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Hardware

199-Euro-Smartphone im t3n-Test: Ubuntu for Phone und das Aquaris E5 HD

    199-Euro-Smartphone im t3n-Test: Ubuntu for Phone und das Aquaris E5 HD

Das BQ Aquaris E5 HD. (Foto: Johannes Schuba)

Das BQ Aquaris E5 HD kommt mit solider technischer Ausstattung und als Besonderheit mit einer Edition, die Ubuntu als Betriebssystem hat. Wir haben das Gerät für euch getestet und zeigen, was es kann.

Manchmal erinnern mich Smartphones an einen Roman. Beim E5 HD ist es vor allem der Klappentext, der mit technischen Daten überzeugt und bei einem günstigen Preis keiner großartigen Überlegungen bedarf, um sich zum Kauf durchzuringen. Solide technische Ausstattung trifft auf ein spannendes Betriebssystem. Aber wie ein Roman beim Lesen, muss sich das Smartphone in der Alltagsnutzung beweisen.

Manchmal erinnern mich Smartphones an einen Roman. Das BQ Aquaris E5 HD hat auch einige Gemeinsamkeiten damit. (Foto: Johannes Schuba)
Manchmal erinnern mich Smartphones an einen Roman. Das BQ Aquaris E5 HD hat auch einige Gemeinsamkeiten damit. (Foto: Johannes Schuba)

Das Aquaris E5 HD ist eins der Smartphones, das – nachdem es schon eine Version mit Android gab – auch mit Ubuntu als Betriebssystem zu haben ist. Das schon seit einigen Jahren geplante und entwickelte System von Canonical macht einiges anders als die großen Brüder Android, iOS und Windows Phone. BQ als Hersteller ist hierzulande noch eher unbekannt, in Spanien aber schon ein recht großer Anbieter mit beachtlichen Verkaufszahlen. Wir haben das E5 HD einige Zeit getestet und zeigen euch, was das Smartphone kann und wie weit Ubuntu Phone inzwischen ist.

Das Look and Feel des BQ Aquaris E5 HD

Trotz des Preises von nur 199 Euro macht BQ beim Aquaris E5 HD einiges richtig. Das Plastik-Gehäuse ist gut verarbeitet und liegt gut in der Hand. Einzig der Übergang, an dem Vorder- und Rückseite aufeinandertreffen, fällt beim Anfassen des Geräts auf. Mit seinen 134 Gramm hat das E5 ein angenehmes Gewicht und wird auch nach längerer Bedienung nicht zu schwer.

Anders als man erwarten würde, ist die Rückseite kein Fingerabdruck-Magnet. (Foto: Johannes Schuba)
Anders als man erwarten würde, ist die Rückseite kein Fingerabdruck-Magnet. (Foto: Johannes Schuba)

Das E5 HD macht auf dem Schreibtisch einen eleganten Eindruck. Sowohl Front- als auch Rückseite sehen schlicht aus, und entgegen des ersten Eindrucks ist die Rückseite kein Fingerabdruck-Magnet. Auf der Unterseite finden sich der Micro-USB-Anschluss und die Lautsprecher, auf der Oberseite der Einschub für die Micro-SD-Karte und der Klinkenausgang. Auf der linken Seite sind die beiden Micro-Simkarten-Slots verbaut, rechts die Lautstärke-Wippe und der Ein- und Ausschalter, die insgesamt einen angenehmen und deutlichen Druckpunkt haben. Sind die Lautstärke-Tasten noch angenehm platziert, liegt der Power-Button nur knapp von der oberen Ecke entfernt. Beim Betätigen muss da schon oft umgegriffen werden, um ihn zu erwischen, aus Gewohnheit drückt man meist eher die Lautstärke-Wippe.

Die Hardware und das Display des BQ Aquaris E5 HD

Als Prozessor kommt ein MediaTek-vier-Kern-Prozessor zum Einsatz, der mit bis zu 1,3 Gigahertz taktet. Ihm zur Seite steht ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Nicht unbedingt dadurch, sondern mehr softwareseitig bedingt, hakt das System an einigen Stellen noch ein bisschen, dazu aber später mehr.

Das Aquaris E5 HD

Manchmal erinnern mich Smartphones an einen Roman. Das BQ Aquaris E5 HD hat auch einige Gemeinsamkeiten damit. (Foto: Johannes Schuba)
Manchmal erinnern mich Smartphones an einen Roman. Das BQ Aquaris E5 HD hat auch einige Gemeinsamkeiten damit. (Foto: Johannes Schuba)

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Anders als man erwarten würde, ist die Rückseite kein Fingerabdruck-Magnet. (Foto: Johannes Schuba)
Anders als man erwarten würde, ist die Rückseite kein Fingerabdruck-Magnet. (Foto: Johannes Schuba)

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(Foto: Johannes Schuba)
(Foto: Johannes Schuba)

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Das Display löst auf den fünf Zoll Größe mit HD auf. Betreibt man an der Stelle Pixelzählerei, fallen einem natürlich ab und zu einzelne Bildpunkte auf, im Alltagsgebrauch fällt das aber nicht wirklich ins Gewicht. Die Farbdarstellung und die Blickwinkel sind gut, beim Neigen des Geräts entstehen keine nervenden Farbverfälschungen oder ähnliches.

Die Kamera – oder das, was beim guten Roman die Durststrecke ist

Was man in einem guten Roman eine Durststrecke nennen würde, ist beim BQ Aquaris E5 wohl die Kamera. Wie bei so vielen Smartphones ist sie nicht wirklich gut. Schon bei Tageslicht bekommen Nutzer eher durchschnittliche bis mäßige Fotos, die leicht verschwommen sind – die Farbdarstellung ist blass. Von Fotos in Dämmerung oder Dunkelheit sollte man lieber absehen. Videos können in Full-HD-Auflösung aufgenommen werden. Natürlich ist in diesem Kapitel auch der günstige Preis eine Ursache dafür. Für einen Schnappschuss reicht die Kamera, wer darüber hinaus kreativ werden will, sollte zu einer separaten Kamera greifen. Die Front-Kamera kann noch weniger überzeugen als die auf der Rückseite.

Nicht gerade berauschend: Die Qualität von Fotos mit dem Aquaris E5 HD. (Foto: Johannes Schuba)
Nicht gerade berauschend: Die Qualität von Fotos mit dem Aquaris E5 HD. (Foto: Johannes Schuba)

Vor allem bei der Kamera-App wird viel Potenzial verschenkt. Die Einstellungen, die getätigt werden können, sind das größte „Rätsel“ innerhalb der App. Es lassen sich keine Einstellungen wie ISO-Wert, Blende oder Verschlusszeit tätigen, nach dem Weißabgleich sucht man ebenso vergebens. Durch das Ermöglichen solcher Einstellungen wäre sicher noch einiges aus der eingebauten Kamera rauszuholen. Natürlich lässt sich der integrierte Blitz ein- und ausschalten, und auch HDR-Aufnahmen sowie ein Selbstauslöser, das Hinzufügen des Standorts in den EXIF-Daten des Fotos oder die Qualität lassen sich in den Einstellungen festlegen. Gerade auch mit einem fotografischen Blick wünscht man sich die oben genannten fehlenden Einstellungen und fragt sich, warum sie fehlen, wenn mit der Möglichkeit, ein Raster des goldenen Schnitts anzuzeigen, schon ein guter Ansatz gemacht ist.

Wenn die Durststrecke vorbei ist: Die Akkulaufzeit des BQ Aquaris E5 HD überzeugt

Hat man die Durststrecke in einem Roman überwunden, hat man meist noch viel Spaß am guten Buch. So ist das mit dem E5 in puncto Akkulaufzeit. Stehen auf dem Papier 2.500 Milliamperestunden an Kapazität, zeigt die Praxis, das die für einiges gut sind.

Bei durchschnittlicher Nutzung mit Messaging, dem Checken von Twitter, Facebook und Co. sowie dem dazugehörigen Surfen im Netz daheim und unterwegs kommt man gut und gern auf zwei Tage, bis das Smartphone wieder an die Steckdose muss. Gerade im Standby verbraucht es sehr wenig Strom. Durchaus eine Hausnummer, die man sich bei anderen Geräten auch wünschen würde.

2 Reaktionen
Jürgen
Jürgen

Was nützt mir die Flexibilität und Stabilität von Unix/Linux/Ubuntu, wenn es das, worauf es ankommt, nicht hat: APPS ?!?
Da kann ich mir auch gleich ein Dummphone für 29,95 kaufen, da hält der Akku aber 2 Wochen. Ein Quengel-Produkt für Nerds.

Antworten
Ubuntu führt Android vor
Ubuntu führt Android vor

Mit der Updatefähigkeit kann man Android locker und völlig zu recht als schlechter darstellen.

Leider ist die Hardware nicht gut. 2GB/3GB sind bei 299Euro normal.
FullHD, 2GByte RAM kommen langsam auch in die 199-Euro-Reichweite. (1) ist teilweise schon was älter was aber heisst das diese Modelle billiger oder für weniger Geld ähnliche oder bessere Modelle vorgestellt worden sein dürften.

In besseren Ländern könnte man ein Crowdfunding für Ubuntu@...beliebtes-China-Smartphone... organisieren. Speziell wegen
http://t3n.de/news/china-highend-smartphones-637627/
Das wäre vermutlich billiger als man denkt.

"Das Display löst auf den fünf Zoll Größe mit HD auf"
720 ist auch HD und war fast 10 Jahre lang der führende HD-Standard (Siehe Apple2TV) der USA. Hier in Europa hingegen setzte sich dankenswerterweise das echte FullHD durch.
Es wäre schön genauer als die Copy-Paste-Konkurrenten die Versions-Nummern von Standards oder halt die exakte Auflösung zu benennen oder z.b. ob nur bald veraltete SDhc mit 32GB-Grenze oder die zukunftsträchtigen SDxc-Micro-SD-Karten genutzt werden können. Bei USB sollte man bald auch die Version dranschreiben. Speziell wenn es einen C-Stecker haben sollte. Micro-USB am Handy = USB2 ist wohl gängig aber eine 2.0 danebenzuschreiben ist weniger schlimm und auch informativer als Bilder-Klickstrecken.

Der Korrektor sollte darauf achten. Und Bad-Word-Listen entsprechend ergänzt werden, damit man die korrekte Version dranschreibt. Auch bei HDMI ist ultrawichtig ob 2.0 oder nur 1.3/1.4 oder ob ein Router 'ac' oder nur 'a' kann.

(1):
http://www.golem.de/news/xiaomi-redmi-note-2-neues-smartphone-mit-mediatek-top-chip-fuer-112-euro-1508-115751.html
http://www.golem.de/news/bq-aquaris-e5-full-hd-5-zoll-smartphone-mit-full-hd-display-fuer-unter-220-euro-1501-111411.html
http://www.golem.de/news/medion-lollipop-smartphone-mit-glasrueckseite-fuer-250-euro-1508-116006.html

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