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Sabotage bei Google-Street-View: 55 kreative Photobombs

Taucher mit Mistgabeln auf der Straße, massig Mittelfinger, posierende Passanten, verrückte Aufnahmen in einem Ski-Shop und ein Haufen Kuriositäten – das Erstellen von Google-Street-View-Photobombs ist mittlerweile ein echter Sport und eignet sich sogar fürs Marketing, wie einige kuriose Geschichten und seltsame Fotos beweisen. 

Sabotage bei Google-Street-View: 55 kreative Photobombs

Die wenigsten wissen, was der Begriff bedeutet, aber jeder kennt Photobombing. Das bekannteste Beispiel dürfte sein, wenn jemand vor der Aufnahme eines Fotos jemand anderem mit Zeige- und Mittelfinger Eselsohren verpasst. Wesentlich mehr Reichweite erhält man als ambitionierter Scherzbold allerdings, wenn es einem gelingt, eines der Google-Fahrzeuge abzupassen, das mit diversen Kameras Aufnahmen für Google-Street-View erstellt.

Ein Klassiker unter den Google Street View Photobombs sind diese beiden norwegischen Taucher, die das Google-Fahrzeug verfolgen. Mittlerweile sind diese in Google Maps allerdings verpixelt. Screenshot: Boing Boing
Ein Klassiker unter den Google Street View Photobombs sind diese beiden norwegischen Taucher, die das Google-Fahrzeug verfolgen. Mittlerweile sind sie in Google Maps allerdings verpixelt. (Screenshot: Boing Boing)

Google als Unterhaltungsplattform

Google ist mittlerweile nicht nur für viele Dienste bekannt. Immer mehr Nutzer erfreuen sich auch an unterhaltsamen Fundstücken. Manche davon sind – wie zum Beispiel diverse Eastereggs – von Google gewollt, andere – wie kuriose Aufnahmen in Google Earth und Photobombs in – entstehen dagegen entweder zufällig oder durch Mitwirken von an Google unbeteiligten Passanten.

Manchmal finden sich auch recht gruselige Google Street View Photobombs. Screenshot: thatsright.com
Manchmal finden sich auch recht gruselige Google-Street-View-Photobombs. (Screenshot: thatsright.com)

Google-Street-View-Photobombs

Die Google-Fahrzeuge mit den auffälligen 360-Grad-Kameras auf dem Dach sind mittlerweile schon viele Jahre auf den Straßen der Welt unterwegs. Da ist es nicht erstaunlich, dass so mancher Passant um den Auftrag der seltsam aussehenden Autos weiß und sich in Szene setzt, wenn er eines sichtet. Der englische Begriff Photobombing umschreibt den Akt, eine fotografische Aufnahme zu sabotieren. Dabei bezieht sich Photobombing sowohl auf die aktive Einflussnahme auf ein Bild als auch auf zufällige Begebenheiten während der Aufnahme.

Manch Eingeweihter hält offensichtlich nicht viel von Google Street View. Screenshot: thatsright.com
Manch Eingeweihter hält offensichtlich nicht viel von Google-Street-View. (Screenshot: thatsright.com)

Google-Street-View-Photobombs in Innenräumen

Seit etwa zwei Jahren haben Betreiber stationärer Ladengeschäfte die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen und so auch mit Innenaufnahmen ihres Geschäfts in Google-Street-View vertreten zu sein. Auch hier macht sich der ein oder andere Händler einen Spaß aus dem Happening. Ein besonders schönes Beispiel dafür ist der französische Ski-Shop Krakatoa.

Ein besonders sehenswertes Beispiel für Google Street View Photobombs in Innenräumen ist ein französischer Ski-Shop. Einige weitere Bilder aus diesem Geschäft finden sich in der Galerie am Ende des Artikels. Screenshot: hothardware.com
Ein besonders sehenswertes Beispiel für Google-Street-View-Photobombs in Innenräumen ist ein französischer Ski-Shop. Einige weitere Bilder aus diesem Geschäft finden sich in der Galerie am Ende des Artikels. (Screenshot: hothardware.com)

Die Mitarbeiter des Geschäfts haben während des Besuchs der Google-Kameras nicht nur eine recht eindeutige Szene in einer Umkleidekabine inszeniert, sondern sich auch bei diversen anderen Faxen ablichten lassen. So brettert ein Mountainbiker auf einem der Bilder eine Treppe im Geschäft herunter, während sich andere Angestellte in ungewöhnlichen Ski-Kostümen präsentieren.

Google-Street-View-Photobombs als Marketing-Instrument

Mit einer Portion Glück und der richtigen Idee lässt sich Google-Street-View durchaus als Marketing-Instrument missbrauchen. Als beispielsweise Fiat-Angestellte in Schweden das Google-Street-View-Fahrzeug entdeckten, fackelten sie nicht lange. Einer der Mitarbeiter des Automobilkonzerns schnappte sich einen Fiat 500 und verfolgte das Google-Auto fast eine Stunde lang.

Google Street View Photobombs lassen sich vorzüglich für das eigene Marketing nutzen. Das zumindest dachte sich ein Fiat-Mitarbeiter, der sein Fahrzeug einfach vor der Firmenzentrale des Konkurrenten Volkswagen parkte.
Google-Street-View-Photobombs lassen sich vorzüglich für das eigene Marketing nutzen. Das zumindest dachte sich ein Fiat-Mitarbeiter, der sein Fahrzeug einfach vor der Firmenzentrale des Konkurrenten Volkswagen parkte.

Das zahlte sich aus, denn das Google-Fahrzeug erreichte nach einiger Zeit Södertälje – den Ort, in dem sich das schwedische Hauptquartier von Volkswagen befindet. Sobald das Google-Auto sich der Firmenzentrale des Fiat-Konkurrenten näherte, zog der Fiat 500 vorbeit und parkte direkt vor der VW-Zentrale. Fertig war die Google-Street-View-Photobomb mit Marketingwirkung.

Auf Google-Street-View-Photobombs spezialisierte Websites

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Websites und Blogs, die sich auf kuriose Funde in Google-Street-View spezialisiert haben. Ein besonders schönes Beispiel dieser Seiten ist 9-eyes.com. Betreiber und Künstler Jon Rafman durchstöbert regelmäßig Googles Kartendienst nach Beispielen für Photobombing, aber auch nach merkwürdigen Bildern und ästhetisch besonders ansprechenden Fotos.

Weiterführende Links zum Thema „Photobombing“

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2 Antworten
  1. von MichaelMo am 10.08.2013 (21:39 Uhr)

    Finde die Idee echt genial. Ist ein wirksames Marketinginstrument womit sich so mancher Google - Mitarbeiter etwas "nebenbei" verdienen koennte =)

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  2. von Bastey am 13.08.2013 (14:19 Uhr)

    Glaube nicht an die Macht von "Photobombingmarketings". Keine Reichweite, keine Zielgruppe. Ist nur witzig. Das alles.

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