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Blackmagic Pocket Cinema Camera: Kinoqualität für die Hosentasche zum kleinen Preis

Mit der Pocket Cinema Camera hat Videoproduktions-Spezialist Blackmagic Design einen erschwinglichen Kinoknirps mit beeindruckenden Specs für die Hosentasche vorgestellt. Die Super-16-Kamera im kompakten Magnesiumgehäuse nimmt Full-HD-Videos im RAW-Format auf und bietet eine Menge Features zum kleinen Preis. Das Gerät soll ab Juli 2013 erhältlich sein.

Blackmagic Pocket Cinema Camera: Kinoqualität für die Hosentasche zum kleinen Preis

Consumer Hardware eignet sich im Videobereich schon seit geraumer Zeit auch für professionelle Aufnahmen. So ist es keine Seltenheit, dass TV-Serien oder sogar Spielfilme mit videofähigen digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) aufgenommen werden. Für die Aufnahme der kompletten Folge einer TV-Serie kam mit der Canon EOS 5D Mark II erstmals eine DSLR in der sechsten Staffle von Dr. House zum Einsatz. Bei Hollywood-Produktionen wurden DSLRs aus dem Prosumer-Bereich beispielsweise für Black Swan, Iron Man 2 und The Avengers verwendet. Das Problem mit derartiger Hardware besteht allerdings darin, dass sie bei Weitem nicht so portabel ist wie eine Kompaktkamera. Genau hier setzt Blackmagic mit der vergleichsweise winzigen Pocket Cinema Camera an.

Die Blackmagic Pocket Cinema Camera besticht nicht nur mit ihren geringen Abmessungen, sondern auch mit beeindruckenden Features.

Blackmagic Pocket Cinema Camera mit Wechselobjektiven

Blackmagic Design setzt für die Pocket Cinema Camera auf einen Micro-Four-Thirds-Anschluss. Auf diese Weise lassen sich eine Menge unterschiedlicher Objektive entweder direkt oder mit Hilfe eines Adapters an dem Zwerg nutzen. Der Sensor im Filmformat Super 16 (12.48 x 7.02 mm) nimmt Videos in 1080p auf und soll einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen bieten. Die unterstützt mit 23,98, 24, 25, 29,97 und 30 fps eine ganze Reihe gängiger Bildraten. Aufgezeichnete Videos landen entweder als Apple ProRes 422 HQ oder als CinemaDNG (RAW) – und damit verlustfrei komprimiert – auf der SD-Karte. Bei ProRes-Aufnahmen beträgt die Datenrate laut Blackmagic Design 220 MBit/Sekunde. Ein wechselbarer Lithium-Ionen-Akku versorgt die Kamera mit Strom.

Am Micro-Four-Thirds-Anschluss der Blackmagic Pocket Cinema Camera lassen sich via Adapter auch professionelle Objektive anschließen.

Das Gehäuse der Blackmagic Pocket Cinema Camera

Nach Angabe von Blackmagic Design wiegt die Pocket Cinema Camera ohne Objektiv lediglich 355 Gramm. Das Magnesium-Gehäuse ist 128 Millimeter breit, 38 Millimeter tief und 66 Millimeter hoch. Auf der Rückseite befindet sich ein 3.5 Zoll messendes 800x400-LCD. Das Videosignal lässt sich allerdings auch über eine integrierte HDMI-mini-Buchse auf einem externen Bildschirm wiedergeben. Zu den weiteren Anschlüssen der Kamera zählen Mikrofon-, Kopfhörer- und LANC-Fernbedienungsbuchse sowie USB 2.0, Zubehör- und Stativgewinde.

Preis und Verfügbarkeit

Die Blackmagic Pocket Cinema Camera soll weltweit im Juli 2013 ausgeliefert werden – und das zu einem Kampfpreis von knapp 1.000 US-Dollar. Bei den gebotenen Features wie Super-16, einem Micro-Four-Thirds-Objektivanschluss, einem 1080HD-Sensor mit beeindruckenden 13 Blendenstufen, der Möglichkeit, in CinemaDNG RAW aufzunehmen, SD-Karten zu verwenden und die Aufnahme live via HDMI auf einem externen Monitor zu betrachten, dürfte die kompakte Videokamera eine Menge Interessenten finden.

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6 Antworten
  1. von Martijn am 09.04.2013 (14:53 Uhr)

    Klingt spannend!
    Wenn die optische Leistung den Versprechungen entspricht eine sicherlich tolle Kamera!

    Mit einer Vollformat Kamera ist das aber nicht zu vergleichen!
    Gerade das Spiel mit der Unschärfe macht professionelle Kinoproduktionen aus.
    Und das geht mit einem 12.48 x 7.02 mm großen Chip einfach nicht!

    Das sei natürlich der Kompaktheit geschuldet aber genau aus so einem Grund kann man dieses Modell nicht mit professionellen Kameras und Kinoqualität vergleichen!

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  2. von Meike am 09.04.2013 (15:24 Uhr)

    Aber CinemaDNG RAW als Format bei dem Preis ist schon super!
    Wo wird man die Kamera beziehen können?

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  3. von Goran am 09.04.2013 (15:29 Uhr)

    @Martijn
    die Unschärfe ist sicherlich nicht ganz so einfach zu erreichen, wie bei einem Vollformatsensor. Die Aussage "geht einfach nicht" ist aber falsch. Der Sensor ist schon groß genug, dass er mit dem richtigen Objektiv und dem richtigen Abstandsverhältnis auch in Altagssituationen (also nicht nur bei extremen Abstandsunterschieden) ein ordentliches Ergebnis liefert.
    Trotzallem, ich hätte dann auch lieber RAW-Video in den Dslrs wie Nikon D800 und Ähnlichen.

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  4. von Stefan am 09.04.2013 (15:36 Uhr)

    Martijn, Kinoqualität, was auch immer das heißen mag, hat nichts mit der Größe des Sensors oder der Tiefenschärfe zu tun. Oder haben Produktionen wie The Wrestler, Black Swan, The Hurt Locker oder Moonrise Kingdom keine "Kinoqualität"? Alle sind auf Super 16 gedreht, also mit der genau selben Bildfläche wie diese Blackmagic Kamera bietet.

    Auch wenn du an andere Kinoproduktionen denkst, sind diese so gut wie nie mit einem Vollformat Sensor gedreht. Selbst Produktionen auf Analogfilm werden in der Regel auf Super-35 gedreht, was einer Größe eines APS-C Chips ähnelt (z.B. Canon 550D, Cropfaktor 1,6)

    Auch auch mit einer die Red-One oder EPIC (The Hobbit) hat man keinen Vollformat Chip.

    Und die optische Qualität hängt hauptsächlich von den Objektiven ab, die du einsetzt. Durch den Mount der Kamera hast du unzählige Möglichkeiten.

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  5. von Haiko am 09.04.2013 (16:00 Uhr)

    Ob das wirklich die Alternative bietet..

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  6. von Goran am 09.04.2013 (21:07 Uhr)

    @Gerhard Schröder
    +1
    So muss das sein ;-)

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