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Blog-Pflege: 5 Pflicht-Tasks für jeden Blogger

Ein erfolgreicher bedarf dem vielzitierten Ehrgeiz und Engagement der beteiligten Autoren, doch auch die regelmäßige Blog-Pflege sollte nicht zu kurz kommen. Wer diesem Themenbereich bislang nur wenig Beachtung geschenkt hat, ist mit diesen fünf Pflicht-Tasks auf dem richtigen Weg.

Blog-Pflege: 5 Pflicht-Tasks für jeden Blogger

Bei der Blog-Pflege lohnt ein Blick in den Rückspiegel

Wer viel schreibt und publiziert, generiert neben spannenden Inhalten auch allerhand Altlasten. Hier lohnt sich deshalb ein regelmäßiger Blick in den Rückspiegel, um kräftig durchzulüften und angestaube Inhalte auf Vordermann zu bringen. In Anlehnung an die Checkliste des MintBlogger haben wir in diesem Zusammenhang fünf Pflicht-Tasks identifiziert, die man im Rahmen der Blog-Wartung durchführen sollte.

Regelmäßige Wartungsarbeiten helfen das volle Potenzial eines Blogs auszureizen. (©iStockphoto.com/PashaIgnatov)

1. Regelmäßige Backups des Blogs (Wöchentlich)

Regelmäßige Backups sind die naheliegendste Aufgabe und Grundlage aller folgenden Schritte. Wer sich vor einem etwaigen Datenverlust schützen will, sollte alle Inhalte seines Blogs regelmäßig sichern. Für kleinere Seiten reicht die wöchentliche Datensicherung. Wer hingegen öfter schreibt oder viele Kommentare erhält sollte die Zeitspanne verkürzen.

Für WordPress-Blogs gibt es zahlreiche Erweiterungen, die den Backup-Prozess automatisieren. Dazu zählt das beliebte Plugin „WordPress Database Backup“ des Webentwicklers Austin Matzko. Alternativ bietet sich aber auch eine Dropbox-Integration an, die unter anderem das Plugin „WordPress Backup to Dropbox“ realisiert.

2. Tote Links identifizieren (Monatlich)

Tote Links können der Nutzererfahrung und dem Ranking schaden. Ein wichtiger Teil der Blog-Wartung beinhaltet deshalb das Identifizieren und Korrigieren von 404-Fehlern. In der Regel reicht hier eine monatliche Prüfung, die in Abhängigkeit vom Arbeitsaufwand angepasst werden kann. Wer sichergehen will, kann seinen Blog aber auch öfter auf tote Links prüfen.

Bei der Identifizierung solcher Links helfen verschiedene Werkzeuge, allen voran die Google Webmastertools. Sie informieren im Statusbericht über Crawling-Fehler des Google-Bots, die als erster Ansatzpunkt für Optimierungen dienen. WordPress-Blogger können außerdem auf Plugins wie den "Broken Link Checker" zurückgreifen. Für Beitreiber anderweitiger Projekte bietet sich das kostenlose Tool Xenu's Link Sleuth an.

3. Alte Artikel überarbeiten (Quartalsweise)

Der Einsatz eines Tools zur Webanalyse hilft die Schwachstellen einer Website zu identifzieren. So lassen sich rückblickend Artikel oder Kategorien ausmachen, die unterdurchschnittliche Ergebnisse liefern. Ein Problem, dem man in regelmäßigem Abstand auf den Grund gehen sollte.

Aus den Daten der Webanalyse lassen sich Positiv- und Negativkriterien eines Artikels ableiten. Blogger können diese Kriterien auch rückwirkend umsetzen, wenn alte Artikel ausreichend Potenzial bieten. Indizien für Verbesserungspotenziale sind unter anderem eine hohe Absprungrate, eine kurze Besuchszeit oder eine geringe Anzahl an Seitenaufrufen pro Besuch. Helfen können hier interne Links oder eine bessere Artikelstruktur. Je nachdem welches Problem vorliegt, bieten sich ganz unterschiedliche Lösungen an.

4. Landingpages erstellen und Seitenstruktur optimieren (Quartalsweise)

Im Zuge dieser Analyse lohnt es sich, auch den fixierten Elementen ausreichend Beachtung zu schenken. Möglicherweise generiert eine Kategorie mehr Seitenaufrufe, wenn sich ihre Position in der Navigation verändert. Vielleicht lohnt es sich auch, den Facebook- und Twitter-Button an einer anderen Stelle zu platzieren. Solche und ähnliche Theorien sollten Blogger mithilfe der vorliegenden Daten hinterfragen, um gegebenfalls Veränderungen vorzunehmen..

Im Zuge der oben genannten Veränderungen kann es sich außerdem lohnen, Landingpages für spezielle Themenfelder anzulegen. Blogger, die seit Jahren über ein bestimmtes Thema berichten, können alte Artikel zu Linksammlungen oder Anleitungen zusammenführen. So nutzen sie einerseits das inhaltliche Potenzial und bieten andererseits eine ideale Backlinkquelle, die auch dem Ranking und den Besucherzahlen zugutekommen kann.

5. Datenbank leeren (Quartalsweise)

In einer WordPress-Datenbank werden im Laufe der Zeit auch unnütze Daten wie als Spam identifizierte Kommentare oder Revisionen bestehender Artikel gesichert. Um die Größe der Datenbank auf ein Minimum zu reduzieren, gilt es regelmäßig auszumisten. In der Regel reicht es allerdings, diesen Prozess nur einmal pro Quartal durchzuführen.

Blogger können hierbei auf das hilfreiche WordPress-Plugin WP-Optimze zurückgreifen. Es erledigt die oben genannten Aufräumarbeiten mit wenigen Klicks und liefert Informationen über die eingesparten Datenmengen. Wer die Aufräumarbeit manuell erledigen möchte, kann alternativ auf das Web-Interface von phpMyAdmin zurückgreifen. Die englischsprachige Anleitung von Rob McGuire könnte in diesem Zusammenhang hilfreich sein.

Kennt ihr in diesem Zusammenhang weitere Tipps oder Tools?

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9 Antworten
  1. von Chriz am 29.11.2012 (16:04 Uhr)

    Super Artikel, besonders das mit dem Backup halte ich für sehr wichtig!

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  2. von Tom Kolbe am 29.11.2012 (16:43 Uhr)

    Ich habe die Erfahrung gemacht bei um die 15 Posts in der Woche, dass ich mit mindestens einer Datenbankbereinigung pro Woche am besten hinkomme. Vierteljährlich reicht bei mir nicht.

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  3. von Hubert am 29.11.2012 (21:33 Uhr)

    Das mit dem Artikel überarbeiten ist aber etwas zweischneidig, zumindest wenn man auch Zählpixel der VG Wort nutzt, oder?

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  4. von Mat am 30.11.2012 (06:54 Uhr)

    Stimmt alles :-) Aber grade alte Artikel verschwinden - zumindest bei mir - häeufig in der Versenkung.
    Aber ich werde mich auch bald mal wieder darum kümmern.

    Cheers
    Mat

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  5. von Marc am 30.11.2012 (10:01 Uhr)

    Also von dem Broken Link Checker Plugin rate ich ab. Bei großen Blogs mit mehreren tausend Artikeln und Links zieht es das gesamte Backend herunter. Bei mir ging gar nichts mehr.

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  6. von Thomas Quensen am 30.11.2012 (10:51 Uhr)

    @Marc wir haben das tool hier bei t3n auch im Einsatz - ohne Probleme. Falls der Server das nicht verkraften sollte, kann man in den Plugineinstellungen das automatische Prüfen im Hintergrund auch deaktivieren und nur alle paar Tage mal manuell ausführen.

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  7. von stooni2 am 30.11.2012 (11:28 Uhr)

    Ich finde für das Backup den Backup Buddy sicherer als solche Backup plugin Tools, weil damit kann ich auch von aussen alles wieder aufbauen.

    Es kommen natürlich noch andere Tasks dazu, wie
    - Plugins testen
    - Plugin Verzeichnis führen
    - Kommentare beantworten
    - XML File aktualisieren nach einem Post
    ....

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  8. von CSS-Sprite am 01.12.2012 (20:02 Uhr)

    Ich würde als wichtigen Punkt noch mitaufnehmen, seinen Blog/Theme langsam aber sicher Mobilfunktauglich zu machen. An den Statistiken vieler verschiedener Seiten, kann ich ganz gut beobachten, wie monatlich mehr und mehr User über mobile Endgeräte wie IPad oder Smartphone die Seite besuchen.
    Nützliche Optimierungstools, wie Google´s Page Speed, bieten deshalb auch schon eine Analyse der Webseite, hinsichtliche eines Besuchs mobiler Browser, an.

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  9. von 8889 am 31.08.2013 (11:30 Uhr)

    Vielen Dank für die Übersicht. Das Überarbeiten alter Artikel zur Blog Pflege scheint ein sehr wichtiges Thema zu sein.

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