BizSpark: Microsoft lockt Startups mit kostenloser Software

Microsoft hat ein neues Angebot mit dem Namen "BizSpark" vorgestellt. Darüber sollen Startup-Gründer mit kostenloser Software aus dem Hause Microsoft versorgt werden. Das Serviceangebot enthält darüber hinaus auch technischen Support.

Das Softwareunternehmen Microsoft wendet sich Startups zu und bietet ihnen mit "BizSpark" ein entsprechendes Paket an. Kernpunkte des Startup-Programms bilden der freie Zugang zu Microsoft-Anwendungen, technischer Support und weltweite Sichtbarkeit. Gerade in der frühen Phase der Gründung sollen den Startups so Schlüsselressourcen für den späteren Erfolg zur Verfügung gestellt werden.

Voraussetzungen für Gründer

Die Startup-Plattform BizSpark ist ein sponsorenbasiertes Angebot. Will ein Startup teilnehmen, so muss zunächst ein passender Sponsor gefunden werden. hat hierzu umfangreiche regionale Listen mit potenziellen Sponsoren erstellt. Zudem sollte das Projekt im Kern einen softwarebasierenden Service anbieten, sich in privater Hand befindet, weniger als drei Jahre Bestand haben und weniger als eine Million US-Dollar Umsatz erwirtschaften. Nur bei Erfüllung dieser Kriterien wird ein Startup in das BizSpark-Programm aufgenommen und erhält die kostenlosen Leistungen.

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Leistungen im Bereich Software

Hat ein Startup die Aufnahme geschafft, stellt Microsoft umfangreiche Softwarepakete zur  Verfügung - lizenzkostenfrei. Enthalten sind Programme aus dem Bereichen Entwicklung, Plattform Technologie sowie Produktions- und Hosting-Lizenzen. Ziel des Startups müsse es zudem sein, eine neue “Software as a Service”-Lösung (SaaS) zu entwickeln, die dann auf einer beliebigen Plattform gehostet werden kann.

Laufzeit und Gebühren

Die Laufzeit des BizSpark-Programms ist auf drei Jahre begrenzt. Während dieser Zeit dürfen sich auch die Voraussetzungen nicht ändern. Wird ein Startup beispielsweise von einem etablierten Konkurrenten aufgekauft, muss das Startup das Programm verlassen. Zum Ende der Laufzeit wird eine Gebühr von 100 US-Dollar fällig. Welchen Grund es für diese Gebühr gibt, teilt Microsoft nicht mit.

Welche Absicht verfolgt Microsoft?

Aus der Sicht von Microsoft sollen Startups durch BizSpark gefördert werden, in dem "technologische Ressourcen und Unternehmensmentoren in einer globalen Community" zusammengebracht werden, "um die speziellen Herausforderungen, denen sich Startupunternehmen gegenübersehen, effektiv zu bewältigen".
Tatsächlich dürfte es um etwas mehr gehen:

  • Ein Grund könnte die Reputation sein, die ein Softwareunternehmen mit der kostenlosen Bereitstellung von ansonsten teurer Software erhalten könnte.
  • Startups aus dem BizSpark-Programm wären zudem an die Anwendungen von Microsoft gewöhnt und würden womöglich diese auch nach den drei Jahren nutzen - dann kostenpflichtig.
  • Denkbar als Motivation wäre ebenfalls eine Eindämmung von Open-Source-Software, die von Startups häufig auch aufgrund knapper finanzieller Ressourcen bevorzugt genutzt wird.
  • Die Koppelung an SaaS-Produkte könnte der zukünftigen Windows-Azure-Plattform in die Karten spielen.

Aber es gibt auch Vorteile:

  • die Nähe zu den Entwicklern bei Microsoft
  • die Nähe zu potenziellen Geldgebern
  • die weltweite Vernetzung über die Plattform von BizSpark
  • Erfahrungen mit professionellen Entwicklungstools

Fazit

Bei einem solchen Angebot werden viele Startups genau prüfen, welche Vorteile sie bei einer Teilnahme hätten. In der momentanen finanziellen Krise könnte Microsoft auch eine Alternative für Gründer mit geringem Startkapital sein, denn Venture Capital ist womöglich schon bald noch schwieriger zu bekommen. Es wird interessant sein zu sehen, wer auf diesen Zug aufspringt und nach drei Jahren gesund wieder abspringt. Wohl erst dann wird man den Erfolg von BizSpark messen können.

Weitere Informationen bietet Microsoft als lokalisierte PDF-Datei (256 KByte)

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