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Bootstrap Designer: HTML5-Template-Tool unter der Lupe

Bootstrap Designer ist ein Online-Design-Tool, mit dem responsive HTML5 Templates basierend auf dem Twitter Bootstrap Framework erstellt werden können. Wir verraten euch, ob das Tool hält, was es verspricht.

Bootstrap Designer: HTML5-Template-Tool unter der Lupe

Bootstrap Designer gibt euch die Möglichkeit, Templates auf Basis des Twitter Bootstrap Frameworks im Browser zu entwerfen und anschließend für den Einsatz in privaten und kommerziellen Projekten zu exportieren.

So viel sei Verraten: Dieses Versprechen hält die Online Applikation aus Indonesien. Nach Registrierung eines Premium Accounts, für derzeit 4,99 US-Dollar im Monat, kann man loslegen. Nach dem Login im , wählt man zunächst aus einer von drei Vorlagen aus und vergibt einen Namen für das Projekt.

Bootstrap Designer Vorlagen
Bootstrap Designer - Vorlagen Auswahl

Schon kann man mit den Anpassungen mit dem „Design Tool“ beginnen. Dieses besteht aus einer horizontalen Leiste, die einige Untermenüs beherbergt. Im ersten Set sind rudimentäre Änderungen wie das Auswechseln des Hintergrundbildes, die Auswahl der auf der Seite eingesetzten Schriftsätze und die Titelvergabe für das Template möglich. Außerdem kann aus verschiedenen Menü- und Headeranordnungen gewählt werden. Die tiefergehenden Einstellungsmöglichkeiten werden hierbei in einem sich zusätzlich öffnenden Dialog zur Verfügung gestellt.

Bootstrap Designer Beispieltemplate
Bootstrap Designer Beispieltemplate

Hinter der Schaltfläche „More“ verbergen sich einige zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten. So können Textformate einzeln angepasst und zusätzliche Einstellungen für Sidebar, Footer, Buttons und Content-Trenner vorgenommen werden. Es kann aus einer Reihe von vorgegebener Layout Elementen, Schriften und Einstellungen gewählt werden. Zusätzlich erlaubt Bootstrap Designer einige eigene Anpassungen an Farben und Abständen vorzunehmen.

Hier werden die Schwächen des Tools deutlich. Durch einen Verzicht auf Drag&Drop Funktionalität wird der Workflow oft verzögert. Teilweise kriegt man nicht mit, an welchem Element man Änderungen vornimmt oder ob dieses Element überhaupt im Template enthalten ist. Man ist auf die vorgefertigten Layouts und Anordnungen des Tools angewiesen und kann selbst nur sehr marginal in deren Gestaltung eingreifen. Dafür, dass das Tool sich an Designer richtet, eine ziemlich schwache Leistung.

Hinzu kommt, dass der Code des Projektes ebenfalls auf wackeligen Füßen steht. Selbst in modernen Browsern, stehen nicht alle Funktionalitäten wie der Dateiupload ordnungsgemäß zur Verfügung. Betrachtet man die Fehlerkonsole bei der Nutzung des Produktes, wird deutlich, dass Bootstrap Designer bestenfalls ein unausgereiftes, wenn nicht sogar technisch unfertiges Produkt ist.

Stört man sich nicht an diesen Schwächen, liefert Bootstrap Designer mit einer Exportfunktion ein ZIP-Archiv mit allen zum Projekt gehörenden HTML, CSS, JavaScript sowie Bilddateien. Alternativ kann das Template für den Online Dienst InsiteCreation genutzt werden, wo für derzeit 89,95 US-Dollar eine Seite erstellt und verwaltet werden kann. Da InsiteCreation aus der selben Softwareschmiede stammt wie Bootstrap Designer, lässt sich die Qualität des Produktes durchaus erahnen.

Bootstrap Designer - Mehr Flop als Top

Insgesamt liefert Bootstrap Designer eine Reihe von Werkzeugen mit denen, vorher vom Hersteller hinterlegte, Templates rudimentär angepasst werden können. Ein Tool für Designer, das bei der Entwicklung von Ideen unterstützen und gute Mockups für Kunden liefern soll, ist Bootstrap Designer aber  – anders als versprochen – nicht.

Durch die geringen Anpassungsmöglichkeiten werden nur Layouts von der Stange ermöglicht. Für Webworker mit Erfahrung liefert Bootstrap Designer keine sinnvollen Ergänzungen, da viele der Änderungen schneller im Quellcode als im schlecht durchdachten Editor durchzuführen sind. Insgesamt ist Bootstrap Designer also ein eher enttäuschendes und kostenpflichtiges Tool, von dem man lieber die Finger lassen sollte.

Eine gute Alternative mit deutlich interessanterem Funktionsumfang, sowohl für Designer als auch für Webworker, haben wir euch bereits mit dem derzeit kostenfreien Jetstrap vorgestellt.

Wer dem Bootstrap Designer aber trotzdem eine Chance geben möchte, kann dies auf der Webseite von Bootstrapdesigner tun.

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5 Antworten
  1. von Martin Steiner via facebook am 10.12.2012 (09:51Uhr)

    Ich denke Foundation ist besser!?

  2. von Tom Kirschner via facebook am 10.12.2012 (09:58Uhr)

    Reset Stylesheet vom Eric einkopieren und das CSS geschwind per Hand deklariert. Das Ergebnis ist ein schönes, modernes und vorallem verständliches CSS.Framework wie JQuery können Zeit sparen aber bei CSS und HTML hab ich bisher keinen Zeitlichen vorteil feststellen können.

  3. von agentur am 10.12.2012 (11:02Uhr)

    Habe das gerade aus Neuigier mal angeschaut. Zum einen kann man sich nicht "frei" registrieren um es auszuprobieren, man muss ein PayPay Abonnement abschließen. Im Account gibt es keine Möglichkeit den Account zu kündigen - nach 14 Tagen wird man via payPal zur Kasse gebeten.

    Sowas finde ich absolut nicht in Ordnung. Ich habe, nach dem Test, das PayPal Abo gekündigt, bevor die 14 Tage Test vorbei sind. Nicht so toll, aber anders geht es nicht.

    Auf solche, nicht gerade benutzerfreundlichen Umstände, wäre ich gerne bei so einem Testbericht hingewiesen worden.

  4. von Peer Fischer via facebook am 10.12.2012 (20:45Uhr)

    @Tom Kirschner - also z.B 960 etc. beschleunigen die Arbeit an Grid basierten Layouts immens - das schreibst Du nicht schneller ;)

  5. von michaelh74 am 11.12.2012 (10:03Uhr)

    @Peer Fischer: Kommt wie immer auf den Anwendungsfall an. Pauschal mit 960 zu arbeiten ist sicher auch nicht das Gelbe vom Ei. Zudem kommt, dass man in der Regel bei eigenem CSS ja auch nicht auf der grünen Wiese beginnt und Vorlage aus vergangenen Projekten meist gut verwerten kann ;-) Wenn die Anwendung aber schön im Grid bleibt und dies exzessiv nutzt, sicher ne gute Option.

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