t3n News Software

BitTorrent Sync: Mehr als ein Dropbox-Killer

BitTorrent Sync: Mehr als ein Dropbox-Killer

Auf der Suche nach Cloud-Speicher hat man die Qual der Wahl. Viele Nutzer setzen auf , doch Sync könnte sich als die bessere Alternative herausstellen. Das Tool will unter anderem mit unbegrenztem Traffic und mehr Sicherheit für die eigenen Daten punkten. Wir haben uns BitTorrent Sync angesehen und zeigen die Vor- und Nachteile auf.

BitTorrent Sync: Mehr als ein Dropbox-Killer

Möchte man Dateien auf unterschiedlichen Geräten synchronisieren, kann man neben Dropbox auf Dienste wie Huddle, , Google Drive oder SkyDrive setzen. Die neueste Alternative zu diesen Anbietern ist BitTorrent Sync – kein Dienst im herkömmlichen Sinne, sondern viel mehr eine schlanke Software, die auf Peer-to-Peer setzt und sich auch in weiteren Punkten von der Konkurrenz unterscheidet.

BitTorrent Sync könnte sich für einige Nutzer zu einer probaten Alternative zu Dropbox und anderen Online-Speicher-Deinsten entwickeln. Da die Daten allerdings lokal gespeichert werden, eignet sich die Software nicht generell als Alternative für alle Anwendungsfälle.
BitTorrent Sync könnte sich für einige Nutzer zu einer probaten Alternative zu Dropbox und anderen Online-Speicher-Deinsten entwickeln. Da die Daten allerdings lokal gespeichert werden, eignet sich die Software nicht generell als Alternative für alle Anwendungsfälle. (Screenshot: labs.bittorrent.com)

BitTorrent Sync im Überblick

Im Gegensatz zu herkömmlichen Cloud-Speicher-Diensten legt BitTorrent Sync Dateien nicht in einem Online-Speicher ab, sondern lokal auf dem Rechner des Nutzers. Für die Synchronisation setzt das Tool auf das BitTorrent-Protokoll. Ein Pluspunkt dieses Protokolls ist unter anderem die Verschlüsselung der Daten. BitTorrent Sync richtet sich ausdrücklich an Nutzer, die mit sehr großen Dateien hantieren. Dies ist unter anderem praktisch, weil keinerlei Volumen- oder Trafficbeschränkungen greifen.

Mit dem Tool lassen sich beliebig viele Ordner mit beliebig vielen Geräten sychronisieren. Jeder Ordner kann mit einem privaten Key versehen werden, mit dessen Hilfe sich der entsprechende Ordner auch auf anderen Geräten anbinden lässt. Es ist auch möglich, Schlüssel zu vergeben, die lediglich Lese-Rechte gewähren. Auf diese Weise kann ein anderer Nutzer geteilte Dateien zwar ansehen, nicht aber ändern oder löschen. Auch zeitlich begrenzte Schlüssel werden von BitTorrent Sync unterstützt.

BitTorrent Sync unterstützt in der öffentlich zugänglichen Alpha-Version derzeit Windows ab XP Service Pack 3, Mac OS ab Version 10.6, Linux und NAS-Geräte. Die Software ist kostenlos erhältlich und der Download erfordert keine Registrierung.

Über die Software zu BitTorrent Sync wählt man die Ordner aus und legt die Zugangsschlüssel fest.
Über die Software zu BitTorrent Sync wählt man die Ordner aus und legt die Zugangsschlüssel fest. (Screenshot: BitTorrent Sync)

Vorteile von BitTorrent Sync

Im Gegensatz zu Diensten wie Dropbox ruhen die Daten bei BitTorrent Sync nicht auf einem zentralen Server, sondern auf den Geräten, mit denen man seine Ordner synchronisiert. Daraus ergeben sich im Vergleich zu Online-Speichern eine ganze Reihe von Vorteilen. So werden sowohl die maximale Dateigröße als auch der gesamte Speicherplatz lediglich von der Größe der eigenen Speichermedien beschränkt.

Auch in Sachen Sicherheit und Privatsphäre gibt es überzeugende Argumente für diesen Ansatz. Immerhin ist nicht jedem Nutzer wohl bei der Vorstellung, dass die eigenen Daten auf irgendwelchen Servern liegen, die sich irgendwo im Ausland befinden. Nach Aussage der Entwickler werden Daten bei BitTorrent Sync bei der Übertragung mit eindeutigen 256-Bit-Schlüsseln chiffriert.

Nachteile von BitTorrent Sync

Möchte man BitTorrent Sync nutzen, sollte man sich aber auch die Nachteile des Tools vergegenwärtigen. Für geteilte Ordner gibt es beispielsweise keinen Eigentümer. Das heißt, dass ein geteilter Ordner auch ohne die Zustimmung des Nutzers, der diesen Ordner angelegt hat, mit anderen geteilt werden kann. Hat man einen Ordner einmal mit jemandem geteilt, lässt sich das nicht mehr rückgäng machen.

Da die Daten nicht auf einem zentralen Server liegen, sind diese zwar sicher, aber man kann nur auf die eigenen Daten zugreifen, wenn das Gerät, auf dem die Daten liegen, eingeschaltet ist. Darüber hinaus kann man nicht über den Browser auf die Daten zugreifen, sondern muss den Client auf jedem Rechner installieren, mit dem man Zugriff bekommen will. Wer sich für die von BitTorrent Sync verwendete Technik interessiert, bekommt auf der offiziellen Website einen detaillierten Einblick.

AeroFS als Alternative

Da es sich bei BitTorrent Sync nicht um einen Dienst handelt und die Software Daten nicht online sondern lokal speichert, sollte man das Tool auch weniger mit Diensten wie Dropbox vergleichen, sondern eher mit ähnlichen Programmen wie zum Beispiel AeroFS. Wie BitTorrent Sync leistet auch AeroFS ähnliches wie Dropbox – mit dem kleinen Unterschied eben, dass es Daten nicht mit fremden Servern, sondern zwischen lokalen Geräten synchronisiert.

Weiterführende Links

 

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
5 Antworten
  1. von Philipp am 28.05.2013 (19:28 Uhr)

    Also quasi ein eigener Cloud-Dienst. Dementsprechend viel Speicher braucht man aber auch. Und wenn mal eine Platte kaputt geht, hat man die Gefahr die Daten zu verlieren. Gerade das ist der große Vorteil an anderen Cloud-Diensten. Für Anwälte kann ich mit Bittorrent aber sehr gut vorstellen.

    Antworten Teilen
  2. von Seowebdesigns am 28.05.2013 (20:03 Uhr)

    "aber man kann nur auf die eigenen Daten zugreifen, wenn das Gerät, auf dem die Daten liegen, eingeschaltet ist." Ich dachte die Daten werden zwischen allen Rechnern synchronisiert? Das heißt sie müssen ja auch auf den anderen Rechnern liegen oder nicht? Ansonsten wäre das ja ein extremer Nachteil.

    Wir nutzen aktuell Dropbox im Team. Aber die Speicherplatzbegrenzung von 2GB ist ein ziemlicher Nachteil.

    Antworten Teilen
  3. von Sebastian Düvel am 28.05.2013 (20:39 Uhr)

    Es reicht, wenn ein Gerät eingeschaltet ist auf dem die Daten liegen. Das muss nicht das ursprüngliche System sein. Das synct zwischen allen.

    Dass überhaupt ein Gerät laufen muss wäre für mich schon ein Show-Stopper.
    Sonst würde ich längst AeroFS nutzen.

    Antworten Teilen
  4. von Edward Black am 28.05.2013 (22:01 Uhr)

    @sebid Ein eigener V-Server, den es bei vielen Anbietern mit 1TB für 15€ gibt, schafft da Abhilfe (und ist immer an). So synchronisiere ich meine Fotobibliothek, die inzwischen auf knappe 900GB angewachsen ist, auf zwei V-Server für nur 30€ im Monat und spare über 50% gegenüber Dropbox.

    Grüße Edward

    Antworten Teilen
  5. von Kovah am 29.05.2013 (20:00 Uhr)

    Nun, AeroFS ist keine gute Alternative, zumindest jetzt noch nicht. Habe das Tool einige Zeit im Einsatz gehabt und war mit der Geschwindigkeit absolut nicht zufrieden. Weder einzelne große noch viele kleine Dateien konnte das Tool effizient kopieren. Man hat immer gewartet und gewartet.

    Wer wissen will, wie man Bittorrent Sync auf seinem Ubuntu / Debian Server installiert, um daraus eine waschechte Dropbox alternative zu machen, findet eine Beschreibung in meinem Blog: http://blog.kovah.de/tests-kritik/bittorrent-sync

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema BitTorrent
Dreamforce 2015: Tech-Elite stellt die Zukunft des Cloud-Computing vor
Dreamforce 2015: Tech-Elite stellt die Zukunft des Cloud-Computing vor

Über 150.000 Besucher, 1.600 Sessions, 400 Aussteller, ein zentrales Thema: Cloud-Computing. Auf der Dreamforce in San Francisco, der jährlichen Hausmesse des SaaS-Pioniers Salesforce, zeigten … » weiterlesen

German Angst: Deutschen Unternehmen ist Cloud-Computing zu unsicher
German Angst: Deutschen Unternehmen ist Cloud-Computing zu unsicher

Der Großteil der deutschen Unternehmen schreckt vor dem Cloud-Computing zurück – zu unsicher. Eine Aufklärungskampagne soll den Firmen die Angst vor der digitalen Wolke nehmen. » weiterlesen

Cloud Computing: IBM fördert IT-Infrastruktur von Startups mit bis zu 120.000 Dollar
Cloud Computing: IBM fördert IT-Infrastruktur von Startups mit bis zu 120.000 Dollar

Cloud-Services im Wert von bis zu 120.000 US-Dollar will IBM ausgewählten Startups zur Verfügung stellen, damit diese ihre IT-Infrastrukturen auf aktuelle Anforderungen des Cloud Computing anpassen … » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?