegen sind.

Geld war nie Geld weil der Staat es zu Geld gemacht hat. Ohne Staaten hat sich Gold ganz alleine in Tausenden von Jahren als Zahlungsmittel durchgesetzt, bis es sich dann Regierungen zu Eigen gemacht haben.
Genauso wie Gold setzt sich Bitcoin (oder eine andere Kryptowährung) am Markt durch, da es viele Vorteile von Gold besitzt und darüber hinaus noch mehr. Aber der Hauptgrund für die Attraktivität ist: Es gibt eine begrenzte Verfügbarkeit. Es kann nie mehr als 21 Millionen Bitcoins geben. Sobald die Fork-Problematik und die Updates durch sind wird sich diese oder eine andere Währung sicher am Markt durchsetzen. Das Zwangspapiergeld wird obsolet.

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