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Startups

Börsengang: Twitter startet vorsichtiger als Facebook – 26 Dollar pro Aktie

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Ab sofort zwitschert es auch vom Börsenparkett: Der Kurznachrichtendienst Twitter ist offiziell an der New Yorker Börse gestartet. Der Ausgabepreis von 26 US-Dollar zeigt, was die Branche aus dem Facebook-Desaster gelernt hat.

Die monatelangen Spekulationen haben ein Ende: Noch am heutigen Donnerstag debütiert der populäre Kurznachrichtendienst Twitter offiziell an der New Yorker Börse (NYSE). Zwar hatte das Unternehmen seine Börsenpläne schon Anfang November offen gelegt, unklar war bislang aber, zu welchen Bedingungen und zu welchem Preis der im Jahr 2006 gegründete Dienst eigene Anteilsscheine an Händler ausgibt.

26 Dollar pro Aktie – Twitter zieht Lehren aus Facebook-Desaster

Den Emissionspreis für die anfänglich rund 70 Millionen Anteilsscheine hat Twitter mit Bedacht festgelegt. Wie das Unternehmen standesgemäß per Tweet bekannt gibt, gehen die Papiere für 26 US-Dollar pro Aktie in den ersten Handelstag.

Damit hebt Twitter den Ausgabepreis angesichts der zuletzt genannten Preisspanne von 23 bis 25 US-Dollar leicht an – ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage nach den Papieren des Kurznachrichtendienstes leicht über den Erwartungen liegt. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar könnte Twitter durch den Börsengang einnehmen.

Twitter startet an der Börse: 26 US-Dollar pro Aktie verlangt der Kurznachrichtendienst von Anlegern. (Foto: © luchezar - iStockphoto.com)
Twitter startet an der Börse: 26 US-Dollar pro Aktie verlangt der Kurznachrichtendienst von Anlegern. (Foto: © luchezar – iStockphoto.com)

Insgesamt darf der moderate Emissionspreis von 26 US-Dollar pro Aktie aber vor allem als Reaktion auf den missglückten Facebook-Börsengang gewertet werden. 38 US-Dollar hatte das weltweit größte Soziale Netzwerk beim Börsendebüt im vergangenen Jahr verlangt – zu viel, um die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Die Aktie des Konzerns enttäuschte viele Anleger am ersten Handelstag. Zudem wurde der mit viel Hype angekündigte Börsengang von organisatorischen Fehlern der Technologie-Börse Nasdaq torpediert. Fehler, die Twitter mit einem geringeren Ausgabepreis und dem Gang an die größere, aber offenbar auch erfahrene Wertpapierbörse NYSE nicht machen will.

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Was die Chefetage am Twitter-IPO verdient

Wie üblich spült der Börsengang nicht nur dem Unternehmen viel Geld in die Kassen. Vor allem die Gründungsriege und die Chefetage verdienen gut am Gang aufs Parkett. Die Papiere des Twitter-Mitbegründers Evan Williams, der etwa zehn Prozent der Anteile am Dienst hält, haben so einen Gesamtwert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Jack Dorsey nimmt etwa 609 Millionen und der Twitter-Chef Dick Costolo schätzungsweise rund 200 Millionen US-Dollar ein. Twitter wird an der NYSE unter dem Kürzel „TWTR“ geführt.

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