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Digitale Gesellschaft

Blogs am Ende? Mitnichten!

    Blogs am Ende? Mitnichten!

Blogs. (Foto: Shutterstock)

„Blogs am Ende“ hieß es vor wenigen Tagen in einem Beitrag in der FAZ. Diese Aussage wollen Blogger und Netzaktivisten nicht so stehen lassen: Dass die Blogosphäre wohlauf ist und äußerst lebendig, illustriert ein Artikel mitsamt Infografik von Blogger und Autor Christian Buggisch.

Mindestens 200.000 aktive deutschsprachige Blogs mit mehr Reichweite als FAZ, SZ und Welt zusammen

Buggisch hat sich den Beitrag von FAZ-Journalist Michael Spehr mit dem Titel „Verlag des Jahres - Blogs am Ende“ zum Anlass genommen, um zu überprüfen, ob man die Aussage überhaupt so stehen lassen kann. Spehr postulierte, dass es Blogs zwar immer noch geben, diese aber in der Bedeutungslosigkeit versunken seien. Erfolgreiche Blog-Projekte – hier nimmt er Sascha Pallenbergs und Nicole Scotts Plattform Mobilegeeks als Beispiel – seien mittlerweile so professionalisiert, dass man die Betreiber als Verleger ansehen sollte. Angesichts dessen solle man den Begriff Blogger zu Grabe tragen, denn: „Wer damit Erfolg hatte, ist mittlerweile wie Pallenberg ein Verleger. Wer nicht, schreibt bei Facebook. “, so Spehr.

Dass Blogs aber alles andere als „Am Ende“ sind, will Christian Buggisch mit seinem Blog-Post aufzeigen. Er hat zum einen grob umrissen, wann ein Blog ein Blog ist, zum anderen hat er außerdem eine Schätzung anhand aktueller Zahlen gemacht, wie viele Blogs in Deutschland tatsächlich aktiv mit Leben gefüllt werden. Kurzum beläuft sich die Anzahl deutschsprachiger Projekte grob überschlagen auf mindestens 200.000 Blogs, die entweder selbst gehostet, oder auf den Plattformen wie Wordpress.com, Blogger.com, tumblr.com, oder Typepad basieren. Ferner, so Buggisch, sollte man nicht nur die Anzahl deutscher Blogs nicht unterschätzen, sondern auch deren Reichweite, denn der generierte Traffic übersteige die Reichweite von FAZ, SZ und Welt zusammen.

Laut Buggisch gibt es mindestens 200.000 deutschsprachige Blogs. (Infografik: Christian Buggisch CC BY-NC-ND 3.0 DE]
Laut Buggisch gibt es mindestens 200.000 deutschsprachige Blogs. (Infografik: Christian Buggisch CC BY-NC-ND 3.0 DE

Nicht nur Buggisch hat sich übrigens zu dem Artikel Spehrs kritisch geäußert. Unter anderem haben auch Thomas Knüwer, Mitorganisator des Preises der „Goldene Blogger“, der Bielefelder Auto-Blogger Jan Gleitsmann, wie auch Stephan Goldmann auf Lousy Pennies und Jannis Kucharz von Netzfeuilleton.de sich zu Spehrs Artikel gemeldet.

Wie sieht es bei euch aus – seid ihr fleissig auf Blogs unterwegs? Wenn ja: Welche haltet ihr für empfehlenswert? 

3 Reaktionen
R.moeller
R.moeller

Buggischs Hochrechnung ist mehr als zweifelhaft und m.M. nach nicht ernstzunehmen.

Antworten
Arne

Blogs sind nicht nur nicht out, sondern sie kommen wieder verstärkt.
Facebook,... hat seinen Zenit schon lange erreicht.
Das was sich demnächst Richtung Out bewegt sind also eher die Social-Media Plattformen. Die Leser/Nutzer werden so langsam der Oberflächlichkeit überdrüssig.
Klickibunti ist nett, aber Inhalt kommt immer mehr in den Fokus.
Statt Quantität mehr Qualität.
Ich habe nicht sehr viele "Freunde" auf FB, aber ich sehe schon lange nicht mehr alles, was gepostet wird.

Und nun ganz konkret zur Aussage der Verlage: Es scheint, dass sie Angst haben vor der Macht der Masse. Denn wie sie schon selber sagten (zugaben), werden immer mehr Blogger zu Verlegern, und damit zu Konkurrenten.

Ähnliches bei den TV-Sendern. Warum zahlen wir GEZ, wenn immer mehr Menschen kein TV mehr schauen, und immer mehr gar keinen TV-Anschluss/Vertrag mehr kaufen. Ich frag mich ja auch schon, warum ich überhaupt noch einen habe. Zeitung lese ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, wüsste auch gar nicht mehr warum ich tun sollte. Hatte schon verschiedene Probeabos, und war ehrlich gesagt froh wenn sie vorbei waren.

Dank des Internets gibt es viele sehr gute Angebote für Filme, und dank der erfahrenen Blogger auch News-Sites zu allem möglichen.
Wer kennt das nicht: Man sieht im Fernsehen oder der Zeitung etwas (allgemeines, banales, oder auch dringendes/wichtiges wie Krieg/Terror/Flüchtlinge, etc.) und dann schaut man erstmal im Web nach, um zu schauen was "wirklich" passiert ist, d.h. die verschiedenen Blickwinkel, um mehr als nur in die vorgegebene Richtung aus dem TV/Zeitung zu zu schauen.

Das ein Brief seit Januar mit 70 statt 62 cent bebriefmarkt werden muss, dafür sind Zeitungen ganz nett ;-)

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Iamdenisetheblogger

geiler Artikel! Zu der Frage: ja, natürlich bin ich auf Blogs unterwegs, aber nicht nur die deutschsprachige Seiten sind interessant. Bei Recherchen und Co für meinen eigenen Blog http://www.thefshnblog.com achte ich darauf dass die Zahlen, Daten , Fakten weltweit up to Date sind . Bestimmt auch interessant zu wissen wie die Statistik der Blogs weltweit wäre

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