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Ratgeber

Brainstorming: 6 Tricks für schnellere Geistesblitze

    Brainstorming: 6 Tricks für schnellere Geistesblitze
(Foto: Shutterstock)

Brainstorming als Methode zur Schöpfung neuer Ideen? Ein alter Hut. Doch meistens bleiben die kollektiven Denkstunden ohne Erfolg. Mit diesen Tipps und Tricks klappt es besser. 

„Wir müssen dringend ein Konzept für eine zielgruppengerechte Werbekampagne erarbeiten! Fällt euch irgendwas ein?“ So oder so ähnlich ertönt es jeden Tag aus vielen Meetingräumen, wenn der Chef mal wieder ein Brainstorming auf die Agenda gesetzt hat. Auch wenn empirische Studien den Nutzen des Brainstorming schon widerlegt haben wollen, gehört die kollektive Denkstunde noch immer zu den beliebtesten Arbeitsritualen in Unternehmen. Nicht umsonst glauben angeblich 80 Prozent der Menschen an den positiven Effekt der Methode.

So geht besseres Brainstorming

Leider sind Brainstormings unter Mitarbeitern eher Last als Lust und schnelle Erfolge bleiben oft aus. Fehlende Vorbereitung, eine zu straffe Zeitvorgabe, Befangenheiten oder die Angst vor Kritik – dies sind nur einige Hindernisse auf dem Weg zu guten Ideen. Wer jedoch die richtigen Tipps beherzigt, kann das nächste Brainstorming direkt effektiver gestalten. So geht's:

Den Chef erst zum Schluss reden lassen

Obwohl Brainstormings häufig von Chefs verordnet werden, so sind gerade sie es, die den Ideenfluss im Keim ersticken – dann nämlich, wenn der Chef am Brainstorming teilnimmt und im Eifer des Gefechts sofort die erste Idee in den Raum trällert. Das jedoch ist höchst problematisch: Mitarbeiter widersprechen ihrem Chef in der Regel nur ungern, sodass eigene Ideen ungewollt zurückgehalten oder abgewertet werden. Deshalb: Den Chef erst am Ende der Session reden lassen.

Lego-Steine statt Kugelschreiber verwenden

Lego-Steine eignen sich auch für das Brainstorming. (Foto: Lego)

Statt den nächsten Geistesblitz bloß mit Kugelschreiber auf einem Papier festzuhalten, sollten Mitarbeiter durchaus Mut zum Spiel zeigen. Wie wäre es beispielsweise mit Knetmasse, Scheren oder Bauklötzen als Mittel zur Visualisierung von Ideen? Lego bietet unter dem Namen „Serious Play“ ein speziell für den Einsatz im Geschäftsumfeld konzipiertes Steinset an. Außerdem steigern solche Utensilien während des Brainstormings auch Spaß und Atmosphäre im Team.

Mindmaps zur Visualisierung nutzen

Auch Mindmaps eignen sich prima zur Visualisierung der Ergebnisse im Brainstorming. Gerade in großen Gruppen kann die Methode helfen, den Überblick zu behalten. Wer dabei nicht auf den typischen Flipchart setzen möchte, kann alternativ auch zu digitalen Mindmapping-Tools greifen. Eine Auswahl an zehn webbasierten Lösungen haben wir hier zusammengefasst.

Mit der 635-Regel anfangen

Mit der 635-Regel hat jeder Teilnehmer sofort was zu tun. (Foto: Shutterstock)

Viele Brainstorming scheitern, weil Mitarbeiter gar nicht wissen, wie sie überhaupt anfangen sollen. Mit der 635-Regel kriegt jeder Mitarbeiter sofort was zu tun: Sechs Teilnehmer halten jeweils drei Ideen in fünf Minuten auf Papier fest – daher der Name 635. Danach werden die Blätter an den jeweiligen Nachbarn weitergereicht, der den notierten Vorschlag in fünf Minuten konkretisiert. So entstehen schnell mehr als ein Dutzend Ideen und die Kreativität von vielen wird optimal ausgeschöpft.

Das Problem auf den Kopf stellen

Manchmal muss man nur etwas querdenken, um zur Lösung zu kommen. Mithilfe von „Reverse Thinking“ oder der „Kopfstand-Technik“ wird ein Problem einfach umgedreht. Statt zu fragen: „Wie können wir mehr Besucher auf unsere Website bringen?“ sollten Teilnehmer sich fragen: „Wie halten wir möglichst viele Leute davon ab, unsere Website zu besuchen?“. Mögliche Einfälle wären dann: „Keine Anzeigen bei Google schalten“, oder „Niemals eine Facebook-Seite erstellen“. Aus dem Gegenteil dieser Vorschläge leiten sich dann mögliche Lösungen ab, beispielsweise höhere Adwords-Budgets oder das Experimentieren mit Live-Videos auf Facebook.

Brainstorming im Stehen absolvieren

Warum immer nur reihum am großen Tisch sitzen? Wie Forscher der Washington University herausgefunden haben, können Brainstormings vor allem im Stehen einen positiven Effekt auf die Ergebnisse haben. Für die Untersuchung wurden je 100 Studenten in Gruppen von drei bis fünf Probanden für ein Brainstorming im Sitzen und im Stehen eingeladen. Das Ergebnis: Jene Gruppen, die im Stehen überlegten, waren den Forschern zufolge aufmerksamer und wacher. Zudem beharrten sie weniger auf eigenen Standpunkten und waren freier in ihrem Dialog. Einfach mal ausprobieren!

Passend zum Thema: Setz‘ deine Ideen frei: 7 Kreativitätstechniken, passend für jede Situation

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2 Reaktionen
Henry

Neben den Live-Gruppentechniken gibt es immer auch schriftliche Varianten wie das
Collective-Notebook, ein gemeinsam ergänztes Dokument im Intranet oder eine
einfache Mailingliste. Damit können alle zu Wort kommen. Im einfachsten Fall
genügt auch schon eine Etherpad-Variante. Damit kommen auch weniger spontane Mitdenker zu Wort. Die oben erwähnte 6-3-5 Methode ist auch dafür ein geeigneter Ansatz.

Wenn es nicht um große Firmengeheimnisse geht, gerade kein ausdauernder Brainstormer verfügbar ist und sich das Anliegen auch für Außenstehende gut beschreiben lässt, dann sind online-Brainstorming-Seiten im Web eine Option. Die Seite BrainR mit mittlerweile rund 35000 Fragen ist seit dieser Woche nun 10 Jahre online ( http://wwww.Brainr.de ) .
Weitere Seiten für Ideenfindung sind Atizo, Neurovation und Innovationskraftwerk.

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kiste34
kiste34

Interessanter Artikel. Es gibt noch viele weitere Kreativitätstechniken. Eine Abwandlung der Kopfstandtechnik ist z.B. die Provokationstechnik, bei der Annahmen zu einer vorhandenen Lösung umgekehrt werden, um auf neue Lösungen zu kommen. Hier gibt es eine gute Übersicht über Kreativitätstechniken: https://www.ideaclouds.net/kreativit%C3%A4tstechniken

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