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Bonativo: Rocket Internet startet jetzt Lebensmittel-Lieferdienst vom Wochenmarkt

Bonativo: Rocket Internet startet jetzt Lebensmittel-Lieferdienst vom Wochenmarkt

Das soeben gestartete E-Food-Startup Bonativo will den Wochenmarkt ins Wohnzimmer bringen. Das Angebot, die Produkte, Preise und Arbeitsweise im Überblick.

Bonativo: Rocket Internet startet jetzt Lebensmittel-Lieferdienst vom Wochenmarkt

Bonativo will einen Online-Wochenmarkt bieten. (Foto: © bilderstoeckchen - Fotolia.com)

Das nächste E-Food-Startup von klopft an. Wie wir gestern schon in den E-Commerce-News vermeldeten, ist schon seit einigen Tagen bekannt dass Bonativo, ein Wochenmarkt für frische Lebensmittel in Kürze starten soll.  Bei Bonativo werden Produkte aus der Region in die Region verkauft. Jetzt ist das gestartet und mehr Details werden bekannt.

Startseite des neuen E-Food-Startups. (Screenshot: Bonativo)
Startseite des neuen E-Food-Startups. (Screenshot: Bonativo)

Bonativo: Vorliebe für regionale Produkte als Geschäftsmodell

Lau einer Emnid-Umfrage, so Bonativo in der Pressemeldung zum Start, bevorzugen 75 Prozent der Deutschen Produkte, die in der Region produziert werden – noch vor Bio-Produkten, weitere 70 Prozent sollen auch bereit sein mehr Geld für regionale Produkte auszugeben. So hat sich Bonativo die Begründung für das eigene Geschäftsmodell zurechtgelegt.

Studien, die nicht unbedingt mit der allgemeinen Annahme übereinstimmen, dass in Deutschland eher geringe Bereitschaft vorherrschen würde mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. In der Schweiz besteht etwa die Hälfte des Einzelhandelsvolumens aus Lebensmittel-Umsätzen, in Deutschland nur etwa ein Drittel. Bonativo muss ein spitz einzuschätzende Zielgruppe treffen, die bereit ist höhere Preise zu akzeptieren um Erfolg zu haben.

Das Angebot von Bonativo

Mit rund 400 Produkten aus der Umgebung von Berlin bietet Bonativo ein kleines Sortiment zum gehobenen Preisniveau an. Von der handgefertigen Himbeer-Schokolade für 4,99 Euro über 250g Feldsalat für 4,89 Euro zur laktosefreien Milch für 1,19 pro Liter.

Einblick ins das Sortiment des neuen E-Food-Startups. (Screenshot: Bonativo)
Einblick ins das Sortiment des neuen E-Food-Startups. (Screenshot: Bonativo)

Zum Konzept gehören Informationen zum Erzeuger, damit sich Kunden ein Bild von der Herkunft des Produzenten machen können. Meist handelt es sich lediglich um den Link zur Erzeuger-Website, den Standort und einen kurzen Begleittext – je nach Erzeuger ist auch ein Portraitfoto oder ein Bild zu finden.

Erzeuger Informationen. (Screenshot: Bonativo)
Erzeuger Informationen. (Screenshot: Bonativo)

Bestellen sollten Kunden etwa zwei Tage vor der Lieferung, manche Produkte sind aufgrund von Ernte- oder Produktionszeiten nicht ständig verfügbar, das Sortiment wechselt.

Auslieferung

Die bestellen Produkte werden einmal täglich bei Produzenten abgeholt und in einem zentralen Warenhaus gesammelt. Die oben erwähnte Vorbestellung soll für Frische und möglichst wenig Abfall durch Überbevorratung sorgen. Kalte Speisen werden eisgekühlt mit wiederverwendbaren Eisbeuteln geliefert. Liefervereinbarungen, zum Beispiel Paketablage im Hauseingang, können formlos im Bestellprozess angegeben werden. Ab 30 Euro Mindestbestellwert liefert Bonativo – kostenlos.

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5 Antworten
  1. von Dominik am 22.01.2015 (02:18 Uhr)

    Ich frage mich bei den quasi an der selben Branche kratzenden Startups aus der Rocketstube immer, wie die Gründer fernab des Investors, mit einem derart eingeschränkten Entwicklungshorizont als Selbständiger zurecht kommen. Die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Startups ist doch ungleich höher, wenn die Gründer nach dem Start das Schiff auch noch ans richtige Ufer lenken können, anstatt immer zu den einmal gesetzten Kurs aufrecht erhalten zu müssen, nur um nicht den anderen Startups in die Quere zu kommen.

    Ich denke der Markt für E-Food wird in den nächsten 5-10 Jahren starke Wachstumsraten einfahren und irgendwann wird es so normal sein, wie es das Online-Banking heutzutage ist.

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    • von Jochen G. Fuchs am 22.01.2015 (12:28 Uhr)

      Das kann auch seine Vorteile haben, sich an eine klar definierte Zielgruppe zu richten und sich auf eine Nische zu konzentrieren. Schließlich steht man ja nicht nur mit den Startups aus dem eigenen Hause, sondern auch mit anderen Unternehmen im Wettbewerb. Hab dazu mal etwas geschrieben, dass hier argumentativ passt: http://t3n.de/news/e-commerce-fuchs-bestandskunden-aktivierung-570334/

      Soll jetzt aber nicht heißen, dass dein Argument bezgl. des eingeschränkten Entwicklungshorizont völlig von der Hand zu weisen ist. Die Medaille ist einfach nur zweiseitig, wie immer.

      Viele Grüße aus der Redaktion,
      Jochen

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  2. von Banane am 22.01.2015 (04:30 Uhr)

    Besonders empfehlenswert: Bananen und Orangen aus der Region. Ist gerade Saison ;)

    Ich hoffe, dass die Leute klug genug sind und das links liegen lassen...

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    • von Jochen G. Fuchs am 22.01.2015 (12:22 Uhr)

      Hehe. Made my Day. Habe ich nicht entdeckt, aber grad nachgeschaut: Die Bio-Bananen sind von Terra Naturkost aus Berlin und kommen laut deren Website aus der Dominikanischen Republik.

      Viele Grüße aus der Redaktion,
      Jochen

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  3. von bvrulez am 01.02.2015 (10:22 Uhr)

    Auf der TOA habe ich mich mit jemanden von einem ähnlichen "grünen" webshop unterhalten. Ich war total euphorisch und habe gefragt, wo die Tomaten herkommen und am Anfang noch gedacht, die Tante konnte es einfach nicht genau beantworten. Dann habe ich vorgeschlagen, dass man doch pro Charge per ID genau nachvollziehen könnte wo die Ladung herkommt und das im Shop dann auch ausweist. An der Stelle hab ich dann gemerkt, dass es eben nur ein grüner Anstrich ist. Lokale Produkte (aber auch z.B. Feigen :) ) im Wochenabo gibt es übrigens schon länger hier: https://www.maerkischekiste.de/

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