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Analyse

Bitcoin nach der Spaltung: Was Krypto-Fans und Anleger jetzt wissen müssen

Hard-Fork-Kritiker können aufatmen: Das Bitcoin-Update SegWit2x fällt erst einmal aus. (Foto: Young/Shutterstock)

Ein denkwürdiger Tag für die Bitcoin-Community: Aufgrund des Streits über die Änderung des Mining-Algorithmus kam es heute zur Spaltung der Digitalwährung. Wer davon profitiert, ist noch offen.

Es ist ein Sturm mit Ansage: Heute um 14.20 Uhr kam es zum sogenannten Hard Fork, also einer nicht zueinander kompatiblen Spaltung der Bitcoin-Währung. Der eine Teil der Community will an der alten Chain festhalten, der andere eine neue Blockchain mit neuen Regeln. Die sehen zum einen eine Verdoppelung der Blockgröße von einem auf zwei Megabyte vor, zum anderen auch Änderungen bei der Transaktionseintragung.

Das bedeutet eine Aufhebung der Beschränkung in den Transaktionszahlen von bisher rund 2.000 Transaktionen pro Sekunde weltweit und könnte dem bisherigen Flaschenhals des Handels mit den Bitcoins ein Ende bereiten. Welche Variante die bessere ist, gleicht einer Glaubensfrage. Die Zeit vergleicht das scherzhaft mit einem Kampf der judäischen Volksfront gegen die Volksfront von Judäa aus dem Leben des Brian.

In den vergangenen Tagen hatten sich vor allem einige chinesische Unternehmen und eine Reihe etablierter Miner, die weiter an der alten Beschränkung festhalten wollen, für Bitcoin Cash ausgesprochen. Auf www.btcforkmonitor.info lässt sich beobachten, ab wann die Anhänger von Bitcoin Cash den ersten vollständigen Block berechnet haben und die Spaltung der Blockchain vollzogen ist.

Bitcoin: Nur in der Theorie wundersame Verdoppelung des Geldes

Wer also alte Bitcoins hält, hat diese jetzt in gleicher Menge sowohl als Bitcoin wie auch als Bitcoin Cash zur Verfügung – vorausgesetzt er hat diese bei einem Anbieter hinterlegt, der beides unterstützt. So erhalten Besitzer von Altcoins beispielsweise an der bekannten Börse Coinbase keine zusätzlichen Bitcoin Cash. Kraken, eine andere größere Krypto-Börse, hat dagegen angekündigt, sowohl die Bitcoin mit Bitcoin Cash unterstützen zu wollen. Seit Dienstag existiert das Dokument mit den sämtlichen verzeichneten Transaktionen zweimal. Unklar ist dabei nämlich noch, wie sich der Wert entwickelt.

Ob beide Varianten der Währung langfristig Bestand haben, bleibt abzuwarten. Ungünstig wäre diese Situation in der Tat, denn je länger beide sich parallel entwickeln, umso mehr entwickeln sich eben auch die Geldbestände auseinander und umso länger bleibt die Unsicherheit innerhalb und außerhalb der Community bestehen – eine Situation, die keiner wollen kann und die auch das Vertrauen in Kryptowährungen beeinträchtigen kann.

Aktuell, eine Stunde nach der Spaltung, bewegt sich der klassische Bitcoin-Kurs (BTC) rund um die gewohnten 2.300 bis 2.400 Euro, die Schwankungen halten sich vorerst im Rahmen, wobei stärkere Spreads zwischen An- und Verkauf als sonst zu sehen sind – ein klarer Hinweis auf einen turbulenteren Markt als sonst. Doch es könnte in den nächsten Stunden und Tagen noch zu stärkeren Schwankungen und hoher Unsicherheit an den Märkten kommen. Denn noch mehr als bei klassischen Börsen geht es hier um Angebot und Nachfrage: Die Bitcoins sind das wert, was jemand anders bilateral dafür zu zahlen bereit ist – und in sofern sind vertrauensbildende Maßnahmen buchstäblich Gold wert.

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Bitcoin oder Bitcoin Cash? Es geht ums Vertrauen

Denkbar wäre aber beispielsweise auch, dass sich die „Abweichler“ der Mehrheit der Community anschließen, was die neue Währung Bitcoin Cash schwächen würde. Die weist derzeit einen Wert von rund einem Zehntel gegenüber den herkömmlichen Bitcoins auf.

Wer aktuell nicht mit Bitcoins handeln muss, sollte es in den nächsten Stunden auch dabei belassen und nur prüfen, ob sein Anbieter auch beide Varianten unterstützt. Einige Börsen, aber auch Akzeptanzstellen von Zahlungen per Bitcoin für echte Waren, haben für einige Stunden oder Tage den Handel ausgesetzt.

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