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Android first: BlackBerry stellt BB10 in diesem Jahr aufs Abstellgleis

Android first: BlackBerry stellt BB10 in diesem Jahr aufs Abstellgleis

hat eine harte Zeit hinter sich – mit dem Priv meldete sich der Hersteller allerdings mit neuer Marschrichtung zurück, die erfolgversprechender ist: Anstelle das eigene Betriebssystem zu verwenden, wurde auf gesetzt. Diesen Plan will der kanadische Smartphonehersteller in diesem Jahr weiter verfolgen.

Android first: BlackBerry stellt BB10 in diesem Jahr aufs Abstellgleis

BlackBerry Priv mit Android. (Bild: BlackBerry)

Aus für BlackBerry 10: Voller Fokus auf Android

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BlackBerry wird 2016 auf BB10 zugunsten von Android verzichten. (Bild: BlackBerry)

Mit dem BlackBerry Priv hat der kanadische Hersteller von Business-Smartphones im November sein erstes Gerät basierend auf Android vorgestellt. Das Priv kann als ein erster Gehversuch in neuen Gewässern verstanden werden, um zu erforschen, ob Geräte mit einem anderen – etablierteren – Betriebssystem besser angenommen werden als Modelle mit dem eigenen – angestaubten – BlackBerry 10 (BB10).

Laut BlackBerry-CEO John Chen, der auf der CES 2016 cnet Rede und Antwort gestanden hat, könne das Unternehmen einen kleinen Erfolg verbuchen. Chen gab sich allerdings vorsichtig optimistisch und bestätigte einen soliden Verkaufsstart, allerdings spielen aus seiner Sicht der langfristige Erfolg und weiterhin stabile Verkaufszahlen eine Rolle. Er verglich den Start des ersten BlackBerry-Android-Geräts mit einer Film-Premiere: Am ersten Wochenende herrsche Aufregung, die dann aber rasch nachlasse – ob ein Film tatsächlich erfolgreich sei, zeige sich erst später.

Auch wenn Chen sich vorsichtig gibt, scheint Android für BlackBerry der seit langem benötigte Rettungsanker zu sein. So bestätigte Chen in dem Gespräch, dass es in diesem Jahr keine Smartphones mit dem hauseigenen BlackBerry 10 geben werde, was hartgesottene BB10-Fans traurig stimmen dürfte. Stattdessen werde man voll auf Android setzen und mindestens ein weiteres Smartphone vorstellen – vielleicht auch zwei. Eins davon dürfte das BlackBerry Vienna sein, das sich in Sachen Design an die BlackBerry-Klassiker anlehnen soll.

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Das BlackBerry Vienna könnte das nächste Android-Gerät der Kanadier sein. (Bild: CrackBerry)

2016 geht's bei BlackBerry um die Wurst

Bei BlackBerry geht es dank des Priv und des Strategiewechsels zwar ein wenig bergauf – das Priv wurde im letzten Jahr 700.000 Mal verkauft –, einen Grund zur Entspannung gebe es aber noch nicht. Laut Chen gehe es in diesem Jahr um Gedeih und Verderb: Könne man in 2016 nicht wieder profitabel agieren, wäre ein Szenario das Hardwarebusiness an den Nagel zu hängen. Damit würde das Unternehmen seinen Fokus ausschließlich auf sichere Unternehmenskommunikations-Dienstleistungen und den erforderlichen Unterbau legen.

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