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Ratgeber

Die besten Bluetooth-Kopfhörer für Webworker und Audiophile

    Die besten Bluetooth-Kopfhörer für Webworker und Audiophile

Bild: Teufel

Den richtigen Bluetooth-Kopfhörer zu finden ist gar nicht so leicht. In unserem Ratgeber zeigen wir, worauf ihr beim Kauf achten müsst und stellen euch eine Reihe empfehlenswerter Modelle vor.

Spätestens seitdem Apple beim iPhone 7 den 3,5-mm-Audioausgang gestrichen und seine drahtlosen Airpods vorgestellt hat, rücken Bluetooth-Kopfhörer für viele Nutzer wieder in die engere Auswahl. Wer seine Headphones häufig mit dem Smartphone nutzt, hat vielleicht schon mal mit einer drahtlosen Variante geliebäugelt, während Sound-Puristen auf kabelgebundene Modelle schwören. Dass drahtlos jedoch nicht unbedingt mit schlechtem Klang gleichzusetzen ist, beweisen gleich mehrere der von uns getesteten Kopfhörer. Bevor ihr euch jedoch die Frage stellt, welches Modell am besten klingt, solltet ihr einige zusätzliche Überlegungen anstellen. Wenn ihr einen Bluetooth-Lautsprecher statt Bluetooth-Kopfhörer sucht, findet ihr hier Abhilfe.

Bügelkopfhörer eignen sich in der Regel besser für den Einsatz im Büro. Bild: Bowers&Wilkins

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In-Ear oder Bügelkopfhörer?

Als erstes solltet ihr überlegen, ob ihr ein In-Ear-Modell oder einen Bügelkopfhörer bevorzugt. Letztere Kategorie lässt sich noch in On-Ear und Over-Ear unterscheiden. Während On-Ear-Kopfhörer in der Regel kleiner ausfallen, sind Over-Ear-Kopfhörer meist bequemer zu tragen. Die gewöhnliche In-Ear-Bauform erfreut sich bei den meisten Nutzern großer Beliebtheit, weil die Kopfhörer klein und damit maximal portabel sind und sich außerdem für sportliche Aktivitäten eignen. Die beiden Ohrstücke sind in der Regel mit einem Kabel verbunden und werden direkt in das Ohr gesteckt. Im Vergleich zu den Bügelmodellen bietet diese Variante jedoch häufig eine schlechtere Klangqualität. Wir stellen euch auf der dritten Seite dieses Artikels drei In-Ear-Modelle vor, der Fokus liegt aber ganz klar auf Bügelkopfhörern, da sie sich sowohl für Webworker als auch für audiophile Nutzer besser eignen.

Bügelkopfhörer eignen sich in der Regel besser für den Einsatz im Büro. Bild: Bowers&Wilkins
Bügelkopfhörer eignen sich in der Regel besser für den Einsatz im Büro. Bild: Bowers&Wilkins

Bügelkopfhörer unterteilen sich in On-Ear-Modelle und die Over-Ear-Variante. On-Ears sind häufig kompakter und nehmen weniger Platz weg, wenn sie verstaut werden. Einige Nutzer finden diese Variante aufgrund der geringeren Größe auch ästhetischer. Nachteilig wirken sich eine häufig geringere Isolation und ein schlechterer Tragekomfort aus. On-Ear-Modelle lassen in der Regel sowohl mehr Sound nach außen als auch Außengeräusche an das Ohr des Trägers. Besonders Brillenträger verspüren oft einen unangenehmen Druck beim Tragen. Insgesamt tendieren On-Ears dazu, schneller unangenehm zu werden als Over-Ears. Das hängt allerdings auch stark von der jeweiligen Bauform und den verwendeten Materialien ab.

Bei Over-Ear-Kopfhörern umschließt die Ohrmuschel das gesamte Ohr. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Tragekomfort – besonders bei längeren Sessions – sondern auch auf die Isolierung aus. Es dringen weniger Außengeräusche durch und auch die gehörte Musik dringt nicht so leicht an die Umgebung. Dazu kommt noch der große Vorteil, dass Over-Ears in der Regel eine bessere Klangqualität als andere Bauformen bieten. Die Vorteile, die sich aus der Größe der Kopfhörer ergeben, bezahlt man damit, dass man mehr mit sich schleppen muss und die Kopfhörer wesentlich mehr Platz in der Tasche in Anspruch nehmen.

Bluetooth-Kopfhörer: Darauf solltet ihr beim Kauf achten

Egal für welchen Zweck ihr den passenden Kopfhörer sucht – beim Kauf gibt es neben dem Preis und der Klangqualität noch einige weitere Aspekte, die ihr beachten solltet.

In-Ear-Kopfhörer sind für sportliche Aktivitäten meist das bevorzugte Modell. Bild: Beats
In-Ear-Kopfhörer sind für sportliche Aktivitäten meist das bevorzugte Modell. Bild: Beats

Bauart

Als erstes solltet ihr euch die Frage der Bauart stellen, deren Antwort ganz Maßgeblich vom primären Einsatzzweck abhängt. Wer auf die schnelle Berieselung aus ist, oder die richtigen Kopfhörer für das Jogging sucht, ist wahrscheinlich mit einem In-Ear-Modell gut beraten. Wenn ihr jedoch im Büro oder Co-Working-Space euren Lieblings-Tunes lauschen wollt, dann sollte es eher ein Bügelkopfhörer werden, um Kollegen und andere Anwesende nicht zu stören. Dann solltet ihr allerdings darauf achten, dass ihr euch für einen geschlossenen Bügelkopfhörer entscheidet. Bügelkopfhörer, die an den hinteren Ohrmuscheln offen sind, weisen zwar eine größere Klangbühne auf, sind aber schlechter isoliert und lassen daher Sound nach außen.

Verarbeitung und Komfort

Eine wichtige Rolle spielen die Verarbeitung und der Tragekomfort. Es lohnt sich, die Kopfhörer, die es in die engere Auswahl geschafft haben, vor dem Kauf beim Händler in die Hand zu nehmen und auch aufzusetzen. Kopfhörer, die nicht grade sündhaft teuer sind und dauerhaft an der Stereoanlage verweilen, sind ein Gegenstand, den ihr häufiger mit euch herum tragt. Eine hochwertige Verarbeitung minimiert unter anderem die Gefahr, dass euer Modell später im Rucksack oder einer anderen Tasche zu Schaden kommt. Außerdem werden sich die Kopfhörer nicht so schnell abnutzen.

Bei einem Bluetooth-Kopfhörer kommt es unter anderem auf eine hochwertige Verarbeitung an. Bild: Sennheiser
Bei einem Bluetooth-Kopfhörer kommt es unter anderem auf eine hochwertige Verarbeitung an. Bild: Sennheiser

Schaut euch zuerst den Bügel an. Ist er ausschließlich aus billigem Plastik konstruiert, oder kommen auch Metallteile zum Einsatz? Wie sieht es mit der Polsterung des Bügels aus? Auch hier sollte man hochwertigen Materialien den Vorzug geben. Darüber hinaus sollte die Polsterung großzügig bemessen und in erster Linie möglichst weich sein. Ähnliche Überlegungen solltet ihr anstellen, wenn ihr euch die Ohrmuscheln und deren Polsterung anseht. Hochwertige Materialien sind aber nicht in jeder Situation besser. So kann eine Ohrmuschelpolsterung aus Echtleder beispielsweise dazu führen, dass ihr im Sommer ins Schwitzen kommt. Es kann auch nicht schaden, ein Modell zu wählen, bei dem sich die Ohrmuscheln oder die Polsterung der Ohrmuscheln austauschen lässt.

Klangqualität

Natürlich spielt die Klangqualität eine ganz große Rolle. Das Problem damit ist allerdings, dass dieser Aspekt ein sehr subjektiver ist. Dazu kommt, dass das Klangbild eines Kopfhörers perfekt auf eine bestimmte Musikrichtung ausgerichtet sein kann, das Modell aber bei einem anderen Stil enttäuscht. Aus diesem Grund ist definitiv zu raten, dass man nach einer ersten Vorauswahl, die in Frage kommenden Kopfhörer – am besten mit der eigenen Lieblingsmusik – Probe hört. Wir versuchen euch bei den getesteten Kopfhörern zwar den Klang möglichst objektiv zu beschreiben, aber was uns daran gefällt, muss nicht unbedingt auch euch gefallen.

Geräuschunterdrückung

Vielleicht besteht ein Hauptkriterium für euch darin, störende Geräusche beim Arbeiten auszublenden. Wer sich im Sommer bei geöffnetem Fenster von dem Presslufthammerlärm der Baustelle direkt vor dem Büro oder vom Flurfunk und Smalltalk der Kollegen schnell ablenken lässt, der sollte einen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung wählen. Auch wenn Noise-Cancelling-Technologie besonders bei gleichmäßigen Außengeräuschen wie beispielsweise im Zug oder Flugzeug wirkt, können entsprechende Kopfhörer auch Gespräche im Umfeld zumindest dämpfen.

Mikrofon und Freisprecheinrichtung

Egal ob ihr die Kopfhörer während der Arbeit oder in der Freizeit nutzen wollt – sobald ihr plant, sie auch am Smartphone zu nutzen, solltet ihr euch für ein Modell mit integrierter Freisprecheinrichtung entscheiden. Die meisten Kopfhörer, die dieses Feature bieten, integrieren auch Bedienelemente zum Annehmen von Telefonaten. Auch hier lohnt es sich, die Klangqualität selbst bei einem kurzen Test zu beurteilen.

Bedienelemente

Bedienelemente für die Steuerung der Lautstärke und Wiedergabe, sowie für Telefonfunktionen finden sich je nach Modell entweder an einem Kabel (schlecht bei Bluetooth-Kopfhörern, da ihr dann doch wieder ein Kabel am Kopfhörer baumeln habt) oder direkt an der Ohrmuschel. Nicht jede Lösung lässt sich intuitiv und bequem bedienen, so dass ihr auch diesem Bereich vor dem Kauf Aufmerksamkeit schenken solltet.

Bild: Teufel
Bluetooth-Kopfhörer mit Bedienelementen direkt an der Ohrmuschel garantieren einen komplett kabellosen Betrieb. Bild: Teufel

Laufzeit

Egal um welches drahtlose Produkt es geht, sollte man stets auch die minimale Laufzeit in Betracht ziehen. Das gilt natürlich auch für Bluetooth-Kopfhörer, denn nichts ist ärgerlicher, als das Haus mit einem fast leeren Kopfhörer zu verlassen. Mittlerweile glänzen viele Modelle mit Laufzeiten von 20 Stunden und mehr, aber es existieren auch Varianten, die deutlich schneller schlapp machen.

Komprimierung und unterstützte Standards

Der Grund dafür, dass Audiofetischisten beim Gedanken an Bluetooth-Kopfhörer bisher Pickel bekamen, ist die Qualität des Standard-Bluetooth-Übertragungsprotokoll A2DP. Das Audiosignal wird bei der Übertragung komprimiert, was zu Verlusten bei der Klangqualität führt. Mittlerweile gibt es bessere Standards als A2DP, die aber das Signal bei der Übertragung ebenfalls komprimieren. Allerdings geht das bei Lösungen wie beispielsweise AAC oder aptX nicht so dramatisch auf Kosten der Klangqualität. Während es sich bei AAC um einen Apple-Codec handelt, ist aptX ein offener Standard. Einige wenige Hersteller setzen sogar schon auf aptX HD. Wichtig bei der Kaufentscheidung ist nicht nur, ob der gewünschte Kopfhörer den Standard unterstützt. Natürlich sollte der entsprechende Codec auch vom Wiedergabegerät unterstützt werden.

SamuelHeinz
SamuelHeinz

Guter Ratgeber, ich will Bluetooth Over-Ear-Kopfhörer nicht mehr missen. Vor allem im Fitness ein super Gadget.

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SemJZ
SemJZ

Ein paar Informationen zur Ergänzung:

Anders, als im Artikel beschrieben, ist aptx kein offener Standard. Es hat sich zwar zum Quasi-Standard etabliert, ist aber ein propritäres Format. Die Lizenzen liegen bei Qualcomm.
Die meisten Geräte unterstützen aptx (und die Hersteller zahlen Lizenzkosten). Wer jedoch an einem iOS Gerät in guter Qualität hören möchte, sollte zu Kopfhörern mit AAC-Codec greifen. Obwohl Apple in seinen macOS-Geräten aptx unterstützt, ist dies bei iPhones und iPads leider nicht der Fall.

Ebenso wird, anders als im Artikel beschrieben, A2DP immer benutzt. Dies ist das Audio-Übertragungsprotokoll. Darin werden dann Audiodaten entsprechend mit einem Codec übertragen. Dieser kann SBC, aptx, AAC und MP3 sein.
Die im Artikel angesprochene schlechte Qualität kommt vom offenen Standard SBC, welcher in A2DP immer verfügbar ist, falls keine besseren Codecs vom Sender oder Empfänger unterstützt werden.

SBC wird häufig als "gar nicht so schlecht" mit über 300 kBit/s gewertet. Doch die Zahlen alleine sagen nichts aus. Dieser Codec wurde ursprünglich für langsame Bluetooth-Controller und fürs Energie sparen entwickelt. Trotz hohem Speicherverbrauch pro Sekunde (nichts anderes sagt der Wert aus), sind die anderen Codecs selbst bei halb so hohen Raten zu bevorzugen.
Bei manchen Musikgenres mag man keinen Unterschied zwischen SBC und den besseren Codecs feststellen. Gerade bei komplexer Musik, wie bei Klassik, Jazz, Symphonic Metal usw. merkt man jedoch die fehlende Klang-Dynamik von SBC.

Mir persönlich fehlt in der Liste ein Modell von Beoplay (B&O). Denn auch bei diesem ist die Klangqualität vorbildlich. Und alle deren Modelle unterstützen sowohl aptx, als auch AAC.

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Freizeitcafe

Ich liebe Kopfhörer. Der Kopfhörer für die kalten Tage (die in der Mütze eingebaut) ist mein Favourit in der Freizeit! Hilft besonders gut beim taktvoilen Schnee-Schöppen :-) LG

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zweiundvierzig
zweiundvierzig

Kleine Ergänzung bzw. Anregung:

Ein Hinweis auf den verbauten Akku wäre schön gewesen. So kostet der Akkutausch beim Boose satte 280,- €.

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peter
peter

Audiophile kaufen sich auch ganz sicher Bluetooth-Kopfhörer ^^
Nicht!

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Guido
Guido

Das A2DP angeblich so gruselige Klangqualität liefert, ist eine Mär von Leuten, die auch den Unterschied von goldveredelten Steckern usw. heraus hören wollen, in Blindtests aber an der Aufgabe scheitern.

A2DP unterstützt SBC-Kodierung mit bis zu 345 kBit/s. Die damit übertragbare Audioqualität liegt deutlich oberhalb dessen, was die meisten Leute mit 128-256-kBit/s-MP3s so abdudeln. Nur wer vor allem FLAC, 320kBit/s-AAC u.ä. Hochwertiges als Ausgangsmaterial hat, hört eventuell einen Unterschied zwischen A2DP und aptX. Das setzt freilich entsprechend hochwertige DAC und Kopfhörer voraus. Die DAC in den meisten Smartphones, Tablets und Notebooks sind aber minderwertig und man müsste per USB externe DAC anschließen.

Soll heißen: AptX macht für Audiophile Sinn, die durchgängig höchstwertige Audio-Komponenten und Audiodateien haben. Viele andere meinen aber, auch unbedingt AptX zu brauchen, weil die Profis das empfehlen, werden aber nie einen Unterschied hören.

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zweiundvierzig
zweiundvierzig

Das Problem tritt doch eigentlich erst auf, wenn bereits datenreduzierte Musik abgespielt wird. Spiele ich Flac oder ALAC ab reicht Bluetooth völlig aus. Bei MP3 oder AAC ist der Klang unterirdisch. Da muß man nicht audiophil sein, nur Ohren haben.....

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