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Bitcoin: Warum die Krypto-Währung mehr bietet als die Chance auf schnellen Reichtum

Zwischen Cash und Crash: Krypto-Währungen erhitzen aktuell die Gemüter so sehr wie kaum ein anderes Wirtschaftsthema. (Foto: Shutterstock / Tom Stepanov)

Next big thing oder Teufelszeug? Die Bitcoin-Kursschwankungen rufen all jene auf den Plan, die „es immer schon gewusst haben“. Dabei sind Krypto-Währungen mehr als ein schnödes Spekulationsobjekt.

Es ist ein erbitterter Kampf – um Glaubwürdigkeit, um die Deutungshoheit, darum, Recht zu behalten. Bitcoins sind in den letzten Jahren, beschleunigt in den letzten Monaten, viel wert geworden. Und sobald jetzt bei einem Kurs von über 11.000 US-Dollar für einen Bitcoin mal ein Dämpfer kommt, werden die Kritiker lauter. Jene, die von einer Überhitzung sprechen, von einem Hype, die „es immer schon gewusst haben“, dass das alles nur Teufelszeug und Tand ist. Ob es sich dabei um reine Gewinnmitnahmen handelt, wie sie in der Welt der Börsen an der Tagesordnung sind oder ob jetzt die große Blase platzt – niemand weiß es sicher und wenn er es wüsste, hätte er ohnehin keine Geldsorgen mehr.

Bitcoin-Kursentwicklung: Party like it's 1999

Diejenigen unter uns, die die 40 bereits hinter sich haben, erinnern sich noch an die Dotcom-Ära, als Technologiewerte ein sicheres Geschäft schienen, als die Firmennamen windiger Frickelbuden in Stammkneipen und Uni-Vorlesungen kursierten, als jeder meinte, sich spätestens mit 40 zur Ruhe setzen zu können. Nun, die meisten konnten und können das noch nicht, der Ausgang der Geschichte ist bekannt: ein Crash infolge von Überhitzung der Märkte und Unternehmen, die sich erst sehr langsam oder teilweise gar nicht davon erholt haben. Die Folge des bereinigenden Gewitters war aber auch eine Konsolidierung und das Bewusstsein, dass eben nicht jeder Gründer, der mit einer schrägen Idee daherkommt, diese auch in Erträge und ein nachhaltiges Geschäftsmodell umwandeln kann.

Ähnlich wird es auch mit den Krypto-Währungen sein: Wir haben da eine grandiose Idee, nicht weniger als eine neue Form der Wertschöpfung, die nicht nur einen Mehrwert aus Rechenleistung generiert, sondern auch der Blockchain zum Durchbruch verhilft, einer Technologie, die unter Vertrauensgesichtspunkten viele Bereiche unseres Lebens (von Politik bis Industrie) bereichert, die eine zuverlässige, nicht manipulierbare M2M-Kommunikation ermöglicht und gerade im Bereich von IoT und Industrie 4.0 die Welt weiter bringen kann.

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Vergessen wird die Idee hinter den Krypto-Währungen

Aber wir sehen auch eine Idee, die nicht nur viele Leute erst einmal sehr reich machen, sondern auch zum Spielball der Märkte und zu einem Element des organisierten Verbrechens werden kann (und wahrscheinlich bereits geworden ist). Gerade diverse kleinere Krypto-Währungen, die ein Höchstmaß an Anonymität sichern, eignen sich hierfür hervorragend. Und wir werden, ähnlich wie auch bei den etablierten Aktienmärkten, eine Vielzahl an Manipulationen und fragwürdigen Geschäftsmodellen sehen, die sich teilweise nachträglich nachvollziehen lassen, teilweise aber auch nicht.

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Den Bitcoin deswegen zu verteufeln, wäre fatal, denn er wird unser herkömmliches Geldsystem nicht ersetzen, sondern ergänzen. Gerade aus diesem Grund werden Staaten und Nationalbanken auch nicht umhin kommen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Es gilt, durch vernünftige Regeln dafür zu sorgen, dass etwas Ruhe in den Markt kommt, dass eben nicht Kurssprünge von 20 Prozent und mehr binnen weniger Tage eher die Regel als die Ausnahme sind. Wichtig ist aber, sich bewusst zu werden, dass man Krypto-Währungen nicht verbieten kann, das hat schon mit dem Internet nicht geklappt. Und das werden auch die Staaten gar nicht wollen, wenn sie es schaffen, an den Gewinnen durch Steuern mitzuverdienen, so wie bei allen anderen Devisengeschäften auch.

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2 Reaktionen
Julia Nikolaeva
Julia Nikolaeva

*Allerdings stand der Bitcoin damals bei etwas mehr als 2.000 Euro ;)

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