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„Blekko“: Neue Suchmaschine will die Websuche revolutionieren, aber kein Google-Killer sein

Eine neue Suchmaschine, die die Websuche revolutionieren, aber dennoch kein neuer Google-Killer sein will. So oder so ähnlich könnte sich eine Kurzbeschreibung von „Blekko“ anhören. Das im Juni 2007 gegründete Startup aus Kalifornien erkennt den Suchmaschinen-Marktführer als unerreichbar an und will auch gar nicht erst angreifen. Stattdessen will man den Suchenden Werkzeuge an die Hand geben, die ganz neue Suchmöglichkeiten erlauben sollen.

„Blekko“: Neue Suchmaschine will die Websuche revolutionieren, aber kein Google-Killer sein

Die Kernkompetenzen von Google liegen in der Indexgröße, im Relevanz-Ranking und in der Schnelligkeit der Suche. Dies könne auch Blekko nicht ändern - im Gegenteil, sagt Rich Skrenta als einer der Gründer von Blekko: „Ich glaube nicht, dass man im Suchmaschinen-Business als Google-Killer antreten muss um erfolgreich sein zu können. Fakt ist, wer versucht ein Google-Killer zu sein, geht vermutlich den einzig sicheren Weg, der nicht erfolgreich ist".

Revolutionäre Suchverfeinerung

Stattdessen soll Blekko Websuchen ermöglichen, die die Nutzer bei keiner anderen Suchmaschine vorfinden. Eins dieser neuen Werkzeuge bezeichnet Blekko als „Slashtags“. Suchende können damit auf sehr schnelle und bequeme Art und Weise ihre Suchanfragen verfeinern, indem sie dem Suchbegriff beispielsweise ein /news anfügen, um aus der Masse der Treffer die aktuellen News-Artikel herauszufiltern. Neben vielen weiteren vordefinierten Slashtags können die User auch eigene Slashtags definieren, die die Suche beispielsweise auf bestimmte URLs beschränkt.

Die „Slashtags“ sollen die Suchverfeinerung komfortabler machen (Bild: TechCrunch)

Transparenz statt Geheimniskrämerei

Auch bezüglich der Relevanz der Suchergebnisse will Blekko einen anderen Weg gehen als Google & Co. Statt es den SEOs mit geheimen Kriterien möglichst schwer zu machen Einfluss auf das Ranking zu nehmen, soll Blekko eine bisher nicht bekannte Transparenz aufweisen. Sowohl die verwendeten Algorithmen, als auch die zugrundeliegenden Daten sollen möglichst offen kommuniziert werden.

Weitere Einblicke in die neue Suchmaschine Blekko gibt es bei TechCrunch, die einen exklusiven Blick auf den aktuellen Stand der Entwicklung der Private Beta werfen konnten.

Fazit

Ob es reicht eine neue Art der Suchverfeinerung anzubieten und sie mit einem Höchstmaß an Transparenz zu paaren oder ob sich Blekko in die lange Reihe der gescheiterten einreihen muss, wird sich dann zeigen, wenn sich die Suche im Alltag testen lässt. Die Google-Skeptiker könnten mit Blekko allerdings tatsächlich eine echte Alternative bekommen. Google wird es verschmerzen können.

[Update 1.11.2010: Blekko ist nun live]

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9 Antworten
  1. von Nachtgold am 20.07.2010 (14:38Uhr)

    Mir will nicht einleuchten was der Unterschied zwischen einem "Suchbegriff" und einem "/Suchbegriff" ist ...

    Gibt es verschiedene Kategorien von Slashtags, oder nehmen sie nur die Rolle von Meta-Suchbegriffen ein?

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  2. von Niklas am 21.07.2010 (13:48Uhr)

    @ Nachtgold

    Ich habe es so verstanden das wenn ich zum Beispiel nach "Hundekuchen" suche, ich auch "Hundekuchen /news" suchen kann um so alle neuen News mir anzeigen zu lassen...

    Ob es nun einen Unterschied zwischen "Hundekuchen /news" oder "Hundekuchen News" gibt weiß ich nicht, das muss man dann einfach mal Test!

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  3. von ajuganetz am 22.07.2010 (10:42Uhr)

    Hi,
    die Suche von Blekko ist gerade geschlossen und wird bald wieder "eröffnet". Mmh und nun?
    "ob sich Blekko in die lange Reihe der gescheiterten Suchmaschinen einreihen muss". Realität?
    Gruß
    Uwe

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  4. von Dennis Farin am 22.07.2010 (11:55Uhr)

    Also die letze "Suchmaschine" die alles revolutionieren wollte hieß doch Wolfram Alpha oder so ähnlich.
    Kam da noch mal was oder war das auch nur so der übliche Hallo hier bin ich Hype und anschließend hab ich meinen "Code" für viel Geld an Google verkauft ?

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  5. von Franky am 28.07.2010 (14:40Uhr)

    Man kann sich eine Nische aussuchen oder man versucht den Direktangriff auf Google...m.E. brauchen wir aber einen Google-Killer! Die Monopolstellung ist doch nicht mehr länger hinzunehmen.
    Ich empfehle zu diesem Thema mal die Doku Wer hat Angst vor Google

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  6. von benedikt am 28.07.2010 (15:17Uhr)

    @Dennis Farin
    Wolfram Alpha nutze ich regelmäßig. Es ist aber keine Suchmaschine, sondern eher eine Rechen- und Wissensmaschine. Einwohnerentwicklungen, Währungsumrechnungen, Formelberechnungen, etc.

    Ist ein sehr nettes Teil

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  7. von Dennis Farin am 28.07.2010 (16:34Uhr)

    Jopp, ich kenne Wolfram Alpha, nur im Vergleich meinte ich, die wurde damals ja sogar im Fernsehen als Google Killer angepriesen.
    Nicht das ich mir endlich mal echte Konkurenz wünsche und auch finde BING macht seine Sache sehr gut, so denke ich eine wirklich echte Inovation wird es mangels Masse nicht mehr wirklich geben.
    Google dominiert schon sehr gut und sobald das neue Feature mit dem Einfluss der Bewertungen und Rückmeldungen über die Toolbar in die Ergebnissse einfließen "scharf" geschaltet wird, wirds echt schwer dem Platzhirsch die Stirn zu bieten.

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  8. von Gugel500 am 29.09.2010 (12:02Uhr)

    Ich weiss ja auch nicht, aber wer will denn bitteschön Google das Wasser reichen ? Man sieht es doch immer bei SEO Contests, da heisst es ja dann auch nicht : "Der Gewinner muss mit dem Keyword lastactionseo bei ichbineineneuesuchmaschine.de auf Platz 1 erscheinen.." oder seh ich das falsch ?

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  9. von lastactionseo am 04.10.2010 (23:38Uhr)

    blekko tag the web - das mit den #slashtags finde ich ganz praktisch (war die Grundidee nicht von twitter?)

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