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Droht ein neues Mt. Gox? Bitcoin-Marktplatz Bitstamp stellt vorübergehend den Betrieb ein

Droht ein neues Mt. Gox? Bitcoin-Marktplatz Bitstamp stellt vorübergehend den Betrieb ein

Mit Bitstamp hat einer der größten Bitcoin-Marktplätze der Welt vorübergehend ihren Dienst eingestellt. Die von den Nutzern dort abgelegten Geldbeträge sollen nach Firmenangaben jedoch sicher sein.

Droht ein neues Mt. Gox? Bitcoin-Marktplatz Bitstamp stellt vorübergehend den Betrieb ein

Bitcoin-Exchange Bitstamp. (Grafik: Bitstamp)

Bitstamp: Bitcoin-Marktplatz geht vom Netz und verunsichert Nutzer

Vor nicht einmal einem Jahr ging der Bitcoin-Marktplatz Mt. Gox auf spektakuläre Art und Weise unter. Damals verschwanden Bitcoins im Wert von etwa 450.000 US-Dollar. Noch immer ist nicht völlig klar, ob es sich bei dem Vorfall um Diebstahl, Betrug oder einer Kombinationen von beidem gehandelt hat. Jetzt scheint ein weiterer großer Bitcoin-Marktplatz mit Problemen zu kämpfen. Bitstamp hat in einer E-Mail an seine Kunden und auf der offiziellen Webseite verlauten lassen, aufgrund eines Sicherheitsproblems vorläufig keine Transaktionen mehr auszuführen.

Betroffen von dem möglichen Hack sei allerdings nur der „operational Wallet“. Der Großteil aller Bitcoins sei davon nicht betroffenen. Die meisten Bitcoin-Marktplätze bewahren den Großteil ihrer Bitcoin-Reserven in sogenannten „cold Wallets“ auf. Das bedeutet, dass die Beträge auf Rechnern gespeichert werden, die nicht mit dem Internet verbunden sind. Dennoch lässt sich derzeit nicht sagen, ob und vor allem wie viele Bitcoins von Bitstamp entwendet wurden.

Bitstamp: Der Bitcoin-Marktplatz stellt nach Sicherheitsproblemen vorübergehend den Dienst ein. (Grafik: Bitstamp)
Bitstamp: Der Bitcoin-Marktplatz stellt nach Sicherheitsproblemen vorübergehend den Dienst ein. (Grafik: Bitstamp)

Bitstamp: Bitcoin-Marktplatz wuchs vor allem nach dem Mt.-Gox-Debakel

Bitstamp ist der drittgrößte Bitcoin-Marktplatz der Welt. In den letzten dreißig Tagen hatte das Unternehmen immerhin einen Marktanteil von sechs Prozent. Vor allem nach dem Untergang von Mt. Gox wurde Bitstamp für viele Nutzer zu einem beliebten Marktplatz. Nicht zuletzt, weil der Marktführer China in unklaren rechtlichen Verhältnissen operiert. Bei anderen Marktplätzen, wie BTC-e, ist letztlich nicht einmal klar, wer den Exchange betreibt.

Es bleibt abzuwarten, wann Bitstamp wieder Transaktionen durchführen wird. Nach den unangenehmen Erfahrungen mit Mt. Gox dürften Nutzer der Plattform allerdings zurecht nervös sein. Auch der Zusammenbruch der japanischen Handelsplattform begann mit einer angeblich nur vorübergehenden Einstellung der Transaktionen.

via www.wired.com

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5 Antworten
  1. von BTC Germany am 06.01.2015 (11:13 Uhr)

    Ein Vergleich mit Mt. Gox, obwohl man nicht weiß, was dort und bei Bitstamp genau passiert ist, muss wohl auch im neuen Jahr noch sein...

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  2. von Michi am 06.01.2015 (12:12 Uhr)

    Vorgestern 100 Euro überwiesen, und heute alles weg! Verdammt...

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    • von BTC Advokat am 07.01.2015 (11:05 Uhr)

      Soweit ich das verstehe wurden nur die BTC Kontos geplündert. Solltest du noch Euros auf deinem Bitstamp Account gehabt haben, sind die sicher.
      Sollten es doch schon Bitcoins gewesen sein:
      "Bitstamp customers can rest assured that their bitcoins held with us prior to temporary suspension of services on January 5th (at 9am UTC) are completely safe and will be honored in full." Quelle: https://www.bitstamp.net/

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  3. von TTIP am 06.01.2015 (17:03 Uhr)

    Vielleicht werden die Marktplätze erst sicher wenn sie in USA stehen.

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