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Startups

Blitzstart: 5 Mio. Euro für Bonner Startup „doo“

    Blitzstart: 5 Mio. Euro für Bonner Startup „doo“

Mit dem Bonner Startup doo soll nun endlich das papierlose Büro Wirklichkeit werden, von dem schon seit Jahren die Rede ist. Und die Voraussetzungen sind gar nicht mal schlecht: 5,1 Millionen Euro Startkapital, Gründer mit reichlich Erfahrung und Parallelen zu den 6Wunderkindern.

Reinvent Paperwork: doo will die Revolution des papierlosen Büros zu Ende führen

Das Team vom Startup doo wil endlich das papierlose Büro wahr werden lassen. (Foto: doo).

Der Traum vom papierlosen Büro ist älter als das Internet. Seit mehr als 30 Jahren besteht nun die Idee, die elektronische Datenspeicherung soweit voranzutreiben, dass in modernen Büros kein Papier mehr notwendig ist. Die Idee war aber der Zeit weit voraus, so dass der Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung erst einige Jahre später mit dem World Wide Web gelegt wurde. Danach dauerte es dann noch mal 20 Jahre, bis mit der Cloudtechnik eine revolutionäre Infrastruktur geschaffen war, mit der nun das Bonner Startup doo einen neuen Anlauf startet.

Zu den Hintergründen von doo erklärt CEO Frank Thelen:

Es begann alles mit lästigen Situationen in meinem privaten und geschäftlichen Leben: täglich habe ich mich mit Quittungen, Verträgen und Rechnungen herumgeschlagen, die überall auf meinem Schreibtisch bzw. auf meiner Festplatte herumflogen. Ich habe viel zu viel Zeit damit verschwendet, diese zu suchen, zu sortieren und zu archivieren - nicht selten sind mir Dokumente auch einfach verloren gegangen. Ich denke bereits seit Jahren über das richtige Produkt zur Lösung dieses Problems nach.

Die Lösung des Problems soll in einem cloudbasierten Dienst liegen, bei dem die Nutzer nicht nur all ihre digitalen Dokumente ablegen können, sondern sie auch vielfältig weiternutzen können. Das fängt schon damit an, dass sowohl Endkunden als auch Unternehmen mit doo digitale Dokumente empfangen und versenden können. Alle abgelegten Dokumente können bearbeitet und mit anderen Nutzern geteilt werden. Die Gründer Frank Thelen, Marc Sieberger und Alex Koch versprechen zudem intelligente Funktionen zum Organisieren und Archivieren der digitalen Dokumente, die dank nativer Apps für zahlreiche Plattformen überall und zu jeder Zeit erreichbar sind.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, setzt doo eine Umgebung nach dem zertifizierten Sicherheitsstandard ISO 27001 ein. Durch eine Sync-Funktion sind die Daten immer auf allen eingesetzten Geräten auf dem neuesten Stand. Selbst offline funktioniert doo, wobei die Änderungen dann während der nächsten Onlinezeit synchronisiert werden. Die App wie auch die Nutzung von doo werden kostenlos sein. Finanzieren will sich doo über kostenpflichtige Accounts für „Heavy User“ und über das Angebot von speziellen Collaboration-Features

Startup „doo“ im Stil von 6Wunderkinder

So wird die Benutzeroberfläche von doo aussehen (Grafik: doo).

Auch wenn das Startup „doo“ erst Anfang 2012 mit einer geschlossenen Beta-Version an den Start geht, ist das Startup aus Bonn bereits auf dem Radar der Gründerszene aufgetaucht. Zum einen haben die drei Gründer bereits eine Seed-Finanzierung in Höhe von 5,1 Millionen Euro in der Tasche. Zu den Investoren gehört unter anderem der Xing-Gründer Lars Hinrichs, der mit seinem Inkubator HackFwd in doo investiert hat. Außerdem gehören noch DuMont Venture und Hermann Simon von Simon-Kucher & Partner zu den Geldgebern.

Zum anderen sind auch die Gründer nicht ganz unbekannt. Frank Thelen und Marc Sieberger kann man getrost als Seriengründer bezeichnen. Mit ihrer Beteiligungsfirma e42 GmbH waren sie auch schon an Startups wie kaufDA, myTaxis und 6Wunderkinder beteiligt. Dritter im Bunde ist Alex Koch, mit dem Thelen und Sieberger auch schon beim Fotodienstleister ip.Labs zusammengearbeitet haben - ein Startup, dass Frank Thelen gegründet und 2008 an Fujifilm verkauft hatte.

Erfahrung mit Startups haben die drei Gründer also genügend und gerade die Erfolgsgeschichte von 6Wunderkinder scheint auch bei doo einige Spuren hinterlassen zu haben. Statt sich nur auf eine innovative Idee zu verlassen, soll doo vor allem auch mit einer schicken Oberfläche und großer Nutzerfreundlichkeit punkten. Zudem wird es Apps für zahlreiche Plattformen wie Mac OS X, Windows, Windows Phone, iOS, Android und eine Web-Variante geben, so dass jeder doo nutzen kann.

In unserer aktuellen Magazinausgabe t3n Nr. 26 berichten wir über weitere innovative Startups, zu denen unter anderem auch doctape gehört. Auch doctape ist ein cloudbasiertes Dokumentenmanagement-Tool, mit dem sich ein papierloses Büro umsetzen lässt.

Weiterführende Links zum Startup doo:

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4 Reaktionen
Jan Christe

@Michael: Wo hast Du die 6Wunderkinder denn arrogant und überheblich erlebt? Ich habe das Team bisher als das genau Gegenteil erlebt, sowohl digital als auch bei persönlichen Treffen.

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Michael
Michael

Wenn sie es ähnlich überheblich und arrogant wie die Wunderkinder angehen, werden sie scheitern..dessen bin ich mir sicher. Oder was soll der Vergleich hier?

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Dennis

Ist ja im Grunde auch der Weg. Viele Plattformen/Ideen scheitern daran dass es nur eine iPhone, Mac/Windows Variante gibt und irgendwie alles nicht so recht zusammen arbeiten will. Die 6Wunderkinder haben halt auch eine Hübsche Oberfläche auf Ubuntu oder aber Windows gebracht. Sogar Android hatte mal eine schöne App. Damit kann man heutzutage dann, leider, punkten.

Ich hoffe dass es wirklich sich durchsetzt und man seine Inhalte selbst backupen und verschlüsseln. Denn meine Privaten Belege gehen dann selbst Doo nichts an. Darum würde ich für die Funktionen sogar zahlen ;)

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Marcel

Gute Idee, werde ich mir mal näher anschauen. Anmeldung für Beta Test ist raus.

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