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„Im Grunde bankrott“: Ist die Bitcoin-Foundation am Ende?

    „Im Grunde bankrott“: Ist die Bitcoin-Foundation am Ende?

Bitcoin-Foundation. (Foto: Antana / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Es herrscht ein offener Streit über die Zukunft der Bitcoin-Foundation. Wir verraten euch, worum es geht und über welche alternativen Modelle zur Finanzierung der Bitcoin-Core-Entwicklung derzeit diskutiert wird.

Bitcoin-Foundation: Bankrott oder nicht?

Die gemeinnützige Bitcoin-Foundation wurde 2012 gegründet, um die Entwicklung der quelloffenen Bitcoin-Software voranzutreiben und gleichzeitig den Einsatz der Kryptowährung zu fördern. Die Organisation kam in ihrer kurzen Geschichte regelmäßig in die Kritik. Dabei ging es nicht nur um die Ausrichtung der Foundation, sondern nicht selten auch um die einzelnen Mitglieder des Vorstandes. Der ehemalige Vizevorsitzende Charlie Shrem beispielsweise gab im Januar 2014 seinen Posten auf, nachdem er wegen Geldwäsche in Verbindung mit der Drogen-Handelsplattform Silk Road verhaftet wurde.

Hat Apple etwas gegen Bitcoins? (Bild: © santiago silver - Fotolia.com)
Bitcoin-Foundation: Ist die Organisation zahlungsunfähig? (Bild: © santiago silver - Fotolia.com)

Auch das ehemalige Vorstandsmitglied Mark Karpelès legte sein Amt nieder, nachdem sein Unternehmen, die damals weltgrößte Bitcoin-Handelsplattform Mt. Gox, unter dubiosen Umständen Insolvenz anmelden mussten. Japanische Strafverfolgungsbehörden gehen noch immer von einem Insider-Betrug aus. Als wäre das nicht genug, veröffentlichte das Vorstandsmitglied Olivier Janssens am vierten April 2015 einen offenen Brief, in dem es heißt, die Bitcoin-Foundation sei „im Grunde bankrott“ und habe 90 Prozent der Mitarbeiter entlassen.

Daraufhin sah sich der Vorstand genötigt in einem Blog-Beitrag klarzumachen, dass die Organisation mitnichten zahlungsunfähig sei. Allerdings habe die Bitcoin-Foundation ihre Personaldecke aufgrund des Wertverlusts von Bitcoins verringert, und fokussiert die eigenen Bestrebungen zukünftig auf die Bitcoin-Core-Entwicklung. Unabhängig von der Frage, wie viel Geld die Stiftung noch hat, geht es im Kern bei diesem öffentlichen Streit aber darum, wie sie sich generell positionieren soll und ob es nicht alternativen zur Finanzierung der Entwicklungsarbeit gebe.

Bitcoin-Core: Community soll einzelne Entwickler finanziell unterstützen können

Selbst wenn Olivier Janssens' Behauptungen zur finanziellen Situation der Bitcoin-Foundation übertrieben sind, teilen nicht wenige in der Szene seine Kritik an der Organisation. Da sie nicht transparent genug sei, schlug er daher eine alternative Methode vor, um die Entwicklung des Bitcoin-Cores zu finanzieren. Er schlägt die Gründung eines Treuhandfonds vor, bei dem jeder Spender selbst bestimmen kann, welcher Core-Entwickler das Geld bekommen soll. So soll die Community mehr Kontrolle darüber haben, in welche Richtung die Entwicklung geht.

Der langjährige Bitcoin-Core-Entwickler Jeff Garzik hält diesen Plan allerdings für wenig sinnvoll und geht sogar so weit, Janssens‘ Äußerungen als Verschwörungstheorien zu bezeichnen. Wer glaube, dass die Bitcoin-Foundation die Kontrolle über die Entwicklung der quelloffenen Software habe, würde weder Open-Source-Software noch das Internet verstehen. Gavin Andresen, ein weiterer Bitcoin-Core-Entwickler gab sich gegenüber Motherboard etwas weniger kritisch. Zwar nannte er Janssens‘ Vorschlag „halbgar“, dennoch hoffe er, aus der Idee könnte ein zukunftsfähiges Modell erwachsen.

Immerhin scheint die öffentliche Diskussion aber für mehr Offenheit innerhalb der Bitcoin-Foundation zu führen. Der Vorstandsvorsitzende Patrick Murck veröffentlichte Gestern am siebten April 2015 einen möglichen Plan, wie die Organisation wieder mehr Geld einnehmen könnte und welche weiteren Schritte unternommen werden sollten. Inwieweit sich die Mitglieder im derzeitigen Klima auf einen solchen Plan einigen können, bleibt jedoch abzuwarten.

Wer sich für die Digitalwährung interessiert, der sollte auch einen Blick auf unseren Artikel „Nur von Luft und Bitcoins: Wie ein Däne versucht, mit der Kryptowährung zu leben“ werfen.

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1 Reaktionen
Regulierung erwartet
Regulierung erwartet

Es macht doch schon lange den Eindruck das alles Bitcoin ausserhalb USA bald nicht mehr gibt oder irrelevant wird und es dann in USA unter US-Kontrolle aufgebaut werden soll.

Interessanter ist also was z.B. die Winclevoss-Bros. schreiben weil die dort ja aktiv sein wollten oder sogar schon sind und vielleicht ständig Geschäftsberichte o.ä. veröffentlichen müssen. Der echte Konsolenkenner liest ja auch die Geschäftsberichte von Nintendo um früher informiert zu sein als die Games-Magazine. Im CNBC-Studio gabs auch Leute die Chips vorführten die alle paar Monate in Rechenzentren durch neuere Modelle ausgetauscht werden um Bitcoins zu minen.

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