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Willige Helfer: BND bestätigt Datenweitergabe an die NSA

    Willige Helfer: BND bestätigt Datenweitergabe an die NSA

(Foto: Jürgen Matern / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0 Bearbeitung: t3n.de)

Die ehemalige Leiterin einer Abhör- und Analyseeinheit des Bundesnachrichtendienstes hat vor dem NSA-Ausschuss bestätigt, dass der deutsche Geheimdienst Daten an seine amerikanischen Kollegen geliefert hat. Damit bestätigen sich frühere Presseberichte über die Kooperation von BND und NSA.

NSA-Untersuchungsausschuss Bundesnachrichtendienst hat Daten an Amerikaner weitergeleitet

Schon aus früheren PRISM-Dokumenten ließ sich ablesen, dass Deutschland aus Sicht der NSA zu einer der am besten überwachten Nationen der Welt gehört. Die dafür notwendige Hilfe scheinen sie vom Bundesnachrichtendienst bekommen zu haben. Nachdem gemeinsame Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR schon im Oktober 2014 Details zu der Kooperation ans Licht gebracht hatten, wurden sie jetzt vor dem NSA-Untersuchungsausschuss von einer Insiderin bestätigt.

Die Frau, die unter den Initialen G. L. vorgestellt wurde, soll zwischen 2007 und 2008 eine gemeinsame Abhör- und Analyseeinheit geleitet haben. Bei den Daten, die mit dem amerikanischen Geheimdienst geteilt wurden, soll es sich um sogenannte leitungsvermittelte Kommunikation wie Telefongespräche und Faxe gehandelt haben. Laut ihrem ebenfalls befragten Amtsvorgänger soll jedoch immer manuell geprüft worden sein, ob Daten deutscher Staatsbürger betroffen seien. Es gab aber zumindest andeutungsweise auch Hinweise darauf, dass bestimmte Daten automatisiert weitergeleitet worden seien. Details wollten beide in einer öffentlichen Sitzung allerdings nicht nennen.

NSA-Untersuchungsausschuss: Der Bundesnachrichtendienst hat Daten an die NSA weitergegeben. (Foto: A.fiedler / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 2.5)
NSA-Untersuchungsausschuss: Der Bundesnachrichtendienst hat Daten an die NSA weitergegeben. (Foto: A.fiedler / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 2.5)

Kooperation von BND und NSA: Geheimdienstler kämpfen mit Erinnerungslücken

Die Operation Eikonal, die Daten vom Frankfurter Internetknoten DE-CIX verarbeitete, soll laut G. L. kurze Zeit nach ihrem Ausscheiden aus der gemeinschaftliche geführten Überwachungseinheit beendet worden sein. Einen genauen Grund dafür konnte sie nicht nennen. Auch an die Anzahl ihrer Mitarbeiter hatte die Frau keine Erinnerung mehr. Welche der amerikanischen Kollegen tatsächlich für die NSA gearbeitet haben, und welche von ihnen externe Dienstleister wie Edward Snowden waren, konnte sie ebenfalls nicht beantworten, da diese Informationen nicht auf dem Ausweis vermerkt seien, mit denen die Kooperationspartner auf dem BND-Gelände herumliefen.

Ob der Bundesnachrichtendienst noch immer den Frankfurter Internetknoten DE-CIX abhört, konnte im NSA-Untersuchungsausschuss nicht geklärt werden. Rein rechtlich hätte der deutsche Geheimdienst die Befugnis dazu. Allerdings wies ein Vertreter des Kanzleramts darauf hin, dass die Aussagegenehmigung der Zeugin keine Antworten dazu erlauben würde. Auf Netzpolitik.org findet ihr eine Abschrift der Befragung vor dem Untersuchungsausschuss.

Wer sich selbst vor Überwachung schützen möchte, und sich über den aktuellen Stand gängiger Verschlüsselungsmethoden informieren möchte, der sollte einen Blick auf dieses Interview mit der Privacy-Expertin Seda Gürses werfen.

via www.golem.de

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Eine Reaktion
Lea
Lea

Interessant zu sehen, wie sowas immer mal wieder an die "Öffentlichkeit" kommt, wenn die Bürger mit anderen Dingen wie z.B Bahnstreik oder anderen Themen abgelenkt sind. Ich kann nicht wirklich verstehen, wieso wir eigentlich das alles mitmachen. Klar ist, dass man mittlerweile eigentlich garnicht mehr weiß wo unsere Daten liegen und wer was damit anstellt. Zukunftsweisend ist aber eventuell, dass es auch noch Unternehmen gibt die sich dem Erhalt des freien Internets widmen wie beispielsweise netzpolitik.org oder https://www.instaload.de , die versuchen Widerstand gegen NSA aufzubauen und bei letzterem zum Beispiel auch keine Registrierung notwendig ist, was heißt dass garnicht erst Daten in den Weiten des Internets landen. Das gilt natürlich auch für t3n, wo Kommentare auhc ohne Anmeldung möglich sind, meine E-Mail landet aber wahrscheinlich trotzdem auf der Datenbank ;)

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