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Bitcoin: Digitale Währung leidet unter Wertverlust

Bitcoin: Digitale Währung leidet unter Wertverlust

Mit einem Rutsch unter die Marke von 200 US-Dollar hat einen neuen Tiefstand erreicht. Aktuell erholt sich die digitale Währung etwas, aber lohnt sie sich noch?

Bitcoin: Digitale Währung leidet unter Wertverlust

Bitcoin: Kursrutsch vorübergehend aufgehalten. (Bild: BTC Keychain / Flickr Lizenz: C…

Ende November 2013 erreichte Bitcoin seinen historischen Höchststand. Zu diesem Zeitpunkt war ein Bitcoin 1.165,89 US-Dollar wert. Seitdem ging es beständig bergab. Als Mitte der Woche Bitcoin-Kurs erstmals seit langem wieder unter die Marke von 200 US-Dollar rutschte, wurden schon die ersten Abgesänge auf die digitale Währung laut.

Lohnt sich Bitcoin nicht mehr?

Bei einem Wert von weniger als 200 US-Dollar stünden Aufwand und Kosten, eine Einheit der Kryptowährung per Mining zu generieren, in keinem Verhältnis mehr zum Gegenwert, meinten Branchenexperten. Demnach drohten nun Panikverkäufe und weiterer Wertverlust.

(Bild: BTC Keychain / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Bitcoin: Kryptowährung hat etwas an Strahlkraft verloren. (Bild: BTC Keychain / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Dabei gibt es wohl keinen einzelnen Grund für die Talfahrt der vergangenen Monate. Als mögliche Ursache werde das derzeit noch fehlende Vertrauen der Konsumenten in die Cyber-Währung genannt. Auf der anderen Seite sei die mangelhafte Infrastruktur dafür verantwortlich, dass sich wohlhabende Anleger beim Bitcoin-Handel noch zurückhielten.

Wenig geholfen hat der Bitcoin-Akzeptanz offenbar die Ankündigung, dass Microsoft die Kryptowährung in seinen Stores für Windows, Windows-Phone und Xbox als Zahlungsmethode akzeptieren wolle. Demgegenüber stehen Negativmeldungen wie die des Bitcoin-Marktplatzes Bitstamp, der Anfang dieses Jahres vorübergehend seinen Handel einstellte.

Und das Mt.-Gox-Desaster, bei dem Bitcoins im Wert von 400 Millionen US-Dollar gestohlen worden sein sollen, dürfte möglichen Interessenten auch noch im Hinterkopf sein. Zumal aktuell Vorwürfe gegen Mark Karpeles, Chef der Bitcoin-Börse Mt. Gox, aufgeflammt sind, er könnte Chef von Silk Road gewesen sein. Karpeles hat die Vorwürfe allerdings umgehend dementiert.

Bitcoin: Keine grundsätzliche Gefährdung

Der Bitcoin-Kurs hat sich nach dem Schockmoment von Mitte der Woche wieder etwas erholt. Aktuell steht der Bitcoin-Kurs laut Coindesk bei rund 220 US-Dollar. Ganz abschreiben sollte man die alternative Währung nicht so schnell, schließlich ist Bitcoin aktuell immer noch doppelt so viel Wert wie noch im Sommer 2013. Eines darf man ohnehin nicht vergessen: Die Bitcoin-Technologie ist zwar interessant, aber auch riskant. Eine grundsätzliche Gefährdung des Bitcoin-Systems sehen Experten aktuell nicht.

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3 Antworten
  1. von Julian Moeser am 16.01.2015 (14:39 Uhr)

    Die Frage, ob sich Bitcoin durchsetzen wird, stellte sich mir bereits vor einiger Zeit (bit.ly/1BBBXuP). Vor allem war mir wichtig herauszukristallisieren, ob sich die Kryptowährung für Unternehmen als Zahlungsmethode eignet, um sie ihren Kunden anzubieten. Interessant waren auch die Ansätze, die auf der CeBIT zu finden waren (Bitcoin-ATM) z.B.

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  2. von Lagern vs. Verrechnen am 17.01.2015 (12:06 Uhr)

    Man muss immer zwischen Bezahlung mit 0-sekz-Conversion in echte Währungen unterscheiden und "Sammeln und Lagern".
    Für direkte Konversion und Vermeidung der sprichwörtlichen "3%" Forex-Gebühren ist der Wert problemfrei weil das Geld ja in Heimatwährung des Käufers bezahlt und in Heimatwährung des Verkäufers dem Verkäufer gegeben wird. Die Bitcoins sind dann eher wie damals der "ECU" nur virtuelle Zwischenrechnungs-Schritte und Käufer und Händler kommen damit nicht wirklich in Berührung. Keiner von beiden lagert keinen einzigen Bitcoin weshalb Wertänderungen vor und nach der quasi-atomaren Transaktion egal sind.

    Die Arbitrage sind die 3%-Umrechnungsgebühren bzw. Kreditkarten-Gebühren welche zumindest teilweise eingespart werden können. Im Prinzip sind Bitcoin-Börsen somit auch Crowdbasierte Währungs-Umrechnungs-Dienste ohne 3% Gebühren.

    Im TV war mal !logarithmisch! der Wert des Bitcoin graphisch dargestellt.
    Das sah aus wie alte Treppenstufen im Querschnitt: Alle x Monate steigt der Wert schnell an und sinkt dann langsam um dann die nächste Stufe zu erklimmen. Vielleicht wurde der Zeitraum jedes Mal etwas kürzer.
    So gesehen wäre jetzt (wie vielleicht auch bei Rohstoffen) vielleicht ein geeigneter Punkt um über Einstieg nachzudenken.

    Vielleicht auch gehen die ausländischen Börsen unter bzw. haben Sicherheits-Probleme und US-Bitcoin-Börsen übernehmen die zentrale Rolle.

    Auch werden vermutlich Zillionen in Bitcoin-Mining gesteckt und alle paar Monate die ASIC-Chips in den Rechenzentren gegen bessere/neuere/schnellere Exemplare ausgetauscht wie der CNBC-Zuschauer weiss.
    So gesehen müssten die Miner nur dafür sorgen das Shops Bitcoin akzeptieren.
    Dummerweise sind Ebay/Paypal oder Amazon(Kreditkarte/Lastschrift) schon recht verbreitet.

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  3. von Jürgen Schulze am 20.01.2015 (11:34 Uhr)

    Nur Vollitioten oder Zocker stecken ihr Geld in bitcoins.
    Bitcoins haben mit Geld wenig bis nichts zu tun.
    Sie entstehen durch Algorithmen sind also nicht (ewig) fälschungssicher und führen (die kurze Vergangenheit hat es gezeigt) zwangsläufig zu einem Wertverlust. Afrikanische Währungen sind stabiler.
    Aber ich freue mich immer, wenn wieder so ein Marktplatz dicht gemacht wird und immer die gleichen Schritte ablaufen: 1. Verneinen, 2. Ignorieren, 3. Beschwichtigen, 4. Goto 1.
    Ihr seid so dumm, ihr bitcoin-Köppe

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