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Blockstack: Dezentrales Internet mit Datenkontrolle holt per ICO 53 Millionen Dollar

(Bild: Blockstack)

Das Blockchain-Startup Blockstack, das eine Art paralleles Internet mit voller Datenkontrolle aufbauen will, hat per ICO knapp 53 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Blockstack: Blockchain-basiertes, dezentrales Parallel-Internet geplant

Ein dezentrales Blockchain-basiertes Internet, das Nutzern die volle Kontrolle über ihre Daten geben will – nichts weniger schwebt den hinter dem Startup Blockstack stehenden Entwicklern vor. Zugang dazu erhalten Nutzer über einen eigens entwickelten Browser. Die Daten lagern nicht zentral in den Datenzentren großer IT-Konzerne, sondern in der Blockchain.

Das Browser-Addon von Blockstack ermöglicht den Zugang zu dem künftigen dezentralen Internet. (Bild: Blockstack)

Im Mai hat Blockstack ein gleichnamiges Browser-Addon (macOS, Windows, Linux) vorgestellt, das Entwickler bei der Programmierung von Anwendungen für das dezentrale Netz unterstützen soll. In einem ICO hat Blockstack jetzt 52,8 Millionen Dollar eingesammelt, wie es bei Venturebeat heißt.

Insgesamt 440 Millionen Tokens konnten bei dem schon im November gestarteten Initial Coin Offering (ICO) an über 800 Menschen und Firmen verkauft werden – mindestens 3.000 Dollar musste man investieren. Die größte Einzelsumme betrug sechs Millionen Dollar, der nicht namentlich genannte Investor musste sich verpflichten, die Tokens mindestens vier Jahre lang nicht zu verkaufen.

Zu den Investoren gehören bekannte Branchenvertreter, darunter Union Square Ventures, Foundation Capital, Lux Capital, die Firma Winklevoss Capital der Winklevoss-Zwillinge, Blockchain Capital, Digital Currency Group, der Y-Combinator-Partner Qasar Younis, Techcrunch-Gründer Michael Arrington und Digg-Gründer Kevin Rose, wie Coindesk berichtet. Das Blockstack-Team betont, dass es sich bei den Investoren um Partner für die Zukunft handelt, die sich langfristig engagieren würden.

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Blockstack: Millionen werden nach Erreichen von Zielen ausgezahlt

Um nicht nur kurzfristige Ziele umzusetzen, hat sich Blockstack Beschränkungen beim Zugang zu den eingenommenen Mitteln auferlegt. So werden etwa zunächst nur zehn Millionen Dollar ausgezahlt. Weitere 20 Millionen Dollar gibt es, wenn die nächste Version des Produkts fertig ist. Die letzten 20 Millionen Dollar folgen erst, wenn Blockstack das Ziel von einer Million registrierter Nutzer erreicht hat. Derzeit hat das 2013 gegründete Blockstack eigenen Angaben zufolge rund 76.000 registrierte Domains und die Unterstützung von 13.500 Entwicklern.

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Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 280 Milliarden Dollar. (Stand: Anfang Dezember 2018) (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

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In den kommenden Jahren liege noch eine Menge Arbeit vor ihnen, schreiben die Blockstack-Macher in einem entsprechenden Blogartikel. Dazu gehörten der Aufbau einer Entwicklerplattform und eines App-Ökosystems sowie der Launch des Blockstack-Tokens. Die Tokens sollen frühestens im August 2018 live gehen. Einen ähnlichen Ansatz wie Blockstack verfolgt etwa das Projekt Namecoin. Anders als Namecoin setzt Blockstack auf die Bitcoin-Blockchain, wo es seit September 2015 aktiv ist.

Mittlerweile finden sich einige fertiggestellte Apps in dem Netzwerk, etwa eine To-do-Liste oder ein Forum. Weitere Anwendungen wie eine Podcast- oder eine Umfrage-App befinden sich derzeit in der Entwicklung. Das Besondere an Blockstack: Die Nutzer hosten ihre Daten quasi selbst, zentrale Server werden nicht benötigt. Die Blockstack-Entwickler setzen dabei auf das Protokoll Virtualchains, dank dem Dienste dauerhaft auf Blockchains aufgesetzt werden können.

Die Chain nutzt allerdings Dropbox, Amazon S3 und Google Drive, wo die Daten verschlüsselt abgelegt werden, wie das Linux-Magazin im Mai beschrieb. Fraglich ist zudem, ob die Entwickler es schaffen, Dienste zu entwickeln, die es mit den populären Anwendungen der IT-Riesen Facebook, Amazon oder Google aufnehmen und entsprechend Nutzer anziehen können.

Die dem Blockstack-Projekt zugrundeliegende Software kann auf Github angeschaut werden. Auf der Projektwebsite finden sich weitere Informationen sowie Tutorials für Entwickler.

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