Blogging
Posterous – mein neues „Web 2.0-Spielzeug“

Söntke Tümmler, 23.07.2009 - 08:33 | 15 Kommentare |  |  Teilen

Ich muss sagen, je länger ich posterous nutze, desto mehr bin ich davon begeistert. Immer wieder entdecke ich neue Features, die das Leben ungemein erleichtern. Im Prinzip geht es um ein besonders einfach zu bedienendes Blog, das zudem noch viele weitere Web-2.0-Dienste beliefert. Das alles läuft sehr simpel per E-Mail oder Bookmarklet.

Aber von vorne: Posterous ist eigentlich nichts weiter als eins von diesen tumble-Blogs wie tumblr oder soup.io. Der erste auffällige Unterschied ist der, dass posterous sehr schön per Mail zu benutzen ist. Man kopiert Bilder oder Texte (auch HTML) einfach in die Mail und schickt sie an post@posterous.com.

Posterous kann zudem noch das Posting an unzählige weiter Social-Media-Seiten oder Blogs weiterleiten. Hat man diese Dienste eingerichtet, so ist dies der Standard. Will man nun aber ein bestimmtes Posting an keinen Service oder nur an ausgewählte Dienste weiterleiten, so steuert man dies über die Empfänger-Mail-Adresse (posterous@posterous.com oder facebook+blog@posterous.com).

Auch Tags werden von posterous unterstützt. Diese schreibt man hinter den Titel des Postings in das Subject der Mail: „((tag: media, culture))“

Blogposts per Mail oder Bookmarklet

Das komfortable Posting per Mail macht übrigens in Zusammenarbeit mit Skitch (Mac) besonders große Freude: Mit Skitch lassen sich Screenshots per Drag und Drop direkt in die geöffnete Mail ziehen, ohne die Bilder vorher auf einen Server hochladen zu müssen. Zieht man das Bild-Icon in Skitch auf das Mail-Symbol im Dock, so wird eine neue Mail mit dem Bild geöffnet.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit des Postings über ein Bookmarklet. Es bietet eine Auswahl der Bilder an, die auf der Seite zu finden sind und die zum Posting hinzugefügt werden sollen. Klickt man auf das Bild, so erhält man das rohe HTML, das man nach Belieben ändern oder mit weiterem Text versehen kann. Will man noch mehr auf der Seite markieren und kopieren, stört das Bookmarklet aber doch ungemein.

Screenshots

...zum Vergrößern anklicken:

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Suche, Kommentarfunktion, Statistiken und mehr

Suche und Kommentarfunktion auf posterous sind sehr gut gelöst. Die Kommentare erscheinen nach Klick mit Ajax auf der gleichen Seite und der Kommentator kann auswählen, ob sein Kommentar auch auf Facebook und Twitter gepostet werden soll und ob er eine Benachrichtung per E-Mail möchte.

Der Link „autopost“, der über den eigenen Beiträgen erscheint, ermöglicht es im Nachhinein einzelne Beiträge noch auf einzelne Services zu posten. Sehr gelungen sind auch die Bildergalerien, die ellenlange Blogpostings mit vielen Bildern in übersichtliche kleine verwandeln.

Ebenso charmant ist auch die Statistik-Funktion von posterous. Von Haus aus kann man sich hier schnell einen Überblick über die Anzahl der Seitenaufrufe, favorisierten Seiten und Kommentare verschaffen. Ansonsten gibt es noch die Einbindung von Google Analytics sowie die Verwendung eines eigenen Domainnamens.

Fazit

Für mich ist aber das Killerfeature wirklich die einfache Integration von E-Mails mit der Auswahl der Streuung über die verschiedenen Services. Kann mich erinnern, dass ich zuletzt mit Mento soviel Freude mit einem neuen Service hatte.

Über die Autorin

Nicole Dornseif arbeitet bei der HUDORA GmbH, einem Sportartikelhersteller, im Bereich IT und Prozessmanagement. Gemeinsam mit einem fünfköpfigen Team, dem auch ihr Mann angehört, programmiert sie für das Unternehmen maßgeschneiderte Software, die zum Teil Open Source veröffentlicht wird. Die Entwicklung erfolgt unter Verwendung agiler Methoden in Python und Django.

Natürlich findet Ihr Nicole auch bei posterous.

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15 Antworten zu “Blogging: Posterous – mein neues „Web 2.0-Spielzeug“”

  1. #1 André König

    Ja, Posterous macht wirklich Spaß. Der Service bietet außerdem noch die Möglichkeit per E-Mail Kommentare zu beantworten.

  2. #2 nik

    Ja, das Kommentieren per Mail ist schon schick.

    Was auch geht: Beim Bookmarklet die Tags ins Subject zu schreiben, im gleichen Format wie der Mail.

    Außerdem kann man beim Bookmarklet noch unter "Advanced Options" Autopost ausschalten, dass heißt, das Posting wird nicht sofort an alle Services weiter gepostet. Auf der posterous-Seite kann man dann den Link gezielt an einzelne Services weiterverbreiten.

    So macht bloggen wieder Spaß. :)

  3. #3 Andreas Lenz

    Ich find Posterous auch weltkalasse! War total verzweifelt seitem das Mento Plugin unter Firefox 3.5 nicht mehr lief. Posterous ist mehr als nen prima Ersatz und führt zusammen, was ich schon immer einem haben wollte: Bookmarkting (inkl. visuellem Moment), Blogging und Livestreaming.

    Per iPhone kann man mit Posterous in sekundenschnelle Fotos, Fotogalerien oder Videos uploaden. Coolerweise funktioniert bei Fotos dann auch gleich das Geotagging :)

    Auch nicht unwichtig finde ich, dass man Posterous mit seiner eigenen Domain betreiben kann sie hier und hier

    Auto-Tweet-Post oder Auto-Facebook-Update muß man ja fast schon garnicht mehr erwähnen... Achja Friendsubscriptions und Subscriptions Reports per Mail im gewünschten turnus sind auch prima ;)

    Welche Funktionen oder hidden Features habt Ihr noch entdecken können?

  4. #4 @dworni

    Naja, E-Mail-Posts geht auch bei Tumblr: http://www.tumblr.com/docs/email_publishing
    Doof finde ich an Posterous, dass man ja scheinbar das Design nicht anpassen kann. Längerfristig macht tumblr das Rennen, denke ich.

  5. #5 Andreas Lenz

    bei der geschwindigkeit wie posterous neue features realisiert, schätze ich, dass "design anpassen" ganz oben auf deren prio-liste bei denen steht. mein tipp also: posterous wird das rennen machen ;)

  6. #6 holmgrein

    Ich arbeite grade an einem german Pendant zu tumblr, soup.io und posterous.com. Da mir bei den o. genannten Services ständig was fehlt.

    Das Baby heißt http://zeu.gs oder einfach zeu.gs

    Dauert aber noch n'halbes Jahr, denke ich.

    Darf ich an dieser Stelle um eure Ideen bitten? Was hättet ihr gerne?
    Alles ist möglich!

    Bleibt nur zu sagen: Everybody be cool, you be cool!!!

  7. #7 Jan Tißler

    Vielleicht liege ich falsch, aber nach meinem Eindruck gehen Tumblr und posterous in unterschiedliche Richtungen. Bei Tumblr kann ich sehr gut Inhalte aus allen möglichen Quellen zusammenführen. Mit posterous kann ich sehr gut Inhalte in alle möglichen Richtungen publizieren. Oder? Beiden gemeinsam ist, dass es das Bloggen wieder einfacher macht und zu den Ursprüngen zurückführt.

    Ein anpassbares Design sehe ich aber auch als must have an. Hoffentlich kommt da bald was :-)

  8. #8 Andreas Lenz

    @holmgrein:
    - eine iphone app zum posten von fotos, videos fänd ich klasse
    - ganz wichtig auch, ein weitesgehenst automatisiertes bookmarklet bzw. ein firefox plugin inkl. screenshot funktion (wie bei mento), auto, titelübernahme, autotagging fände ich auch klasse ;)

  9. #9 nik

    Erstaunlich, dass ihr das mit dem Design als so wichtig anseht. Meines Erachtens geht da immer viel zu viel Zeit drauf. Wenn es dann schön ist, benutzt man schon wieder einen anderen Service. ;)

    Aber im Ernst: Jan hat Recht, ich sehe die Ausrichtung von posterous auch eher als Verbreiter von Informationen und nicht als Aggregator. Ich mag tumblr mittlerweile nicht mehr so gerne, weil das Reposting von Informationen zu leicht ist. Einfach mal auf's Knöpfchen drücken und schon ist es in deinem Feed.

    Mal abgesehen davon, dass man spätestens beim dritten Repost die Quelle nur noch erahnen kann, geht mir das zu sehr auf Quantität als auf Qualität. Ich vermute aber, dass das Reposten ein Feature ist, das die Leute dringend wollen und deshalb auch bald bei posterous zu haben sein wird.

    @holmgrein zeu.gs: "Unknown address. No website is configured to this address."

  10. #10 holmgrein

    Danke @Andreas Lenz

    > eine iphone app zum posten von fotos, videos fänd ich klasse
    Zuerst kommt die API, dann die iPhone, Android App.


    bzgl. des bookmarklets dachte ich an ein workaround mit Jing nach.

    > autotagging
    klar, das sowie so!

    mir persönlich fehlt bei den tumble plattformen oft das social zeugs - offene comments, pings, trackbacks, tweetbacks, etc, etc - das was WP u.a. so ausmacht (quasi die schnittstelle zur blogosphäre). klar, es gibt disqus & intensedebate, aber die haben auch defizite.

    @nik ja, ich weiß - es macht keinen Sinn jetzt schon was dahinter zu schalten. habe noch nicht mal einen brand.

  11. #11 Toni

    Interessanter Artikel, ich kenne Posterous schon länger, habe es aber nie benutzt, nach deinem netten Artikel hier werde ich jetzt auch einmal probieren es zu benutzen!

    Grüsse Toni

  12. #12 Andreas Lenz

    Extrem spannender Post von @assbach zum Thema "Social Bookmarking mit Posterous"

  13. #13 Blogging: Tumblr gibt ordentlich Gas » t3n Magazin

    [...] zwischen Twitter und Blogging-Plattform angesiedelt ist. Einen ähnlichen Service bietet auch Posterous, den Nicole Dornself hier bereits vorgestellt hatte. Eine ausführliche Beschreibung von Tumblr gibt es bei Netzwertig. « vorheriger [...]

  14. #14 » Einfach bloggen? Hier sind drei Dienste dafür [UPLOAD Blog]

    [...] ist von der Oberfläche her simpel, aber von den Möglichkeiten her schon heute recht vielfältig. Auf t3n hat Nicole Dornseif dazu einen lesenswerten Beitrag geschrieben. Darin beschreibt sie auch die Möglichkeit, Fundstücke aus dem Netz recht schnell bei Posterous zu [...]

  15. #15 TraXim

    Also ich finde Posterous auch genial, es ist so leicht neue Beiträge zu posten.

    Die einen mögen Tumblr und die anderen Posterous, ich gehöre eher zu der 2 Gruppe xD

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