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Black-Hat-SEO: Wie man die Wikipedia überholt

    Black-Hat-SEO: Wie man die Wikipedia überholt
Black-Hat-SEO - die dunkle Seite der Suchmaschinenoptimierung (Foto: baynado1978 / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Wie in vielen Berufsfeldern gibt es auch bei den SEOs dieser Welt einige schwarze Schafe, die sich nicht an die allgemeingültigen Regeln halten. Gemeint ist das sogenannte Black-Hat-SEO, bei dem mit fragwürdigen Tricks gearbeitet wird, um Webseiten ganz nach oben in die Suchergebnislisten zu bekommen, die dort eigentlich nicht hingehören. Dabei ist SEO an sich natürlich völlig legitim - es kommt eben auf die Wahl der Methoden an. Mehr als nur Black-Hat-SEO-verdächtig ist beispielsweise eine Methode um vor Wikipedia zu landen.

Black-Hat-SEO: Wikipedia muss als Feindbild herhalten

Einen interessanten Fall von Black-Hat-SEO hat Torsten Kleinz entdeckt und auf seinem Nozizblog beschrieben. Darin wird die freie Enzyklopädie Wikipedia zum Ziel von Back-Hat-SEO, angeblich weil viele Wikipedia-Artikel zu unrecht so weit vorne im Google-Ranking stehen. Vielmehr wird es aber darum gehen, die eigenen Seiten, die SEOs im Kundenauftrag für Geld nach vorne bringen sollen, oft eben an den Wikipedia-Einträgen nicht vorbei kommen.

Black-Hat-SEO - die dunkle Seite der Suchmaschinenoptimierung (Foto: baynado1978 / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Mit einem kleinen Black-Hat-SEO-Tutorial soll das nun leichter von der Hand gehen. Im ersten Schritt werden der entsprechende Wikipedia-Artikel selbst herabgestuft. Dafür könne man ja einfach die interne Verlinkung nach eigenem Ermessen umstellen und zu thematisch unrelevanten Inhalten führen lassen.

Dann wird es sogar noch schlimmer. Der Autor Jason Capshaw schlägt vor, gezielt Fehlinformationen in die Wikipedia-Artikel einzubauen. Bevor die Admins das dann korrigieren können, sollten davon Screenshots gemacht werden, die dann an Webmaster geschickt werden, die auf den Wikipedia-Artikel verlinken. Allein mit diesen beiden schmutzigen Tricks dürfte dann ein betroffener Wikipedia-Artikel deutlich schlechter eingestuft werden und die eigenen Seiten sind leichter ganz oben zu platzieren.

Kommentar zum Black-Hat-SEO Wikipedia-Tutorial

Solche Anleitungen tragen nicht unerheblich zum nicht immer sehr guten Ruf der Suchmaschinenoptimierer bei. Dass der überwiegende Teil der SEOs keine Black-Hat-SEO-Methoden benutzt, wovon wir einmal ausgehen, spielt für die Gesamtreputation einer Branche dann kaum noch eine Rolle. Genauso schade ist bei diesem Beispiel, dass dann auch noch ein gemeinnütziges Projekt wie die Wikipedia geschädigt wird. Wer mit der Qualität einzelner Artikel nicht einverstanden ist, sollte lieber selbst konstruktiv an der Verbesserung der Qualität arbeiten, statt eigene Seiten mit schmutzigen Mitteln vorbeizuschieben. Aber vielleicht ist ja auch die inhaltliche Qualität der eigenen Artikel nicht besser.

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11 Reaktionen
Konstantin

Es ist zwar nicht einfach an einigen Wikipedia-Artikeln vorbei zu kommen, allerdings auch nicht unmöglich. Wer es nicht mit fairen Mitteln schafft, der muss eben unfair werden und andere sabotieren. Ich finde es nicht in Ordnung.

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Andreas

Da schließe ich mich vielen Meinungen an, dass es bei vielen Keys nicht allzu schwer sein sollte, vor Wikipedia zu landen.

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Hugo Hinkebein
Hugo Hinkebein

Irreführende Überschrift. Das hat überhaupt nichts mit SEO zu tun, unabhängig davon welche Farbe der Hut des Täters hat.

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Michael

Mich stört das auch nicht das Wikipedia oft sehr weit vorne zu finden ist. Ein User der neben Informationen etwas anderes sucht in den Ergebnissen, wird dann eben die darunter liegenden Seiten ansurfen. Vor Wiki zu ranken ist je nach Keys auch nicht wirklich soooo schwer.

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Baynado

Hey, ich versteh die Leute nicht, die sich immer über die Wikipedia aufregen. Als SEO sollte man mit ihr zusammen arbeiten und nicht gegen sie.

Eine Numner Eins Platzierung ist zwar schön, aber nicht das Wichtigste. Es kommt auf den qualifizierten Traffic an, der Money bringt. Mit Usern die sich nur allgemein zu einem Thema informieren wollen, lässt sich nicht wirklich Geld verdienen, also sollen die lieber die Traffickosten bei der Wikipedia verursachen. Man sollte lieber viel mehr darüber nachdenken, wie man qualifizierten Traffic von der Wikipedia bekommt, das bringt einen viel mehr, als dieses großartige Projekt zu sabotieren.

@Daniel anscheinend hast du nicht genügend Hirnschmalz investiert, um einen Wikipedia Link zu bekommen.

Übrigens, das Bild was hier von mir verwendet wird, wurde ursprüngllich in diesem Post verwendet: http://www.baynado.de/blog/boese-kommentar-taktik-oder-wir-andere-euch-aus-den-google-index-hauen

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Vladislav Melnik

Auch wenn die Wikipedia-Einträge ein wenig nerven, finde ich es echt traurig, solch gemeinnütziges Projekt zu schädigen. Ich denke, Wikipedia ist etwas sehr Sinnvolles :)

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Daniel

Ich finde es gar nicht mal so schlimm das Wiki meist auf erster Stelle rankt, man sieht ja sofort das es Wiki ist, entweder man sucht Infos und klickt dann drauf oder aber man sucht ne Community o.ä. und nimmt den nächsten darunter. Wikipedia aber ist total komisch, selbst wenn man Links zu Seiten ohne Werbung ohne alles, einfach nur Text der zum Thema passt einbauen will, wird einem dies verweigert(selbst alles versucht mit einem Redaktionellen Text und GUI Bildern. ). Wikipedia schaltet keinen einzigen Link frei. Ich weiß nicht wie es heute noch möglich sein soll nen Wiki link zu bekommen. Viele Grüße, Daniel

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Markus

Ich kenne viele SEOs (inklusive mir ;) die es wirklich nicht notwendig haben, mittels solcher sehr fragwürdiger Methoden an Wikpedia vorbeizuziehen. Inhalt und saubers SEO hilft eigentlich immer!

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fritz

Was es alles gibt! Aber es stimmt schon, oft ist Wikipedia ungemein lästig was die Google plazierung betrifft. Aber ob die Dargestellten Techniken wirklich das richtige sind glaub ich nicht... Naja.

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wikipedia-Leser
wikipedia-Leser

Das erste ist ungeeignete Programmierung von Wikipedia.
Das zweite ist social-engineering. Mit aufgrund des ersten Design-"Fehlers".

Zum Ersten: Man kann Änderungen überprüfen und erst nach 24 Stunden automatisch freischalten, wenn das Voting es nicht unterbunden hat. Bis zur Freischaltung sieht man aber oben z.b. "34 Changes Pending" und kann die Changes einblenden und ggf auch voten.
Vandalisten u.ä. haben dann gar keine Schnitte mehr weil sie in der Row warten müssen. Tiere kommen deswegen ja auch in Quarantäne.

Zum zweiten: Schlaue Linksetzer sollten wissen und alle zügig im Internet-Führerschein lernen, das jeder Vandalisieren kann und Screenshots auch gefälscht sein können.

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